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Frage zu Ruhezeiten

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1Frage zu Ruhezeiten Empty Frage zu Ruhezeiten 14.06.20 16:10

Gast

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Gast
Ich hoffe diese Frage ist hier richtig angsiedelt.

Eine Frage beschäftigt mich, seit ich begonnen habe intensiv Orchideen zu kultivieren. Mir geht es hier um die Bestimmung der optimalen Ruhezeit, welche wohl die meisten Gattungen zur Entwicklung einer Blüte benötigen. Sollte es dazu hier im Forum bereits eine Diskussion gegeben habe, macht mich bitte auf die betreffenden threads aufmerksam. Andernfalls bitte ich um fundierte Ratschläge.

OK, Ruhezeiten hängen von der Heimat der Orchideen ab und im Prinzip könnte ich googeln, wie das Klima im betreffenden Herkunftsgebiet verläuft. Ich denke aber es könnte einfacher sein. In den meisten Fällen wird man wohl die Ruhezeit in die Wintermonate legen. Kann man das verallgemeinern?

Allerdings glaube ich beobachtet zu haben, daß es zwei Zyklen der Orchideen gibt:

1. Feuchtzeit mit Wachstum, Blütenbildung, Blüte,Trockenzeit mach der Blüte mit
Samenreife, also Trockenzeit nach der Blüte

2. Trockenzeit, Ende der Trockemzeit mit Blütenbildung, Feuchtzeit mit Blüte und
Wachstum nach der Blüte, also Trockenzeit vor der Blüte

Lassen sich verschiedene Gattungen diesen Zyklen zuordnen oder ist das nicht möglich und man muß googlen (siehe oben)?

Eine Diskussion bzw. Aufklärung zu diesem Thema würde mich interessieren.

Gruß
Uwe

2Frage zu Ruhezeiten Empty Re: Frage zu Ruhezeiten 15.06.20 0:44

Gast

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Gast
Viele Orchideenwächster wässern im Winter weniger oder überhaupt nicht um Blühen im nächsten Jahr zu erzeugen.
Ich hab noch zu wenig Erfahrung um zu wissen was Blüten gut verursacht vielleicht kann mich noch jemand überzeugen aber zu wenig wässern werd ich nicht probieren. Da hab ich genug gute Blüten auf gut gepflegten Pflanzen gesehen die nicht vertrocknet wurden.

Im Winter weniger wässern macht trotzdem sinn weil die Pflanzen mit niedrigeren Temperaturen drastisch weniger trinken und mit der gleichen Wässerungsmenge leicht Wuzelfäulnis kriegen können aber das soll der Pflanze angepasst sein, nicht andersrum weil Winter da ist nicht mehr wässern.

Hier ist ein interessanter Artikel in English über die Kühlzeit von verschiedenen Dendrobium Nobiles - da scheint 4 Wochen Kühlzeit die besten Resultate zu erzeugen.

https://journals.ashs.org/hortsci/view/journals/hortsci/46/3/article-p406.xml

Also da kann man schon verschiedene Resultate erzeugen aber das Blühen selber kommt hauptsächlich auf dem Zustand und grösse der Pflanze. Eine kleine Pflanze mit zu wenig Wurzeln kann nicht gut blühen.

3Frage zu Ruhezeiten Empty Re: Frage zu Ruhezeiten 15.06.20 13:31

Leo H.

Leo H.
Orchideenfreund
Hallo Uwe,

Sehr interessant! Es gibt wohl mehrere Gattungen, bei denen alle Arten in ein Muster passen, aber alleine bei der Gattung Cattleya gibt es soweit ich verstanden habe mehrere Wachstumsmuster:

1. Beginn Regenzeit, Wachstum, Blüte, Wurzeln, Ende Regenzeit (Blüte während Regenzeit)

2. Beginn Regenzeit, Wachstum, Wurzeln, Blüte, Ende Regenzeit (Blüte nach Regenzeit bzw. vor Trockenzeit)

3. Beginn Regenzeit, Blüte, Wachstum, Wurzeln, Ende Regenzeit (Blüte nach Trockenzeit)

4Frage zu Ruhezeiten Empty Re: Frage zu Ruhezeiten 15.06.20 17:32

Gast

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Gast
Hallo Leo,

genau so etwas habe ich befürchtet. Also muß man zu jeder Art recherchieren. Vermutlich gibt es deshalb in den meisten offiziellen Kulturanleitungen keine oder nur sehr schwammige bzw. allgemeine Angaben zu den Wachstums- und Blütezyklen.

Ich denke hier in Mitteleuropa wird die Trockenzeit zum Jahresende erfolgen müssen. Mich hätte nur interessiert, ob die Pflanze "anzeigt", wenn sie eine Pause braucht. Ich halte es für keine gute Idee, die Trockenzeit zu erzwingen.

Mal dazu noch eine Begebenheit aus einer Zeit, als Orchideen noch nicht in meinem Interesse lagen. Ich sollte eine geschenkte verblühte Miltonia entsorgen. Es hat mir aber leid getan, eine Pflanze im Winter in die Biotonne zu werfen. Ich habe sie also in einen unbeheizten, aber frostfreien Nebenraum an ein Ostfenster gestellt und in größeren Abständen mal mit ein paar Tropfen Wasser versorgt. Plötzlich warten da zwei lange Blütentriebe. Das war eigentlich für mich das A-ha Erlebnis, welches zu meinem Interesse an Orchideen führte.

Bei Miltonia-Hybriden mag das vieleicht angehen, aber inzwischen habe ich etwas anspruchvollere Arten und Gattungen.

Gruß
Uwe

5Frage zu Ruhezeiten Empty Re: Frage zu Ruhezeiten 16.06.20 8:09

UweM.

UweM.
Fachmoderator Paphiopedilum
... es ist schwierig und wenig zielführend einen generellen Pflegeplan für die 20.000 Orchideenarten und 100.000 Hybriden aufzustellen.

Kennt man den Namen seiner Orchidee oder deren Eltern bleibt einem nicht anderes übrig, als in der Literatur oder im Netz die Kulturbedingungen zu ermitteln.

Ein großer Teil der Orchideen hat (wird) sich an unsere Jahreszeiten ausrichten:

Im Frühjahr beginnt das Wachstum vom Trieb und den Wurzeln - im Herbst dürfte der Trieb bzw. die Bulbe ausgereift sein. Jetzt sind diese Pflanzen trockener und kühler zu stellen. Früher oder später erfolgt dann die Blüteninduktion.

Leider halten sich nicht alle Orchideen daran: Laelia (Cattleya) purpurata treibt ihre Blüten üblicherweise im Mai/ Juni. Das Triebwachstum fängt erst im Sommer an - Triebabschluss im Winter. Hier müssen die Kulturbedingungen wie Licht, Wasser und Dünger bis dahin gegeben werden.

Bei den Paphios und Phals. gibt es auch Sommerblüher - die dann ihre Hauptwachstumszeit über das Winterhalbjahr ausweiten.

Die Kulturbedingungen sind daher immer an den einzelnen Pflanzen auszurichten und nicht an Theorien. Shocked

6Frage zu Ruhezeiten Empty Re: Frage zu Ruhezeiten 16.06.20 9:46

Christian N

Christian N
Moderator
uweldwgw schrieb:

Bei Miltonia-Hybriden mag das vieleicht angehen, aber inzwischen habe ich etwas anspruchvollere Arten und Gattungen.

Gruß
Uwe

Die Bezeichnung Miltonia-Hybriden kann pauschal zu Irrtümern führen.
Zu Miltonia gehören nur u.a. spectabilis, moreliana, regnelli und flavescens.

Diese Arten und ihre Hybriden würde ich als pflegeleicht einstufen.

Die großblumigen Hybriden, die als Miltonia bezeichnet werden, sind Kreuzungen der Arten von Miltoniopsis, wie z.B. phalaenopsis, roezlii, vexillaria und warscewiczii.

Wie ihre Eltern sind Miltoniopsis-Hybriden nichts für Anfänger.
Meine Eselsbrücke für die Kultur lautet:
Miltoniopsis = wie Phalaenopsis = warm, luftfeucht, halbschattig und keine Ruhezeit sowie stehende Luft und Wasser in den Neutrieben vermeiden.


Ansonsten läßt sich zu Ruhezeiten bei unseren Orchideen folgendes sagen:
Grundsätzlich sind die Angaben aus Literatur und Internet nur als Orientierungshilfe ( ob, wann und wie lange Ruhezeit) zu verwenden.

Entscheidend ist es, in welcher Entwicklungsstufe sich der Neu-(Jahres-) Trieb befindet.
Stimmt er mit dem heimatlichen Zyklus überein, ist alles in Ordnung.
Ist er aus dem Rhytmus, müssen wir ihn vorsichtig beinflussen, um ihn in folgendes Schema bringen:
Frühjahr = Austrieb, Sommer = Wachstum, Herbst = Reife, Winter = Ruhe.

Warum diese Schema, wo die Heimatbedingungen so unterschiedlich sein können?
Im Gegensatz zu den Tropen und Subtropen können wie nicht das ganze Jahr ausreichend Licht und Taglänge zur Verfügungen stellen.
Feuchtigkeit und Wärme erzeugen wir künstlich, beachten aber oft nicht die richtige Relation zum Licht, wie sie das Wachstum und die Blüteninduktion erfordern.

Das bedeutet, wenn wir nicht genug Licht bieten können, müssen wir eine Ruhe durch niedrigere Temperaturen herbei führen, weil die Orchideen sonst ohne Assimilation ihre Reserven verbrauchen.

Als Folge davon müssen wir die Wasserzufuhr im Wurzelbereich reduzieren und wenn möglich, lieber Luftfeuchte bieten, weil sonst Fäulnis entsteht.

Natürlich gibt es Ausnahmen,vor allem wenn Orchideen aus der südlichen Hemisphere stammen, Laelia purpurata wurde schon erwähnt, außerdem die Arten ohne Ruhezeit.

Für diese beiden gilt, daß wir sie nur erfolgreich kultivieren können, wenn wir ihnen im Winter ausreichend Kunstlicht zur Verfügung stellen können.

Abschließend noch eine Bemerkung.
Man sollte nie den Fehler begehen, vom Wachstumsverhalten einer einzelnen Pflanze Verallgemeinerungen für diese Art oder Hybride abzuleiten.
Ich erlebe es immer wieder, daß selbst Teilstücke einer eines Klones, über längere Zeit neben einander kultiviert, sehr unterschiedliche Wachstumsphasen zeigen können.


Gruß
Christian


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