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Wasser und Dünger

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1 Wasser und Dünger am Mo Okt 01 2012, 11:30

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Wasser und Dünger

Nach neueren Forschungen aus dem Regenwald sind für ein erfolgreiches Pflanzenwachstum in erster Linie die enorme Sonneneinstrahlung, verbunden mit der Wärme und den immensen Niederschlägen ( als Regen aber auch als Tau) für eine
erfolgreiche Fotosynthese und damit für das Wachstum verantwortlich.
Abweichend von der Agrarindustrie werden heute Thesen aufgestellt, dass Dünger kein Wachstum verursacht, sondern nur Wachstum unterstützen.
Das Wachstumsmuster der Pflanzen ist genetisch festgelegt und wird durch Licht, Wärme, Wasser und Luft beeinflusst. Beim Wachsen (egal ob vegetatives Wachstum oder Blütenwachstum) werden Nährstoffe verbraucht, die ersetzt werden müssen.
Doch welche Nährstoffe sind wichtig?
Heute gibt es eine kaum zu überblickende Vielzahl an Pflanzendünger, die aus dem landwirtschaftlichen Gartenbau abgeleitet worden sind. Orchideendünger unterscheiden sich oftmals nur in der Konzentration und ggfs. im Preis.



Grundlagen der Düngung:

In der Orchideenkultur ist das Gießwasser eine wichtige Komponente.
Zwei Messwerte werden immer wieder im Zusammenhang mit Gießwasser und Dünger genannt:


pH-Wert

Der ph-Wert misst die freien Wasserstoffionen in einer Lösung und kann durch Zugabe von Säuren oder Laugen verändert werden

Zuträgliche Werte für Orchideen sollen bei pH 5 – 7 liegen, wichtiger scheint, dass der pH – Wert sich nicht mit jedem Gießvorgang verändert.


Leitwert

die in Ionenform im Wasser gelösten Stoffe rufen eine elektrische Leitfähigkeit hervor.
Gemessen wird der elektrische Widerstand zwischen 2 Elektroden.
Die Messergebnisse beziehen sich immer auf 25 ° C – eine Umrechnung auf die Temperatur des Wassers kann entfallen, da die meisten Messgeräte temperaturkompensiert sind.

In der Orchideenkultur wird der Leitwert überlicherweise in Mikrosiemens (µS) angegeben.

Oft wird der Leitwert auch als EC (electrical conductivity) angegeben, die Maßeinheit ist dann aber MilliSiemens, d.h. EC 0,5 entsprechen 500 µS !!!



Salzgehalte vom Wasser:

Vollentsalztes, destilliertes oder
Osmosewasser < 10 µS
Regenwasser 30 - 60 µS
Brunnenwasser 200 – 500 µS
Leitungswasser 150 – 900 µS



Die Angabe des Salzgehaltes sagt nichts über die Inhaltsstoffe des Wassers aus.

Für Orchideen als Schwachzehrer sollte die Salzbelastung des Ausgangswassers so niedrig wie möglich sein.


Ausgangswasser mit über 300 µS sollte immer mit Regenwasser oder destillierten Wasser o.ä. gemischt werden.

Wie sich dann der Salzgehalt verändert, kann man hier nachlesen bzw. errechnen:

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Man sollte aber beachten, dass mit Zumischen von Leitungswasser Salze in das Gießwasser gelangen, die die Orchideen nicht benötigen und damit das Gießwasser unnötig belasten. Besser ist es, alle notwendigen Nährelemente zuzusetzen.


Am einfachsten ist die Verwendung von Regenwasser. Bei Regen lässt man das Wasser erst einmal eine Weile ablaufen, bevor es in die Regentonnen geleitet wird. Gegen Verschmutzung sind die Regenwassersansammlungen immer abzudecken.
Eine Belüftung des Wassers wäre hilfreich, ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Gutes Gießwasser ist auch Osmosewasser oder Wasser aus einer Vollentsalzungsanlage (Nähere Informationen sind im Internet zu finden).




Dünger

Zunächst einmal ein paar einfache Regeln:

Ein leichter Düngermangel schadet wenig und ist schnell behoben.

Bei Überdüngung reichern sich die Nährsalze im Boden an und versalzen den Pflanzstoff. Hier hilft dann nur noch, mehrmals den Topf in reinem Regenwasser zu wässern oder noch besser, die Orchidee umzutopfen.

Welche Nährstoffe benötigen die Orchideen:



Nährstoffe:

Stickstoff (N) Pflanzen benötigen N zum Wachstum, zuviel davon lässt die Zellen quellen (Pflanze verweichlicht)

Phosphor (P) Die Pflanze braucht P vor allem bei der Bewurzelung und während der Blüte

Kalium (K) Die Pflanze braucht Kalium für sehr viele Vorgänge im Wachstum und in der Blüte
Zuviel Natrium, Ammoniumnitrat oder Kalzium kann die Kaliumaufnahme
blockieren

Magnesium (Mg) Magnesiummangel tritt relativ häufig auf, weil die Pflanze in jedem Stadium
ihrer Entwicklung viel davon braucht und viele Dünger wenig oder kein Mg enthalten
Mg-Mangel kann durch Bittersalz behoben werden

Natrium (Na) soll als Nährstoff unbedeutend sein oder sogar toxisch wirken – obwohl in Regenwasseranalysen bzw. Gewässern in den Tropen erhebliche Mengen nachgewiesen worden sind


Calzium (Ca) immer wieder ist zu lesen, dass Orchideen speziell die Epiphyten keinen Kalk benötigen, obwohl Ca ein lebensnotwendiges Mineral für alle Pflanzen darstellt


Spurenelemente wie der Name schon sagt, werden diese Nährelemente nur in geringen Mengen benötigt. Viele Dünger beinhalten eine Reihe von Spurenelementen



Dosierung von Dünger

In der Orchideenliteratur oder in Foren findet man oft den Hinweis, dass
Orchideen mit 200 oder 500 µS zu düngen sind – eine Aussage ohne jeden Wert.

Solange nicht erläutert wird, welchen Salzgehalt das Ausgangswasser hat und mit welcher Konzentration von welchem Dünger dosiert wurde, ist diese Angabe sinnlos.

Maximal zuträgliche Düngerwerte sind im dem Buch „Orchidenkultur, von Gertrud Fast „ wie folgt definiert worden:

Stickstoff 67 - 135 mg/l
Phosphor 53 - 106 mg/l
Kali 67 - 135 mg/l

Der untere Wert ist für kleinere und empfindliche Naturformen, der obere Wert für starkzehrende Orchideen und deren Hybriden.



Auf jedem Dünger sollten die Inhaltsstoffe deklariert sein:


Beispiel:


Compo Complete Dünger (Flüssigdünger)

Nach Herstellerangaben enthält ein 1 Liter Dünger:


6 % N Gesamtstickstoff = 60 g / l
4 % P2O5 wasserlösliches Phosphat = 40 g / l
6 % K2O wasserlösliches Kaliumoxid = 60 g / l
2 % CaO wasserlösliches Kalziumoxid = 20 g / l
2 % MgO wasserlösliches Magnesiumoxid = 20 g / l

0,014 % B wasserlösliches Bor = 140 mg / l
0,003 % Cu wasserlösliches Kupfer als Chelat = 30 mg / l
0,093 % Fe wasserlösliches Eisen als Chelat = 930 mg / l
0,013 % Mn wasserlösliches Mangan als Chelat = 130 mg / l
0,001 % Mo wasserlösliches Molybdän = 13 mg / l
0,003 % Zn wasserlösliches Zink als Chelat = 30 mg / l



nehme ich jetzt davon 1 ml auf 1 Liter Wasser, werden der Pflanze folgende Nährstoffe zugeführt ( der Leitwert erhöht sich um etwa 600 µS ):

60 mg N
40 mg P2O5
60 mg K2O
20 mg CaO
20 mg MgO

0,14 mg B
0,03 mg Cu
0,93 mg Fe
0,13 mg Mn
0,01 mg Mo
0,03 mg Zn








Scott Professional Cal Mag (Salzdünger)

Nach Herstellerangaben enthält ein 1 Liter Dünger:


15 % N Gesamtstickstoff = 150 g / l
5 % P2O5 wasserlösliches Phosphat = 50 g / l
15 % K2O wasserlösliches Kaliumoxid = 150 g / l
7 % CaO wasserlösliches Kalziumoxid = 70 g / l
3 % MgO wasserlösliches Magnesiumoxid = 70 g / l

0,020 % B wasserlösliches Bor = 200 mg / l
0,015 % Cu wasserlösliches Kupfer als Chelat = 150 mg / l
0,120 % Fe wasserlösliches Eisen als Chelat = 1200 mg / l
0,060 % Mn wasserlösliches Mangan als Chelat = 600 mg / l
0,010 % Mo wasserlösliches Molybdän = 100 mg / l
0,015 % Zn wasserlösliches Zink als Chelat = 150 mg / l


nehme ich jetzt davon 1 Gramm auf 1 Liter Wasser, werden der Pflanze folgende Nährstoffe zugeführt ( der Leitwert erhöht sich um etwa 1100 µS ):

150 mg N
50 mg P2O5
150 mg K2O
70 mg CaO
30 mg MgO

0,20 mg B
0,15 mg Cu
1,20 mg Fe
0,60 mg Mn
0,10 mg Mo
0,15 mg Zn

Hinweis: diese Konzentration wird häufiger im Erwerbsgartenbau für die Produktion von Orchideenhybriden verwendet



nehme ich die halbe Konzentration ( 1 Gramm auf 2 Liter Wasser) ergeben sich für die Hauptnährelemente folgende Werte ( der Leitwert erhöht sich in eta um 550 µS):

75 mg N
25 mg P2O5
75 mg K2O
35 mg CaO
15 mg MgO

Hinweis: diese Konzentration wird häufig als Dauerdüngung in der Orchideenkultur von Naturformen verwendet (Ausnahmen möglich)



Zuletzt von UweM. am Mo Okt 01 2012, 12:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

2 Re: Wasser und Dünger am Mo Okt 01 2012, 11:54

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Wer bis hierher interessiert gelesen hat, wird sich fragen: warum alle diese Nährstoffangaben?

Grundsätzlich stellt sich doch die Frage: kann ich mit meinen verwendeten Düngern die Orchideen richtig ernähren?

Als Anhaltspunkte dafür gelten Blattanalysen von Orchideen, die ich hier mal aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen habe:


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Als Durchschnittswerte ergeben sich rein rechnerisch folgende Nährstoffbedarfe
für Orchideen ( mg / L) :


N = 90
P2O5 = 30
K2O = 90
CaO > 90
MgO = 30






Die im ersten Teil genannten Dünger Compo Complete oder Scott Professional Cal Mag sind da vom Verhältnis der Nährelemente schon nahe dran…


In den meisten Düngern fehlen Kalzium und Magnesium als wichtige Nährelemente.




Durch Kalksalpeter und Bittersalz kann man diese fehlenden Nährstoffe ergänzen - dann kann man auch seinen bisherigen Orchideendünger weiter verwenden.




Beispiel:

1 g / 1 l Kalksalpeter ( hier: Calcinit von Yara) enthält:

150 mg N und 265 mg CaO und erhöht den Salzgehalt um 1400 µS

besser:

1 g / 3 l enthält 50 mg N und 88 mg CaO und erhöht den Salzgehalt um 460 µS

oder:

1 g / 4 l enthält 38 mg N und 66 mg CaO und erhöht den Salzgehalt um 350 µS


Der Kalksalpeter sollte nur in Regenwasser gelöst, d.h. ohne anderen Dünger angewendet werden.




1 g / 1 l Bittersalz (Magnesiumsulfat) aus dem Gartenbedarf

160 mg MgO und 130 mg S erhöht den Salzgehalt um 950 µS


1 g / 5 L enthält 32 mg MgO und erhöht den Salzgehalt um ca. 200 µS


Bittersalz kann zusammen mit anderen Düngern zusammen angewendet werden.



Die Auswahl des „richtigen“ Ausgangswassers und des Düngers ist ein wesentlicher Faktor in der Orchideenkultur. Allerdings sind Temperatur, Licht, frische Luft und das richtig Gießverhalten fast genauso wichtig.



Zuletzt von UweM. am Do Okt 04 2012, 09:14 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet

3 Re: Wasser und Dünger am Mo Okt 01 2012, 13:43

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Wir waren mal wieder mit unserer Orchideengruppe unterwegs und haben in den Orchideenbetrieben auch immer nach der Düngung gefragt.

Wichtig zu wissen ist, dass fast alle Betriebe auch das so wichtige Nährelement Calcium verwenden.

So verwendet z.B. Akerne Orchideen (Belgien) folgenden Dünger:

Akerne's Rain Mix - 13 N + 3 P205 + 15 k2O + 11 CaO + 3 MgO + Spurenelemente

in folgender Dosierung 0,5 g pro Liter ( 5 g pro 10 Liter) Regenwasser

das entspricht einem Leitwert von etwa 550 µS - gegossen wird damit regelmäßig über das ganze Jahr bei allen Naturformen!

Damit werden den Pflanzen bei jedem Gießen folgende Nährstoffe zugefügt:

65 mg N
15 mg P2O5
75 mg K2O
55 mg CaO
15 mg MgO
+ Spurenelemente

Für Phal. Hybriden kann man die Konzentration auf das doppelte erhöhen ( 1 g pro Liter Regenwasser)


Dieser Dünger ist dem MSU Dünger aus den USA angelehnt, der in Europa leider nicht erhältlich ist. Der MSU Dünger ist an der Michigan State University entwickelt worden und langjährig von vielen Orchideenliebhabern und Betrieben erfolgreich getestet worden.

Dieser Dünger kommt den Blattanalysen verschiedener Orchideen recht nahe.



Zuletzt von UweM. am Do Okt 04 2012, 09:16 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

4 Re: Wasser und Dünger am Mo Okt 01 2012, 17:13

Eli1

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Admin
ja1 ja1
Danke für den Beitrag.



Zuletzt von Eli1 am Do Feb 07 2013, 10:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


_________________
Liebe Grüße Eli
Admin
http://www.orchideen-wien.at

5 Re: Wasser und Dünger am Mo Okt 01 2012, 18:37

Angi

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Globalmoderator
ja1 ja1



Zuletzt von Angi am Fr Feb 08 2013, 18:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


_________________
LG

Angi

Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi Kees Snyder
http://www.bordercollie-niko.de

6 Re: Wasser und Dünger am Di Dez 10 2013, 12:48

matucana

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Orchideenfreund
Hi,

sehr interessante Ausführungen!

Meine Fragen: Was ist mit Schwefel? Ist das ein Spurenelement oder braucht man das in höherer Konzentration?

Meine Anmerkungen
1. Bittersalz ist MgSO4 * 7 H2O, aber das nur nebenbei, die Berechnungen sind ja richtig.
2. Die Pflanzen kann man über Leitungswasser mit Kalzium versorgen. Unseres hat z.B. 33 mg/l, da reicht dann 1 ml/5l Gießwasser.

7 Re: Wasser und Dünger am Di Dez 10 2013, 15:49

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Schwefel gehört zu den Makronährstoffen, Pflanzen benötigen das Element zum Aufbau der Aminosäuren Methionin und Cystein und auch zur Abwehr von Schädlingen und Fraßfeinden.

Ob das Calcium im Leitungswasser überhaupt für Pflanzen verwertbar ist, darüber "streiten" sich die Experten.

Zudem hat Leitungswasser einen viel zu hohen pH-Wert, der die Aufnahme von Spurenelementen blockiert.

Deinen Berechnungen zum Kalkgehalt kann ich nicht ganz folgen - nach deiner Dosierung gibt du deinen Pflanzen 0,0066 mg Ca ( 33 mg : 5000) - das sind in etwa die Werte für Spurenelemente?

Nach vorliegenden Blattanalysen sollte der Kalkgehalt etwa dem des Stickstoffes betragen...

Gruß
Uwe

8 Re: Wasser und Dünger am Di Feb 18 2014, 16:59

Gast


Gast
Hallo,

Zu düngende Pflanzen: Cattleya rex und Cattleya dowiana (in verschiedenen Varianten) und ein paar BLC-Hybridenh
Ausgangswasser: Osmosewasser mit etwa 50-60 Microsiemens

Bislang habe ich immer mit dem Peters 20-20-20 gedüngt, wurde mir so empfohlen, Osmosewasser oder Regenwasser nehmen und bis 500/550 microsiemens aufsalzen.
Also Anfänger in der Haltung von Cattleya, vorallem wenn man sonst eher den braunen Daumen hatte, nimmt man das erstmal so hin.
Aber was lernt man im Studium... überprüfe den Inhalt deiner Informationen, hinterfrage sie.
Also bei etwa 5g Dünger/10l Wasser hätte ich dann ja NPK von 100-100-100 mg/l. Da ich mich auf Grund von Sport durchaus ein wenig mit Ernährungslehre beschäftige, war mir dann klar, dass das nicht so ganz alles sein kann.
Gut, ich habe noch mit Leitungswasser im Wechsel gegossen (570 microsiemens), aber minearlischer Dünger und Leitungswasser ??
Wie leben denn die Pflanzen in der Natur, in Symbiose mit Pilzen und Microorganismen, Sprich es stehen der Pflanze noch andere Stoffe wie Enzyme, Vitamine etc. zur Verfügung.

Also habe ich angefangen zu recherchieren.
Unter anderem bin ich auf folgende Artikel gestoßen
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Wasser_Dunger.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur1_Bilder.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur2_Bilder.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur3_Bilder.pdf
http://www.orchideen-wien.at/oz15-36-47-Duengen.pdf

Aus diesen Artikeln habe ich herausgelesen:
- Nährstoffanalys von Cattleya ca. N: 77mg/l P:26mg/l K:150 mg/l CaO: 285 mg/l MgO: 51 mg/l
- Das Gießwasser sollte einen geringeren Salzgehalt haben, um auf Grund des Osmotischen Druckes Wasser IN die Pflanze zu kriegen und nicht raus
- Zusatzstoffe wie Power Zyme, Wurzel Komplex, SuperVit, LiqHumin etc. gibt es, haben positiven Einfluss auf die Orchideen und ähneln den Stoffen in der Natur
- Hüttenkalk (42% CaO, 16% MgO...) kann benutzt werden um um den Kalziumbedarf zu decken
- Laut Düngerpyramide vertragen Cattleya einen Leitwert bis 1400 microsiemens.

Also kurz gerechnet, ich bräuchte einen 10-2,5-20-38-6,8 (N-P-K-Ca-Mg) Dünger. GIBT ES SO NICHT, zumindest habe ich ihn nicht gefunden.
ABER, Peters Excel CalMag Finisher hat 13-5-20-7-2 kommt dem mit am nächsten, wurde als Ersatz für den MSU-Dünger genannt.
Nächster Punkt, die Konzentration an Salzen muss im Gießwasser geringer sein als in der Pflanze, alle Nährstoffe müssen aber Vorhanden sein (Liebig-Minnimumtonne)

Also weiter gerechtent, bei 10l Gießwasser, 5,5g Dünger ergibt: 71,5-27,5-110-38,5-11
Zwei Sachen fallen auf, 1. zu viel Phosphor, 2. zu wenig CaO und MgO
Also gerechnet 5g/10l Hüttenkalk sind 210 mg/l CaO und 80 mg/l Mgo
Ergibt : 71,5-27,5-110-248,5-91
So, nun die Frage zu der Sache, in wie Weit ist MgO für den Osmotischen Druck verantwortlich und muss ich hier den Hüttenkal auf das MgO anpassen? Auch um die P-Konzentration anzupassen müsste ich dann wohl auf 5g/10l ??

Dazu kämen dann hoch Zusätze wie Hesi Wurzel Komplex, Hesi SuperVit, Hesi Power Zyme, LiqHumus.

Habe ich irgendwo einen Denkfehler ?
Wenn ich die Konzentrationen so anpasse, dass ich immer weniger Mineralien im Gießwasser als in der Planze habe, käme ich auf
5g Dünger, 2,5g Hüttenkalk pro 10l Gießwasser.
65-25-100-135-50 mg/l

Das heißt, der limitierende Faktor wäre ganz eindeutig das Kalzium (angestrebt 250 im Gießwasser 135, different 115 mg/l)

Habt ihr noch eine Idee, das ganze zu optimieren ??
Als Maschinenbauer muss ich mich da mathematisch rantasten, denn die Hintergründe über den Osmotischen Druck etc. sind nach der Bio-LK-Prüfung komplett verloren gegangen Wink
Das sind bis jetzt noch rein Theoretische überlegungen die Düngemittel sind im Zulauf

9 Re: Wasser und Dünger am Di Feb 18 2014, 19:01

Oh_Oh

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Orchideenfreund
Als wir damals in der Schule die Organische Chemie behandelten, hatte ich eine ähnliche Idee für mich selbst. Man recherchiert, welche Nährstoffe wir Menschen benötigen und kauft diese in der Apotheke. Also Zellulose für die Ballaststoffe, Proteinpulver mit den essenziellen Aminosäuren, die verschiedenen Fette (gesättigt, ungesättigt, Omega 3 und 6) und ein paar Zuckerwürfel. Richtig essen geht man dann nicht, wenn man nur Hunger hat, sondern dann, wenn man das Essen genießen möchte. Die Liste könnte man noch ewig verfeinern.
Bis heute kenne ich aber noch keine Optimum-Liste für die menschliche Ernährung.

Deine Düngermischung basiert auf der Annahme, dass die Cattleya-Analyse das Optimum darstellt. Warum?
Und dass Du in genau den Anteilen Nährstoffe immer gleichzeitig zufügen musst. Warum?

In der Praxis würde ich eher die Dünger wechseln, als sie zu mischen. Beim Mischen müsstest Du sämtliche chemischen Reaktionen der jeweiligen Bestandteile kontrollieren können.
Was hast Du eigentlich für Zielvorstellungen? Möchtest Du in kürzester Zeit viel Biomasse erzeugen? Warum?

Bei Cattleya wäre ich mich gar nicht so sicher, ob bedingt durch den CAM-Stoffwechsel nicht auch der osmotische Druck tageszeitlich recht verschieden ist. Insofern müsstest Du zeitlich unterschiedliche Salzkonzentrationen verabreichen, wenn Du unbedingt an das Limit gehen möchtest.

Wenn ich das Ziel hätte, eine Massenproduktion aufzumachen, würde ich mich evtl. auf Deine Gedankenspiele einlassen. Aber dann wären auch Hormone, Aminosäuren und Stoffwechselbeschleuniger im Spiel.
Gruß Ralf

10 Re: Wasser und Dünger am Di Feb 18 2014, 20:44

Gast


Gast
Ich bin Maschbauer :Dich habe nur 2 Dinge wirklich verstanden.
1. Alle Nährstoffe müssen in ausreichender Form vorhanden sein, der am wenigsten vorhandene Nährstoff ist der limitierende Faktor.
2. Wenn mehr Salze außerhalb der Pflanze sind als in, diffundiert das Wasser auf Grund des osmotischen Druckes aus der Pflanze... GANZ DOOF

Also sag du mir, wie ich OPTIMAL düngen soll Wink

Was ist das Ziel ?
Gesunde, optimal versorgte Orchideen, die möglichst oft/viel Blühen.
Da Cattleya ja pro Trieb nur einmal blühen kann, muss man halt das Wachstum "anregen" und hoffen, dass auch mel 2 Neutriebe da sind, die Blühen

Der K-Lite-Dünger geht ja nun eine ganz andere Philosophie 12-1-1-10Ca-3Mg
Da würde ich vielleicht mit 6g + 2g Hüttenkalk arbeiten
70-6-6-60-18 + 84Ca-32Mg = 70-6-6-144-50
Eine gänzlich andere Nährstoffkombi.

11 Re: Wasser und Dünger am Mi Feb 19 2014, 07:16

Oh_Oh

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Orchideenfreund
Ich weiß nicht wie viel unterschiedliche Arten Du kultiviert. Du müsstest für jede Art, nein eigentlich für jeden Genotyp (eine Art in verschiedenen Regionen besitzt mitunter verschiedene Genotypen) ein vermeintliches Optimum ermitteln. Na dann viel Spaß!
Dein Ziel mit vermehrten Austrieb und Blüte kannst Du auch über die Steuerung der Temperatur und des Lichts sowie der Substratwahl beeinflussen. Dein Substrat interagiert ja auch mit den gelösten Ionen im Gießwasser. Das müsstest Du ebenfalls bei Deiner Düngermischung beachten.
Meine Empfehlung: Belese Dich in den Orchiforen über die betreffenden Arten, die Du besitzt und lerne aus den Berichten Anderer.
Es gibt keinen "richtigen" Dünger für Alle.
Gruß Ralf

12 Re: Wasser und Dünger am Mi Feb 19 2014, 10:56

Gast


Gast
Ich habe:
Cattleya rex: Splash (zwei Varianten), Flammea, Ayacucho, Nominalform
Cattleya dowiana: aurea und dureda

BLC Alma Kee und Golden mul

Wichtig sind mir rex und dowiana

13 Re: Wasser und Dünger am Do Feb 20 2014, 20:11

Gast


Gast
Wie wird denn in Erwerbsgärtnerreien gearbeitet ?
Die müssen in möglichst kurzer Zeit schöne, blühende Pflanzen produzieren, Zeit ist Geld.
Dass da noch andere Faktoren eine Rolle spielen, Gewächshäuser und so weiter, keine Frage, aber wie halten die das mit den Düngern ?
Sowohl zusammensetzung als auch Menge/Konzentration ?

14 Re: Wasser und Dünger am Mo Feb 24 2014, 16:44

Gast


Gast
Ich habe mal ein wenig über den MSU-Dünger recherchiert.
Wenn ich das richtig gelesen habe, dosieren die den so, dass Stickstoff bei 125 ppm, also 125 mg/l sind.
Das wäre dann bei Akernes Rain-Mix beispielsweise 9,6g/10l ?? In der Dosierung finde ich den auch für Cattleya etc.
das wären dann 124,8-28,8-144-105,6-28,8 mg/l

Also über den Dünger selbst ja, kann man streiten, keine Frage, aber die Dosierung finde ich etwas hoch ?

15 Re: Wasser und Dünger am Mo Feb 24 2014, 21:53

Robert

avatar
Orchideenfreund
Chris,

verfolge deinen Tread schon eine Weile.
Du fragst wie es die Gärtner machen, das hatte mich auch schon mal interessiert. Nur kann man das nie Pauschal sagen, jeder macht es anders und bei jeden wirkt es auch anders.
Die meisten wollen nicht gerne darüber sprechen was sie verwenden. So hatte ich den Eindruck.
Aber mir hat mal einer gesagt, wenn er die Pflanzen gießt, dann düngt er das Wasser zwischen 1000µS und 1200µS auf. Für alle Pflanzen.
Aber wenn er nicht da ist und seine Angestellte die Pflanzen gießt, darf Sie nur bis 700µS Düngen, weil ihm sonnst die Pflanzen kaputt gehen.
Erklärung hatte er auch nicht dafür. Er meinte es könnte nur an das gießen selber liegen. Da jeder so seine Art des gießen hat.

http://spellmeier.no-ip.org

16 Wasser und Dünger am Mo Aug 25 2014, 15:54

Gast


Gast
Mir scheint da eines nicht berücksichtigt: Eine Pflanze nimmt das auf, was sie braucht, was sie nicht braucht lässt sie da, wo es ist: Im Substrat. Deswegen kommt es wohl gar nicht so sehr auf die genaue Düngerzusammensetzung an, weil man den Bedarf ohnehin nicht so genau kennt. Er ändert sich wahrscheinlich auch dauernd, sogar bei jeder individuellen Pflanze. Was die Pflanze nicht aufnimmt, spült man am besten bei der nächsten Wässerung wieder weg, daher die dringende Empfehlung, nicht bei JEDEM Gießen zu düngen! Die Diskussion um die einzig richtige Düngerzusammensetzung ist meines Erachtens deswegen ziemlich akademisch und wenig praxisgerecht. Eines bleibt bei all dem aber wichtig: Die Salzkonzentration darf nicht zu hoch werden, ganz gleichgültig, woher sie kommt.
Wenn ich etwas nicht richtig einschätze, sagt es bitte.
Grüße an alle Düngerfreunde von Fridolin

17 Re: Wasser und Dünger am Mo Dez 29 2014, 17:09

Gast


Gast
Fridolin schrieb:
...
Was die Pflanze nicht aufnimmt, spült man am besten bei der nächsten Wässerung wieder weg, daher die dringende Empfehlung, nicht bei JEDEM Gießen zu düngen!
...

So sehe ich das auch. Die meisten Orchis werden wohl zu Tode gedüngt und gegossen.

Ich gebe meinen seit Jahren einmal die Woche ein Fußbad in Aquarienwasser, und sie wachsen und blühen regelmäßig. Sicher ließe sich das Wachstum und die Anzahl Blüten durch Zusatzdüngung noch steigern, aber ich sehe meine Orchis als Hobby und nicht als Hochleistungssport. Da gehe ich lieber kein Risiko ein und dünge lieber "zuwenig" als zuviel.

Wenn ihr kein Aquarienwasser zur Hand habt, dann setzt doch nur bei jedem dritten Fußbad Dünger zu. So wird überschüssiger Dünger aus Substrat und Orchi weggespült.

18 Re: Wasser und Dünger am Mi Feb 10 2016, 21:19

leopold

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Orchideenfreund
Hallo ihr Lieben,

tja das Thema Dünger und Wasser ist nach meiner Erfahrung sowas wie die unendliche Geschicht. Die Chemie des Wassers ein sehr, sehr komplexes Thema, bei dem sich zum Beispiel ein Großteil der Schwimmbadbauer auch nicht wirklich bis gar nicht auskennt.
Beim Durchlesen dieses Threads ist mir aufgefallen, dass hier die Meinung vorherrscht, ich könnte Magnesiumsulfat und Calzium (Hüttenkalk) einfach meinem Düngewasser beimischen und fertig! Was ich mich noch so erinnern kann, verbinden sich Mg und Ca in diesem Fall, wird unlöslich und fällt aus. Das heißt: Keine Pflanze kann davon etwas aufnehmen!!!!

Ich verwende als Dünger Jack´s Classik (30:10:10 und 10:30:20=Blossom Booster)- das ist der verbesserte Peter`s - in halber Konzentration zur Permanentdüngung folgender Massen: Regenwasserfass mit 240 l, gesprüht wird mit einem Hauswasserwerk. Die paar Pflanzen zum Tauchen werden 1 x die Woche im Fass getaucht, im Sommer 2 x die Woche.
Im Winter dünge ich mit 1/4 Konzentration. Jedes dritte bis vierte Fass ist reines, sauberes Regenwasser zum Spülen. Im Winter, wenn ich eiskaltes Regenwasser aus dem Vorratsbehälter verwende, füge ich ca. 1/3 heißes Leitungswasser ( ca. 50°C) bei. Es hat 16° Gesamthärte. Das Gießfass wird mit einer Aquriumpumpe belüftet und mit einem Heizstab temperiert gehalten.

Alle 2 x im Monat wird der gesamte Bestand mit Kaziumchelat aus dem Lagerhaus ( außer Masdevallien) und 2 x mit Magnesiumsulfat gespritzt, Das Kalzium wird auch übers Blatt aufgenommen.
Seit knapp 2 Jahren spritze ich jetzt alternierend diese Kalzum- Magnesiumpräparate. Dabei musste ich erfahren, dass nachneuester Forschung das Liebigprinzip (alle Düngersalze müssen in ausreichender Menge vorhanden sein, damit die Pflanze optimal wächst) so nicht stimmt. Als Beispiel wurde angeführt, dass Kalium bei fehlendem Kalzium und Magnesium gar nicht aufgenommen wird!!!

Ich muss sagen, dass speziell mein Paphs & Phrags wieder bombastisch wachsen und auch wieder überreich blühen.
Auf diese Idee kam ich, weil ich über optimale Düngung recherchiert habe, da meine Schuhe nicht mehr richtig gewachsen sind, blasses Blattwerk hatten und so gut wie nicht mehr blühten. Auch die Cattleen blühen jetzt in nie dagewesener Pracht.
Ach ja, ich bin ein Vielgießer, also täglich, im Sommer sind die meisten Pflanzen im Garten und bekommen dann etweder Regen oder Leitungswasser vom Gartenschlauch. Wenn es sehr heiß ist, dann Brause ich bis zu 3 x täglich.
Mein Substrat ist selbstgemischt: Pinienrinde, Lecca und Holzkohle ca. im Verhältnis 5:3:1
Für Paphs & Phrags verwende ichdiese Mischung in feinerer Körnung und füge noch diese kleinen, weißen Körner (Dämmschüttung), deren Name mir gerade nicht einfällt dazu.
Allen einen grünen Daumen,
leopold



Zuletzt von leopold am Mi Feb 10 2016, 21:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Noch etwas hinzugefügt)

19 Re: Wasser und Dünger am Mi Feb 10 2016, 23:21

Hauzi

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Orchideenfreund
Hallo, leopold!

I don't get it!
Kannst du das genauer erläutern? Toll wäre es wenn du dort nachschaust/-fragst wo du das gelesen/gehört hast.
leopold schrieb: ... Magnesiumsulfat und Calzium (Hüttenkalk) einfach meinem Düngewasser beimischen und fertig! Was ich mich noch so erinnern kann, verbinden sich Mg und Ca in diesem Fall, wird unlöslich und fällt aus.

Ich versteh es nämlich nicht.

gez. Hauzi

https://sites.google.com/site/substratglaskultursgk/

20 Re: Wasser und Dünger am Do Feb 11 2016, 10:56

pit

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Orchideenfreund
das Minimumgesetz besagt, dass sich ein Organismus nur so weit entwickeln kann, wie es die knappste Ressource erlaubt. Es gibt sicher keinen Dünger der alle für die Pflanzen wichtigen Ionen und Spurenelemente beinhaltet. Ich denke um die Dünger wird viel zu viel Kult gemacht!!!

Die beste Düngung wird keinen Erfolg zeigen, wenn andere Faktoren wie z.B. Licht und Temperatur nicht optimal sind.

Ich verwende zum Gießen aufgedüngtes Regenwasser (bis zu 600 µS), gelegentlich gieße ich mit meinem Leitungswasser mit 26° deutscher Härte (500-600µS). An Dünger verwende ich den organischen Neudorff-Dünger im Wechsel mit den Düngern (A+B) von Currlin. Außerdem werden die Pflanzen alle paar Wochen mit Biplantol eingesprüht.

21 Re: Wasser und Dünger am Do Feb 11 2016, 12:08

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
leopold schrieb:
Ich verwende als Dünger Jack´s Classik (30:10:10 und 10:30:20=Blossom Booster)- das ist der verbesserte Peter`s - in halber Konzentration zur Permanentdüngung.

... halbe Konzentration von was? Bedeutet das 0,5 pro Liter?



leopold schrieb:
mit Kaziumchelat aus dem Lagerhaus

...was ist "Calciumchelat aus dem Lagerhaus" und in welcher Konzentration verwendet du das?

22 Re: Wasser und Dünger am Do Feb 11 2016, 12:26

zwockel

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Orchideenfreund
Hoi,
ja die unendliche Geschichte. Shocked


Liebe Grüße

Will

23 Re: Wasser und Dünger am Fr Feb 12 2016, 21:44

leopold

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Orchideenfreund
Hallo ihr Lieben,

Mal eure Reaktionen gelesen...
... hier die Antworten:


Hauzi schrieb:  Ich versteh es nämlich nicht.

Da man in meinem Alter die "unwichtigen" Details schon ausblendet, da es genügt das Essentielle zu wissen ( Razz ) hab ich es beim ersten Beitrag nicht geschrieben. Inzwischen hab ich nachgedacht und es ist mir wieder eingefallen: Es entsteht Gips, simpler Gips und der ist wasserunlöslich!!!!


pit schrieb:   das Minimumgesetz besagt, dass sich ein Organismus nur so weit entwickeln kann, wie es die knappste Ressource
                  erlaubt.

Du musst genau lesen!!! Denn-->

leopold schrieb: Dabei musste ich erfahren, dass nachneuester Forschung das Liebigprinzip (alle Düngersalze müssen in
                       ausreichender Menge vorhanden sein, damit die Pflanze optimal wächst) so nicht stimmt. Als Beispiel wurde
                       angeführt, dass Kalium bei fehlendem Kalzium und Magnesium gar nicht aufgenommen wird!!


Das lieber pit ist eine Uralt - Meinung, die laut neuester Forschung so nicht mehr stimmt.
Hier ein Beispiel: Denn sobald viel Kalium vorhanden ist, aber kein Kalzium und Magnesium in ausreichender Konzentration, dann nehmen Orchideen ( zB. Cattleen) Kalium auf und können es nicht verstoffwechseln, da hierfür die ausreichenden Mengen an Ca und Mg, die es dafür braucht, eben nicht vorhanden sind. Die Pflanzen zeigen dann schwere Schäden, da zu wenig Chlorophyll gebildet wird. Also das Minimumgesetz kannst du definitiv knicken!


UweM.  schrieb:  ... halbe Konzentration von was? Bedeutet das 0,5 pro Liter?


Ja genau. Oder auch 0,5 von einer Gallone (steht so auf der Packung).
Um es jetzt mal richtig zu stellen: Auf der Packung ist eine Dosierung für die 14-tägige Düngung angegeben: Use 1/2 Teaspoon per gallon every other week.
Ich halbiere diesen Wert und mache damit meine Dauerdüngung. Ganz einfach, denn 0,5 - fach ist ja die Hälfte.

UweM.  schrieb:  ...was ist "Calciumchelat aus dem Lagerhaus" und in welcher Konzentration verwendet du das?

Auf der Packung steht: Kristallines, wasserlösliches Düngemittel zur Blattapplikation bei Obst, Gemüse und Ackerbau.
          Darunter steht: Calciumoxid (CaO) 10,5% als 100% Chelat von EDTA.

Ich hab es am Anfang mit 16g/10l dosiert. Inzwischen nehme ich einen Esslöffel auf 5l (soviel fasst meine Giftspritze).
Muss mir mal ansehen, wieviel so ein Löffel voll wiegt Rolling Eyes .

Euch allen einen grünen Daumen,
leo

24 Re: Wasser und Dünger am So Feb 14 2016, 00:13

Befi

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Orchideenfreund
Hallo zusammen,

ich denke ihr werdet mich jetzt zerreißen.

Ich pflege überwiegend botanische Nopsen und Vandeen.
Als Dünger verwende ich bei jedem Gießen AminoXtrem mit 0,9 ml. auf einen Liter Regenwasser.
Im Sommer gibt es dann 4-5 mal 1,0 ml. Liter OrchiVit von Hesi noch dazu.
Bei dieser Kultur wachsen alle Nopsen so wie man es sich wünscht.
Das einzige Manko ist, das die Rispen von Baumarkthybriden nur 15 - 25 Blüten ausbilden.
Aber meine Orchis sollen ja wie zu Hause aussehen.



25 Re: Wasser und Dünger am So Feb 14 2016, 14:34

Pooferatze

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Moderator
Ich finde diese Ausführung noch verwirrender als vorher.

leopold schrieb:
UweM. schrieb: schrieb: ... halbe Konzentration von was? Bedeutet das 0,5 pro Liter?


Ja genau. Oder auch 0,5 von einer Gallone (steht so auf der Packung).
Um es jetzt mal richtig zu stellen: Auf der Packung ist eine Dosierung für die 14-tägige Düngung angegeben: Use 1/2 Teaspoon per gallon every other week.
Ich halbiere diesen Wert und mache damit meine Dauerdüngung. Ganz einfach, denn 0,5 - fach ist ja die Hälfte.


Nur so am Rande, eine amerikanische Gallon sind ca. 3,8 l und eine 1/2 Teaspoon ca. 2,5ml. Umgerechnet auf Liter wären das laut Adam Riese bei einer normal Düngung ca. 0,7 ml/ Liter also weniger als 1/5 Teelöffel pro Liter. Um die Konzentration zu halbieren müsstes du, um die Rechung jetzt mal einfach zu machen, einen knappen halben Teelöffel auf ca. 8l geben.

Bei einem Regenfass on 240 Liter schmeißt du dann also ca. 6 Teelöffel bzw. knapp 30 ml Dünger rein?

Oder habe ich jetzt etwas grundsätzlich missverstanden?


_________________
Viele Grüße

Eva

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