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Welchen Dünger benutzt Ihr?

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NorbertK

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Orchideenfreund
Was haltet Ihr eigentlich von 2 Komponentendünger von Cu...n.

Die Dosierung mag vielleicht etwas ungewöhnlich sein aber woanders habe ich dazu nur positives gelesen. Hat den schon von euch jemand ausprobiert?

Gast


Gast
eeZee schrieb:Ich muss sagen Deine Definition ist sehr technisch, hätte es zunächst nicht gereicht zu sagen, dass mit dem pH-Wert der Härte-Grad des Wassers angegeben wird?
Der pH Wert und die Wasserhärte sind nicht das gleiche. Die Härte wird im Wesentlichen durch Calcium und Magnesium Ionen verursacht. Der pH Wert misst ein anderes chemisches Element: den Wasserstoff.

Da die Calcium- und Magnesiumsalze meist aus Basenbildenden Ionen zusammengesetzt werden, titriert man die "Carbonathärte" mit Säure, die "Gesamthärte" mit Pufferlösungen aus. Daher kann der Eindruck entstehen, dass es sich bei "Härte" und "pH" um den gleichen Begriff handeln würde.

Jill

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Orchideenfreund
Ich benutze seit Frühjahr Kristalon Grün Calcium / 14+14+14(+2) + Calcium auf Basis von Regenwasser bei Semihydrokultur. Die ungefähre (kleine) Dosis mit dem Messlöffel auf 1 Liter Wasser kenne ich inzwischen, umrühren, nachmessen, fertig. Ich bin sehr zufrieden mit dem Dünger.

NorbertK

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Orchideenfreund
[quote="Jill"]Ich benutze seit Frühjahr Kristalon Grün Calcium / 14+14+14(+2) + Calcium
[/quote]

Den habe ich mir dieses Jahr auch zugelegt. Dadurch das ich noch zusätzlich Liq(uid)Humus verwende halte ich die Düngerkonzentration in der Wachstumszeit wesentlich niedriger als es normal üblich wäre.
Gelegentlich erhalten sie dann noch eine Aminosäurendüngung über die Blätter.
Ich bin aber auch der Auffassung, dass Düngung auf Salzbasis nicht gerade das Beste für die Wurzeln ist. Gruß Norbert

Gast


Gast
Meinst du damit Huminsäure, Norbert? (z.B. Humiron FE Liquid und Aminobest?)

Jill

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Orchideenfreund
NorbertK schrieb:Ich bin aber auch der Auffassung, dass Düngung auf Salzbasis nicht gerade das Beste für die Wurzeln ist.  Gruß Norbert

Kannst Du sozusagen nicht in einen Topf werfen. Die Wurzeln meiner Orchis, und gerade die, sind in Semihydro fast doppelt so dick wie davor. Und topgesund. Organischer Dünger kommt mir nicht in ein fast anorganisches und mehr oder weniger steriles Substrat.
Bei organischem Substrat schaut das ja ganz anders aus. Wechselwirkungen mit dem Substrat, dessen Verfallsprodukten usw.

Gruß, Jill

Leni

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Orchideenfreund
Rolf schrieb:Hallo Orchideenfreunde!

In der Natur bekommen die Orchideen auch keine Chemie "zu essen"! Laughing 

Freundliche Grüße
Rolf

Hallo Rolf
Das ist einfach ein weit verbreiteter Irrtum! Pflanzen nehmen die Nährstoffe in gelöster ( und damit in Salzform= Chemie ) Form auf.
In der Natur werden diese Nährstoffe im Verrottungsprozess freigesetzt. Neben vielen anderen Stoffen eben auch reine Chemie! Die Chemie ist nicht zu vertäufeln und ich mag seit je her nicht diese radikalisierenden Einstellungen im Gartenbau, entweder Organisch oder Chemie. Beides hat seine Berechtigung und in Kombination mit dem richtigen Wissen perfekt.
Ich habe über Jahre schon viel zu viel zu diesem Thema geschrieben, sodass ich mich inzwischen dazu größtenteils enthalte.
Nur soviel, der Düngung wird zuviel beigemessen. In der Regel sind andere Faktoren eher vernachlässigt, die mehr Wirkung erzielen.

LG

Leni

NorbertK

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Orchideenfreund
Das Zeuch nennt sich "LiqHumus 18" von Humintech und das andere "Phytogreen Orchideen Dünger" von Phytosolution. Es gibt sicher auch noch andere Produkte.

Pooferatze

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Orchideenfreund
Leni ja1 

Alles künstlich Hergestellte lapidar als "Chemie" zu verteufeln im Gegensatz zum "Natürlichen" oder "Biologischen" ist nicht ganz korrekt. In der Natur finden laufend chemische Prozesse statt.

Ich denke mal, dass in den meisten Fällen mit "Chemie" nicht auf pflanzlicher Basis hergestellt Dünger gemeint sind. Darüber läßt sich dann natürlich sehr wohl streiten. Ich esse auch lieber einen frisch gepflückten Apfel, als eine Vitamin Tablette. Trotzdem bekommen meine Orchideen bis jetzt keinen pflanzlichen Dünger, ich kann ihnen leider keine im Regen mitgeschwemmte Stoffe aus den Verottungsprozessen (Biochemie) der Umgebung bieten - könnte in einer Mietwohnung auch durchaus zu Konflikten mit dem Vermieter und den Nachbarn führen. Very Happy


_________________
Viele Grüße

Eva

NorbertK

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Orchideenfreund
Pooferatze schrieb:könnte in einer Mietwohnung auch durchaus zu Konflikten mit dem Vermieter und den Nachbarn führen. :D

Bei selbst angesetzen Suten mag es vielleicht sein aber dann würde es ja eh so stark verdünnt werden das es kaum noch zum tragen kommt. Vom nächsten Grillabend kannst Dir ja etwas Holzkohlenasche einsammeln und immer eine kleine Prise mit ins Gießwasser tun, quasi als mineralische Beigabe. :face:



Zuletzt von NorbertK am 28.10.14 12:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Knöchelkopp

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Orchideenfreund
Moin,

vor einiger Zeit habe ich über Stielfäule bei einer Tomate auf dem Balkon gestaunt und nachgelesen, dass Mangel an Kalzium dieses Problem verursacht. Dann hat Eva mich auf Akernes Rain Mix angesprochen. Die Aussagen der Gärtnerei zu diesem Dünger kamen mir zu schön vor um wahr zu sein. Wenn man eine solche Dosis über ein unschuldiges Pleurothallis grobyi oder Porroglossum amethystinum schüttet muss doch wenigstens das Moos kaputtgehen und später auch die Pflanze.

Geht es aber nicht. Offenbar stimmt die Erklärung von Akerne, dass der verwendete Stickstoff sich nicht anlagert. Neue Blätter fühlen sich teils deutlich steifer an als bisher und trotz der im Herbst kühleren Temperaturen habe ich auch einen Rückgang der Neigung zu Blattflecken beobachtet.

Einschränkend muss ich dazu aber anmerken, dass ich sehr weiches Gießwasser verwende. Davon geht Akerne bei den Angaben zur Dosierung auch aus.

Beste Grüße,
Stefan

Pooferatze

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Orchideenfreund
NorbertK schrieb:
Pooferatze schrieb:könnte in einer Mietwohnung auch durchaus zu Konflikten mit dem Vermieter und den Nachbarn führen. Very Happy

Bei selbst angesetzen Suten mag es vielleicht sein aber dann würde es ja eh so stark verdünnt werden das es kaum noch zum tragen kommt. Vom nächsten Grillabend kannst Dir ja etwas Holzkohlenasche einsammeln und immer eine kleine Prise mit ins Gießwasser tun, quasi als mineralische Beigabe. What a Face

 ... und wenn die Grillkohle etwa CHEMISCH behandelt wurde? Dann ist es Asche mit Bio. Laughing


_________________
Viele Grüße

Eva

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo zusammen,

bevor hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, hier einmal ein paar grundsätzliche Anmerkungen zur Frage: welchen Dünger benutzt ihr...

Entscheiden ist, welches Ausgangswasser zur Verfügung steht:

habe ich Regenwasser, Osmosewasser oder vollentsaltzes Wasser sollte ich einen Dünger verwenden, der auch Calcium enthält (z.B. Akerne Mix)

habe ich "nur" Leitungswasser, kann ich nahezu jeden Dünger ohne Calcium verwenden - im Leitungswasser ist fast immer ausreichend Calcium und Magnesium enthalten.

Wichtig ist aber auch, in welchem Substrat stehen meine Orchideen. Kultiviere ich in Hydro - oder SemiHydrokultur (Blähton) sollte man auf keinen Fall einen Dünger verwenden in dem organische Bestandteile (Algen oder Pflanzenextrakte) enthalten sind. Nach kurzer Zeiten fangen die organischen Komponenten im "Wasservorrat" an zu faulen.

Werden Orchideen in Rindensubstraten kutiviert ist zu beachten, dass der Stickstoffanteil höher dosiert werden muss, da nach kurzer Zeit stickstoffzehrende Bakterien die Rinde zu Kompost umsetzen werden und dabei sehr viel Stickstoff verbrauchen, der den Orchideen dann fehlt.

Es ist bekannt, dass Orchideen positiv auf organische Komponenten reagieren - weniger als Dünger sondern auf bestimmte Wuchstoffe in diesen Lösungen. Problem ist aber fast immer die Dosierung. Hier sollte man immer darauf achten, wie die Orchideenwurzeln auf die verschiedenen Dünger reagieren.

Warum man allerdings seine Orchideen mit Holzkohleasche düngen soll erschließt sich mir nicht.
Asche ist eine organische Komponente, die erst im Boden durch Bakterien und Mikroorganismen in Mineralstoffe umgewandelt werden muss, bevor sie ggfs. als Dünger von Orchideen aufgenommen werden kann.
Diese Aufgabe können die bekannten mineralischen (Salz)Dünger doch viel besser übernehmen...

Gruß
Uwe

NorbertK

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Orchideenfreund
Pooferatze schrieb:
 ... und wenn die Grillkohle etwa CHEMISCH behandelt wurde? Dann ist es Asche mit Bio. :lol:

Überlege mal! Grillkohle chemisch behandelt, würde Dir auch dein gegrilltes Fleisch versauen.
Natürlich nicht die gepresste Grillbriketts nehmen.

UweM. schrieb:
Warum man allerdings seine Orchideen mit Holzkohleasche düngen soll erschließt sich mir nicht.
Asche ist eine organische Komponente, die erst im Boden durch Bakterien und Mikroorganismen in Mineralstoffe umgewandelt werden muss, bevor sie ggfs. als Dünger von Orchideen aufgenommen werden kann.
Diese Aufgabe können die bekannten mineralischen (Salz)Dünger doch viel besser übernehmen...

Diese Idee kam mir, weil doch so natürlich wie möglich mit Nährstoffen versorgt werden soll. Im Regenwasser sind sicher auch Aschepartikel aus der Luft enthalten. Wie sich die Pflanze es dann erschließt ist doch unerheblich.  Gruß Norbert

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
NorbertK schrieb:

Diese Idee kam mir, weil doch so natürlich wie möglich mit Nährstoffen versorgt werden soll. Im Regenwasser sind sicher auch Aschepartikel aus der Luft enthalten. Wie sich die Pflanze es dann erschließt ist doch unerheblich.  Gruß Norbert

Nette Idee - aber an der Orchideenrealität vorbei...

Im Internet ist zum Thema Holzkohleasche immer wieder zu finden, dass diese eine hohe Konzentration von Schwermetallen enthält, die toxisch auf jedes Pflanzenwachstum wirkt. Daher soll diese Asche nicht einmal auf dem Kompost "entsorgt" werden.
Beim Verbrennen von Holz entsteht organischer Kohlenstoff in beträchtlichen Mengen, dessen Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum noch nicht erforscht worden sind. Zudem soll Holzasche einen pH-Wert von 10 -13 haben - bei diesen Werten dürften sämtliche Wurzeln absterben. In diesem pH-Wertbereich werden von der Pflanze auch keine Spurenelemente mehr aufgenommen.
Die recht hohen Werte von Kalium und Calcium in der Asche blockieren zudem die Aufnahme von verschiedenen lebensnotwendigen Mineralstoffe für Pflanzen...

NorbertK schrieb:
Wie sich die Pflanze es dann erschließt ist doch unerheblich.

Wie schon erwähnt, müssen organische Komponenten durch Bakterien und Mikroorganismen erst in verfügbare mineralische Nahrung umgewandelt werden. Fehlen diese kostenlosen Helfer im Blumentopf, wird die Pflanze verhungern.

Gruß
Uwe

NorbertK

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Orchideenfreund
Hallo Uwe,

zu deinen Ausführungen muß ich Widerpruch einlegen. Wenn Du schon das Internet als Quelle angibst wäre ein Nachweis sicher nicht schlecht gewesen.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) hat zu diesem Thema eigene Untersuchungen angestellt, die zu einem anderen Ergebnis kam.

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Außerdem sprach ich nur von einer "kleinen Prise" quasi der Natur nachempfunden, so dass der ph-Wert wohl kaum davon großartig berührt wird. Und woher weißt Du ob und welche kleinen Helfer wir so im Topf haben oder nicht? Gruß Norbert

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Norbert,

hast Du die Bemerkung von Uwe überlesen, dass Holzasche erst im Boden von Bakterien umgesetzt werden?


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

NorbertK

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Orchideenfreund
Hallo Franz,
Und was stellt das Substrat dar in welcher wir unsere Orchideen setzen?

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Wenn in Deinem Substrat pro cm³ so viele Bakterien sind wie im Erdreich, dann hast kein Glück mit Orchideen.


_________________
Gruß Franz
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Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

Leni

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Orchideenfreund
Franz schrieb:Hallo Norbert,

hast Du die Bemerkung von Uwe überlesen, dass Holzasche erst im Boden von Bakterien umgesetzt werden?
Hallo Franz
Lies dir mal bitte den Link von Norbert durch.
Dort ist nachzulesen, dass in Asche nachweislich sofort wirksame Nährstoffe sich befinden. Zudem bei reiner Holzasche die Schwermetallbelastung quasi nicht vorhanden ist ( war irgendwie zu erwarten, denn sonst müsste der Baum ja auf ner Schwermetallhalde gestanden haben).
Desweiteren sind andere Nährstoffe längerfristig gebunden, die dann sehr wohl aufgespalten werden müssen über Mikroorganismen.
Dass unsere Orchideentöpfe nicht frei von den Mikroorganismen sind, erkennen wir gut daran, dass die Rinde ja im Laufe der Jahre zersetzt wird.
Mit Sicherheit sind da weniger oder gar andere drin, als im Humusboden, aber keine, das stimmt auch nicht.
Nochwas, es sind nicht die Bakterien alleine, die bei der Umsetzung beteiligt sind Wink

LG

Leni

NorbertK

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Orchideenfreund
Also ich versuche nun schon verkrampft nach Belegen für die Bakterien im Boden zu suchen, die die in Holzasche enthaltenen Mineralien bioverfügbar machen sollten.

Aber so recht glauben kann ich das nicht. Wenn durch Brandrodung Ackerfläche gewonnen wird müßten die besagten Bakterien akkort leisten.

Hier aber noch eine andere Studie bezüglich Holzasche, die zum gleichen Ergebnis kommt.

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Und noch was anderes interessantes hier:

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Gruß Norbert

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo zusammen,

bei solch einer fachlichen Kompetenz resigniere ich Mad - ich habe auf mögliche Risiken von einem Einsatz von Asche in der Orchideenkultur hingewiesen...

Jeder mag sich daraus ein eigenes Urteil bilden.


In dem von Norbert zitierten Link geht es um Untersuchungen der Düngewirkung von Asche auf saurem Waldboden mit hohem Humusgehalt - was hat das mit den Verhältnissen im Orchideentopf oder aufgebundenen Orchideen zu tun?

Im übrigen werden die von mir genannten möglichen Nachteile von Asche auch in diesem Link thematisiert - nur mit anderer Wertung für die Auswirkungen auf den Waldboden.

Es ist bekannt, dass das Bodenleben im Humus ( von mir bisher als Bakterien und Mikroorganismen genannt) in der Lage ist, auch toxische Stoff zu kompensieren. Mit "Humus" ist aber was anderes gemeint, als dass was wir im Orchideentopf überlicherweise vorfinden...

Gruß
Uwe

NorbertK

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Orchideenfreund
Uwe, nichts gegen Deine fachliche Kompetenz aber nur Hinweise alleine reichen eben nicht.

In den von mir verlinkten Berichten wird auch explezit darauf hingewiesen worauf zu achten ist. Und wie bei allen anderen Düngerzugaben ist letztlich die Menge entscheident. Nur alleine mit Holzasche düngen würde ich natürlich auch nicht. In den Aminosäurendünger den ich habe ist micronisiertes Gesteinsmehl beigemischt, das wäre dann genauso unsinnig.  

UweM. schrieb:In dem von Norbert zitierten Link geht es um Untersuchungen der Düngewirkung von Asche auf saurem Waldboden mit hohem Humusgehalt - was hat das mit den Verhältnissen im Orchideentopf oder aufgebundenen Orchideen zu tun?

Es geht in den von mir verlinkten Beiträgen nicht nur um saure Waldböden sondern um den Grundgedanken den Stoffkreislauf zu erhalten und zu untersuchen wie sich die Ausbringung von Holzasche auf den Walddoden im allgemeinen auswirkt.

Gruß Norbert

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Auch über die düngende Wirkung von Gesteinsmehlen sind jahrzentelang erbitterte Streitigkeiten zwischen den ökologisch und chemisch ausgerichteten Lantwirten oder deren Lobby geführt worden.

Vereinzelt ist es Landwirten verboten worden, Gesteinsmehle für die Lebensmittelproduktion auszubringen, da sie bestimmte Grenzwerte für Schwermetalle wie Chrom etc. überschritten haben, die nunmal für die Lebensmittelproduktion verboten sind.

Beide Seiten haben wissenschaftliche abgesicherte Analysen für ihre Theorien erbracht.

Heute weiß man, dass das Gesteinsmehl keine oder nur geringe direkte Düngewirkung erzielt.

Auch das Gesteinsmehl muss als Mineral erst durch das Bodenleben (=Humus) umgesetzt werden. Im ökologisch bewirtschafteten Ackerböden geht das natürlich viel schneller als in Böden, wo der Humusgehalt weit unter 10 % liegt. Der Anteil der Nährelemente  N P K ist zudem in den meisten Gesteinsmehlen eher gering.

Heute weiß man auch, dass sehr feines Gesteinsmehl durch eine bestimmte "Klusterstruktur" in der Lage ist, die Makronährstoffe N P K "festzuhalten" und erst nach und nach an den Ackerboden zurückzugeben.

Damit haben irgendwie alle ein bischen Recht...


Ob alle diese Mittel nun unsere Orchideen in ihren oftmals sterilen Pflanzstoffen wirksam in ihrem Wachstum unterstützen, muss jeder für sich ausprobieren.

Als Orchideen noch in Farnwurzeln, Moos und Buchenlaub kultivierten wurden, sah das bestimmt noch anders aus.

Gruß
Uwe

NorbertK

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Orchideenfreund
UweM. schrieb:
Ob alle diese Mittel nun unsere Orchideen in ihren oftmals sterilen Pflanzstoffen wirksam in ihrem Wachstum unterstützen, muss jeder für sich ausprobieren.

Als Orchideen noch in Farnwurzeln, Moos und Buchenlaub kultivierten wurden, sah das bestimmt noch anders aus.
Gruß
Uwe

Hallo Uwe,
so wird es dann sein, denn in Hinblick auf Orchideenkultur liegen hierzu sicher noch keine Forschungsergebnisse vor.
Da die Partikelgröße von Holzasche um einiges kleiner ist als bei mikronisiertem Gesteinsmehl kann ich mir gut vorstellen, das eine mikrobielle Umsetzung nicht zwingend notwendig ist.
Ansonsten fällt mir zu diesem Thema "effktive Mikroorganismen" ein. Wenn also das Substrat für unsere Orchideen zu steril geworden ist dann könnte man dem doch die Nützlinge auf irgendeine weise wieder hinzufügen oder wie siehst Du das Uwe? Gruß Norbert

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