Orchideenfreunde.net
Lieber Orchideenfreund!
Schön dass Du auf unser Forum gestoßen bist!
Wir würden uns freuen, Dich als neues Mitglied in unserem Forum begrüßen zu dürfen!
Unser Forum pflegt einen sehr guten Umgangston untereinander und wir sind eine Gemeinschaft von begeisterten Orchideenfreunden.
Hier sind alle richtig, sowohl Neueinsteiger, Fortgeschrittene und Profis im Fachbereich der Orchideen.
Nur als registriertes Mitglied hast Du Zugriff auf alle Bereiche und kannst die Bilder sehen!Mit deiner Registrierung/Anmeldung bestätigst Du, die Forenregeln gelesen zu haben und diese voll und ganz zu akzeptieren, der Benutzer überträgt dem Foreninhaber ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes und kostenloses Nutzungsrecht für die von Ihnen erstellten Beiträge im Rahmen des Forums. Das Nutzungsrecht bleibt auch bei einem Ausscheiden aus dem Forum bestehen.

Melde Dich also jetzt an bei uns im Forum, wir freuen uns auf Dich!
Orchideenfreunde.net
Lieber Orchideenfreund!
Schön dass Du auf unser Forum gestoßen bist!
Wir würden uns freuen, Dich als neues Mitglied in unserem Forum begrüßen zu dürfen!
Unser Forum pflegt einen sehr guten Umgangston untereinander und wir sind eine Gemeinschaft von begeisterten Orchideenfreunden.
Hier sind alle richtig, sowohl Neueinsteiger, Fortgeschrittene und Profis im Fachbereich der Orchideen.
Nur als registriertes Mitglied hast Du Zugriff auf alle Bereiche und kannst die Bilder sehen!Mit deiner Registrierung/Anmeldung bestätigst Du, die Forenregeln gelesen zu haben und diese voll und ganz zu akzeptieren, der Benutzer überträgt dem Foreninhaber ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes und kostenloses Nutzungsrecht für die von Ihnen erstellten Beiträge im Rahmen des Forums. Das Nutzungsrecht bleibt auch bei einem Ausscheiden aus dem Forum bestehen.

Melde Dich also jetzt an bei uns im Forum, wir freuen uns auf Dich!
Orchideenfreunde.net

Das Orchideenforum für Neueinsteiger und Profis im Fachbereich Orchideen

Sie sind nicht verbunden. Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich

Paphiopedilum allgemein

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1Paphiopedilum allgemein Empty Paphiopedilum allgemein 21.07.12 17:35

Franz

Franz
Fachmoderator Cattleya & Laelia
Paphiopedilum allgemein

In letzter Zeit wurden die Paphiopedilen bei den Hobbyzüchtern immer beliebter. Die Neuentdeckung der Parvisepalum-Gruppe (z. B. Paph. armeniacum) brachte neue Aspekte in die Züchtung von Primärhybriden. Auch sind immer mehr Jungpfanzen von mehrblütigen Paphiopedilen der Sektion Mastigopetalum (z.B. Paph. rothschildianum) von unseren deutschen Orchideenhändlern zu erwerben. Die Naturstandorte der Paphiopedilen werden immer mehr zerstört und auch das Washingtoner Artenschutzabkommen kann dies nicht verhindern. Bedauerlicher Weise müssen Orchideen von abgeholzten Bäumen und durch gerodete Gebiete dort verbleiben und dürfen nicht ausgeführt werden, obwohl ihre Lebenszeit damit dem Ende zuläuft. Deshalb ist der Erhalt und die Vermehrung durch Samen eine der wichtigsten Aufgaben für Orchideenliebhaber dieser Gattung.

Um Paphiopedilum erfolgreich pflegen zu können ist es erforderlich, die Bedingungen am Naturstandort zu kennen. Ihr Vorkommen erstreckt sich fast über den gesamten asiatischen Raum mit doch sehr unterschiedlichen Klimabedingungen. Da es in der Gruppe unmöglich ist jede Paphiopedilum –Art unterschiedlich zu pflegen, muss man sich bei der Pflege darauf beschränken, Arten zu pflegen, deren Ansprüche fast gleich sind, oder im Gewächshaus durch verschiedene klimatische Abteilungen das Optimum für die entsprechenden Arten zu erreichen. Im nachfolgenden werden diese Faktoren aufgeführt.

Licht:

Die meisten Paphiopedilen benötigen weniger Licht als andere Orchideen. Als Optimum im Sommer werden in viele Abhandlungen Werte von 12.000lx/Tag angeführt. Die Arten der Sektion Mastigopetalum benötigen etwas mehr Licht um optimale Entwicklung zu zeigen, die Sektion Barbata etwas weniger Licht. Zu viel Licht schadet den Pflanzen, und lässt die Blätter ausbleichen. Zu wenig Licht hingegen stört die Photosynthese der Pflanze und lässt sie dahin kümmern. Im Winter benötigen fast alle Paphiopedilen eine helle, trockenere Kultur, eine Sonnenschattierung, die im Sommer in Südlage angebracht ist, sollte entfernt werden. Dunkle Kulturräume müssen eventuell Zusatzbeleuchtung erhalten.

Temperatur:

Die optimalen Temperaturen liegen je nach Art zwischen 15° bis 30°C. Höhere und kältere Temperaturen werden zwar sporadisch toleriert, können aber bei anhaltender Abweichung die Pflanze sehr schwächen. Am Naturstandort spielen die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen nicht die große Rolle, aber unser Klima ist extremer. Die meisten Paphiopedilen blühen an den Naturstandorten nach abnehmenden Regenfällen und zunehmender Lichtintensität. Eine starke Temperaturabsenkung in der Nacht ist bei allen kühl zu pflegenden Arten (z.B. Paph. insigne) erforderlich. Schattierungen eines Gewächshauses sind im Sommer sehr sinnvoll, um die Blätter vor zu starker Erwärmung zu schützen. Sämlinge sollten jedoch generell etwas wärmer gehalten werden. Im temperierten Gewächshaus gibt es je nach Höhe und Himmelsrichtung verschiedene Klimazonen, die genutzt werden können. Dabei Kühle tiefer und von der Heizung entfernt, Warme höher und in der Nähe der Heizung.


Gießen und Luftfeuchte:

Am Naturstandort regnet es mit Ausnahme einiger trockenen Monate fast das ganze Jahr über. Das bedeutet, dass die Paphiopedilen(außer den Brachypetalen, die eine längere Trockenzeit haben müssen) ein ganzjährig leicht feuchtes Pflanzsubstrat benötigen. Allerdings soll die Pflanze auf einer gut angelegten Drainageschicht stehen um einen Luftmangel an den Wurzeln und damit dem Faulen der Wurzeln entgegen zu wirken. Zur Bewässerung ist Regenwasser bestens geeignet, Leitungswasser ist nur dann geeignet wenn wenig gelöste Salze enthalten sind. Der Salzgehalt bei der Düngung sollte auch nicht 200µs überschreiten. Das Gießwasser sollte die dem Kulturraum angepasste Temperatur haben, besonders im Winter schadet zu kaltes Gießwasser den Pflanzen. Gießen ist dem Sprühen vorzuziehen, da beim Ansprühen Blattbereiche länger mit Wasser Kontakt haben und es schnell zur Fäulnis kommen kann. Paphiopedilen benötigen besonders im Sommer während der Wachstumszeit eine hohe Luftfeuchte. Diese kann durch Sprühen unterhalb der Stellflächen, über gute Luftbefeuchter oder (ausnahmsweise bei warmem Wetter) über feinnebeliges Sprühen der Blätter geschehen. Die Blätter sollten beim Sprühen jedoch rasch wieder abtrocknen können. Im Winter reicht fast allen Paphiopedilen eine Luftfeuchte von 50% rel. LF.

Luftbewegung und Belüftung:

An den Naturstandorten werden von Paphiopedilen solche Orte bevorzugt, die eine hohe Luftbewegung aufweisen. Die Pflegebedingungen sollten daher ebenso gestaltet werden. Gute Belüftung wirkt einem Befall durch Pilze und der Fäulnis entgegen. Durch gute Belüftung werden die Pflanzen zur Verdunstung angeregt, deshalb darauf achten, dass der Pflanzstoff nicht austrocknet.


Düngung:

An den Naturstandorten kommen Paphiopedilen in Gebieten mit reichlichem Niederschlag und stickstoffarmen Böden vor. Sie müssen während ihres Wachstums in der Kultur gedüngt werden, hier aber, wie vorhin schon angesprochen, nicht über einen Leitwert höher 200µs und lieber häufig mit geringer Menge Dünger, als sehr stark konzentriert und selten. Jeder ausgewogene Orchideendünger ist hier geeignet.
Generell kann man sagen, Paphiopedilen mit wenig Blattsubstanz brauchen wenig Dünger, mit hoher Blattsubstanz mehr.


Das Substrat:

Das Pflanzsubstrat sollte nach Gießgewohnheit beschaffen sein. Öfteres Gießen bedingt gröberes Substrat. Bevorzugt als Substratbestandteile werden Kiefern- oder Pinienrinde gemischt mit Holzkohle und Korkschrot sowie Perlite oder Seramis und etwas Torfmoos. Viele Paphiopedilen, besonders aus der Reihe der Brachypetalen und Parvisepalen bevorzugen etwas Dolomitkalk im Substrat. Es gibt sogar Hobbyzüchter, die in reinem Seramis gute Erfolge haben.


Umtopfen:

Paphiopedilen bevorzugen kleine Töpfe, außer Paph. rothschildianum. Das Umtopfen sollte wenn möglich im Frühjahr erfolgen. Es werden heute Plastiktöpfe bevorzugt, da sie die Feuchte länger halten. Zudem haben die Tontöpfe den Ruf, durch die Verdunstungskälte den Wurzelbereich nicht gerade zu fördern. Jeder hat da seine Vorlieben. Paphiopedilum-Pflanzen sollten erst dann geteilt werden, wenn sie beim Umtopfen von selber in Teilstücke zerfallen. Im Regelfall werden gesunde Pflanzen alle 2 Jahre umgetopft, Jungpflanzen jedes Jahr.



Zuletzt von Franz am 19.08.12 14:35 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Beim ersten Ändern leider Text zum Schluß gelöscht.)

http://www.bordercollie.ranch.de

Gast

avatar
Gast
Hallo Franz.

Bei welchen Paphis muß eigentlich Kalk zugefügt werden. Da heißt es zwar überall, bei denen die auf Fels wachsen, aber welche Paphis sind das? Gibt es da für mich als Anfänger irgendwelche unverwechselbare aber einfache Erkennungsmerkmale? In welcher Form rätst Du denn den Kalk zuzugeben? Ich habe da so viel verwirrendes gelesen, daß ich nun gar nichts mehr weiß. Einige reden selbst von kalkhaltigem Wasser - andere sagen, daß das überhaupt nicht geht. Habe auch gelesen von zerstoßenen Muschelschalen usw. Ich hoffe, Du kannst mich da etwas aufklären.

LG Michael

UweM.

UweM.
Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Michael,

schau mal hier:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Gruß
Uwe

Franz

Franz
Fachmoderator Cattleya & Laelia
Danke Uwe!

Gruß Franz

http://www.bordercollie.ranch.de

Gast

avatar
Gast
Hallo Franz,

danke für Deine solide formulierten Angaben zur Kultur. Hier bin ich stutzig geworden:

Es gibt sogar Hobbyzüchter, die in reinem Seramis gute Erfolge haben.

Ist das Substrat nicht zu fein? Für Jungpflanzen bzw. Orchideen mit sehr feinen Wurzeln nehme ich es als Zuschlagsstoff, aber ein ausgewachsenes, sagen wir, Paph. villosum in Seramis?

LG,
Stefan

Franz

Franz
Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Stefan,

ich bin nicht der Paphiopedilum-Experte oder Kultivator. Habe aber in Kultur schon welche bei einem Hobbyzüchter gesehen. Ob er damit auf Dauer Erfolg hatte, kann ich nicht bestätigen.


Gruß Franz

http://www.bordercollie.ranch.de

UweM.

UweM.
Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Stefan,

ich habe schon gut kultivierte Paphios in reinem Seramis gesehen - es geht also.

Jeder Kultivateur muss aber den passenden Pflanzstoff für seine Umgebung finden.

"Den" Pflanzstoff mit Erfolgsgarantie gibt es also nicht - das macht die Orchideenkultur aber auch spannend.

Gruß
Uwe

Nach oben  Nachricht [Seite 1 von 1]

Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten