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Phalaenopsis | Realistische Einschätzung - Ist sie noch zu retten?

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

lx3

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Orchideenfreund
Halli Hallo,

wie in meiner Vorstellung ([Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]) schon kurz angerissen, habe ich ein kleines Sorgenkind welchem ich offensichtlich in unserer alten Wohnung ziemlich viel Leid zugeführt habe.

Hab schon einige Beiträge hier gelesen, würde mich aber dennoch - falls jmd. von euch die Zeit findet - riesig über eine "individuelle" Einschätzung / Prognose freuen. sunny

Anfang 2015 bei einem größeren Gartencenter hier in der Nähe (mit einer recht großen Auswahl an Orchideen) erstanden, war es echt mal ein Prachtstück. Zig sehr gesunde Blätter, drei gesunde und große Triebe mit tausenden von Blüten. 1,5 Jahre später sieht das Baby leider ziemlich bemitleidenswert aus.

Nämlich:

Achtung nur für gute Nerven:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Im Nachhinein bin ich mir recht sicher, dass es eine Kombination aus Allem war:


  • Zu wenig Licht
  • Zu viel Wasser
  • Zu wenig Wasser
  • Zu viel Wasser
  • Zu wenig Wasser
  • ...
  • Zu wenig Dünger
  • Zu viel Dünger


Ich habe mich anfänglich an einen 1-wöchigen Tauch-Rythmus gehalten, den ich dann aber über Board warf, als ich merkte, dass nach und nach eine Blüte nach der anderen abfiel und sie dabei wohl ertränkt. :-(

Vor ca. zwei Wochen (also leider vor der Anmeldung hier im Forum) habe ich sie ausgetopft - auf Anraten einer Mitarbeiterin des Gartencenters - und die verfaulten Wurzeln entfernt. Was dabei übrig geblieben ist, könnt ihr oben sehen.

Was mich noch ein bisschen hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass die Blätter noch sehr grün und auch fest sind.
Leider hat sie jedoch keine einzige durchgehend grüne Wurzel mehr. Die Wurzeln die auf dem Foto noch grün aussehen, sind durch "tote" Teilstücke unterbrochen, bis sie im Wurzelherz ankommen.

Ich hatte sie nachdem Entfernen der verfaulten und abgestorbenen Wurzeln wieder eingetopft (bzw. bei den wenigen Wurzeln ist es ja eher nur ein: "mit Granulat bedecken").

Und nun befeure ich euch mal mit meinen Fragen:


  • Hat sie eine Chance?
  • Falls sie eine Chance hat: War es korrekt sie wieder einzutopfen?
  • Falls sie eine Chance hat: Reicht es ihr wenn ich sie alle 2-3 Tage besprühe oder benötigt sie zwingend Wasser durch die Wurzeln?
  • Bessere Mittel und Wege sie wieder aufzupeppeln?


Der neue Standort ist ein Ostfenster mit aktuell ~ 22°C. Und sie steht unmittelbar an der Fensterscheibe (was nun im Herbst ja kein Problem sein sollte, oder? Wink )

Für die ganz tapferen unter euch, habe ich noch ein paar weitere Fotos angehängt.
Wieder als Spoiler.  Crying or Very sad

Weitere Bilder:

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Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Lennart

PS: Die Homalomena im Hintergrund spendet mir bisschen Hoffnung, dass mein grüner Daumen vll. doch noch irgendwo auf mich wartet!

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Wenn man Bilder sehen würde, könnte man evtl. etwas dazu anmerken, aber so> da ist nichts!!!

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Gruß Franz
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Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

lx3

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Orchideenfreund
Auch nicht, wenn du auf die gelben "Balken" klickst?

Hab sie extra in Spoiler-Tags gepackt, weil sonst die Beiträge immer so elend lang wirken - habe ich mir in anderen Foren so angewöhnt.
Falls es für euch aber eher nervig ist, kann ich sie auch einfach entfernen. Rolling Eyes

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Ok, danke, für mich in diesem Forum ungewohnt.

Ich wünsche dir viel Glück bei der weiteren Kultur. Du hast Glück, dass noch 3 Blätter prall sind und eine neue Wurzelbildung unterstützen können. Nur, achte jetzt auf alle Wachstumsparameter im optimalen Bereich.


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Gruß Franz
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lx3

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Orchideenfreund
Franz schrieb:
Ich wünsche dir viel Glück bei der weiteren Kultur [...]

Dankeschön!

Befi

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Orchideenfreund
Hej Lennart,
ob das noch was wird?
Die Pflanze braucht eine Intensivstation (Zimmergewächshaus mit gespannter Luft.)
Mit ein bisschen Glück kann sie sich dann wieder erholen.
Dafür kannst du dann ein bis zwei Jahre einplanen.

Radickson

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Orchideenfreund
Hi Lennart,

zu deinen Fragen:

1. Hat sie eine Chance?
2. Falls sie eine Chance hat: War es korrekt sie wieder einzutopfen?
3. Falls sie eine Chance hat: Reicht es ihr wenn ich sie alle 2-3 Tage besprühe oder benötigt sie zwingend Wasser durch die Wurzeln?
4. Bessere Mittel und Wege sie wieder aufzupeppeln?

1. Mit Sicherheit. Ich habe bereits einige Pflanzen gerettet, die überhaupt keine Wurzel mehr hatten, darunter mehrere Phalaenopsen (hat meine Freundin, die ambulante Hauskrankenpflege betreibt, von ihren Patientinnen zur Rettung gebracht), bei denen Wurzel im vergammelten Substrat komplett verfaulten - eine davon blüht jetzt; ein Paar Cattleyen, denen ich versuchsweise in Substrat Guanokalong beigemischt habe, was pH auf >8 antreibt; und diese Vanda:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

- sieht jetzt so aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

- immerhin kann sie aus eigener Kraft sich am Kork festhalten...

Und bei dem Blattwerk, wie deine Phalaenopsis hat, hätte ich an ihrer Zukunft gar keine Zweifel.

2. Ja. Aber nicht gießen, Substrat nur besprühen.

3. Nicht alle 2-3 Tage, sondern jeden Morgen. Und Sprüwasser soll auch Dünger enthalten, allerdings nur ein Zehntel der Dosis von der Gebrauchsanleitung. Natürlich ersetzt Laubdüngung nicht vollwertige Nähstoffzufuhr über Wurzel, reicht aber fürs Überleben und Bildung neuer Wurzel.

4. Ein Mittel: Bernsteinsäure. Einmal in 0,02%-ge Lösung zu tauchen dürfte reichen, kann man aber alle 10 Tage wiederholen.

Deine Phalaenopsis sieht für mich übrigens so aus, als ob du mit dem Dünger zu spendabel gewesen wärest. Solche Fälle hatte ich auch, wollte die Grenzen ausloten.

lx3

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Orchideenfreund
Guten Morgen Bernd und Martin,

vielen Dank für eure Antworten.

Befi schrieb: [...] Dafür kannst du dann ein bis zwei Jahre einplanen.

Ok! Sind eingeplant. Wink

Radickson schrieb:Hi Lennart,

zu deinen Fragen:

1. Hat sie eine Chance? [...]

1. Mit Sicherheit. Ich habe bereits einige Pflanzen gerettet, die überhaupt keine Wurzel mehr hatten, darunter mehrere Phalaenopsen [...]
Und bei dem Blattwerk, wie deine Phalaenopsis hat, hätte ich an ihrer Zukunft gar keine Zweifel.

Danke für die Zuversicht.  sunny
Wenn mich meine Augen nicht täuschen, bildet sie sogar aktuell ein neues Blatt. (Werde mal ein Bild anhängen, sobald die Lichtverhältnisse bei mir bisschen besser sind!)

Radickson schrieb:
2. Ja. Aber nicht gießen, Substrat nur besprühen.

ja1

Radickson schrieb:
3. Nicht alle 2-3 Tage, sondern jeden Morgen. Und Sprüwasser soll auch Dünger enthalten, allerdings nur ein Zehntel der Dosis von der Gebrauchsanleitung. Natürlich ersetzt Laubdüngung nicht vollwertige Nähstoffzufuhr über Wurzel, reicht aber fürs Überleben und Bildung neuer Wurzel.

ja1 Das bekomme ich hin. Zum Gießen und der Haltung noch zwei ergänzende Fragen:

Leider besitze ich kein von Bernd genanntes Zimmergewächshaus.


  • Hilft es der Pflanze aktuell denn (neben dem Sprühen) wenn sie den ganzen Tag eine recht hohe Luftfeuchtigkeit hat oder wäre das in ihrem Fall aktuell eher kontraproduktiv?
  • Soll das Gießwasser jeden Tag diese Dosis Dünger enthalten?


Radickson schrieb:
Deine Phalaenopsis sieht für mich übrigens so aus, als ob du mit dem Dünger zu spendabel gewesen wärest. Solche Fälle hatte ich auch, wollte die Grenzen ausloten.

Danke für die Info, ich wette du hast Recht. Könntest du mir vll. erklären woran du das erkennen konntest?

LG und tausend Dank für eure Antworten!

Radickson

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Orchideenfreund
Kräftige Blätter bei beschädigten Wurzeln deuten auf Überdüngung hin, insbesondere auf Stickstoff-Überflüß.

Hohe LF wäre evtl. hilfreich, muss aber neben dem täglichen Besprühen nicht sein. Das Wasser soll bei jedem Besprühen kleine Dosis Dünger enthalten.

*Felix*

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Orchideenfreund
Eine erfahrene Orchideengärtnerin hatte mir erzählt, dass sie zur Bewurzelung bei den meisten Problemfällen in der Regel reines Regenwasser nimmt, weil dass am besten für die Wurzelbildung sei. Mit Dünger kann es schnell zu viel sein und der neue Wurzelansatz ist flott perdu. Ich habe damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Radickson

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Orchideenfreund
Ich habe nur die Blattdüngung gemeint, das Substrat soll natürlich nur mit Wasser ohne Dünger bespüht werden. Sorry, dass ich es nicht explizit erwähnt habe.

lx3

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Orchideenfreund
Radickson schrieb:
Kräftige Blätter bei beschädigten Wurzeln deuten auf Überdüngung hin, insbesondere auf Stickstoff-Überflüß. [...]

Danke für die Erklärung! :-)




*Felix* schrieb:Eine erfahrene Orchideengärtnerin hatte mir erzählt, dass sie zur Bewurzelung bei den meisten Problemfällen in der Regel reines Regenwasser nimmt, weil dass am besten für die Wurzelbildung sei. Mit Dünger kann es schnell zu viel sein und der neue Wurzelansatz ist flott perdu. Ich habe damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Radickson schrieb:Ich habe nur die Blattdüngung gemeint, das Substrat soll natürlich nur mit Wasser ohne Dünger bespüht werden. Sorry, dass ich es nicht explizit erwähnt habe.

Ok! Bin aktuell ohnehin sehr vorsichtig was die Düngung angeht, gerade weil ich ja offensichtlich zuvor deutlich zu stark gedüngt habe.




Kurzes inhaltliches Update:

Sie bildet aktuell ein neues Blatt! cheers Weiß nicht so recht ob das ein gutes Zeichen ist, oder sie mehr Kraft kostet als es ihr nützt. scratch

lx3

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Orchideenfreund
Hey!

ich würde den Thread gerne dazu nutzen, in regelmäßigen Abständen, kurze Updates zur Genesung (hoffentlich) meiner fast totgepflegten Phalaenopsis zu geben.

1. November 2016

ca. 4 Wochen nachdem ich auf reines Besprühen umgestiegen bin.

1) Das ist das neue Blatt welches ich im vorherigen Beitrag schon kurz erwähnt hatte:


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2) Eine neue Luftwurzel bildet sich! bounce Das interpretiere ich mal als gutes Zeichen!


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


EDIT


Eine Frage hätte ich dann doch noch: Wie ihr seht sind die Blätter sehr "ledrig" ( - sagt man das so? ).
Kann es sein, dass das besprühen nicht ausreicht um ihr genug Wasser zukommen zu lassen? scratch

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Die Blätter sind dehydriert. Die kommende Wurzel sollte nun beim Sprühen dementsprechend auch gut angesprüht werden. Wurzeln sind die hauptsächlichen Wassertransporteure in der Wasserzufuhr von Orchideen.


_________________
Gruß Franz
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Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

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lx3

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Orchideenfreund
Franz schrieb:Die Blätter sind dehydriert. Die kommende Wurzel sollte nun beim Sprühen dementsprechend auch gut angesprüht werden. Wurzeln sind die hauptsächlichen Wassertransporteure in der Wasserzufuhr von Orchideen.

Dankeschön für die Info. Werde ich tun! ja1

Biene

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Orchideenfreund
Hallo Lennart

also deine Nopsen sieht schon mitgenommen aus. 
Die eine kleine Wurzel nach 4 Wochen für die Pflanze ist wahrscheinlich nicht ausreichend nachdenken  

Bei solchen Kandidaten arbeite ich gern mit der SGK Methode und sorge zusätzlich mittels z.B. Folientüte für eine gespannte Atmosphäre um die Blätter. 
Auch Spagnum um die Pflanzenbasis unterstützt die Wurzelbildung und hilft bei der Anzucht. Wichtig ist aber dass die Pflanze nicht an der Tüte anliegt um keine Schimmel - oder Fäulnisherde zu provozieren.
Die Blattbildung  ist grundsätzlich positiv. Solange das Blatt auch fest ist, ist alles gut. Wenn es wie die älteren Blätter lappig und faltig wird, wird es eng.

Sie ist aber definitiv zu retten!   
Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

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