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Vanda allgemein

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1 Vanda allgemein am 21.07.12 18:10

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Vanda

Tribus Vandeae, Subtribus Aeridinae, Gattung Vanda

Vanda > abgeleiteter indischer Name für verschiedene Vanda - ähnliche Orchideen.

Die nunmehr ca. 40 Arten dieser Gattung zeichnen sich durch monopodialen Wuchs aus. Mehr oder minder hohe Stammachsen sind zweizeilig mit ledrigen Blättern dicht besetzt. Die Blätter sind riemenförmig, bei wenigen, fast ausschließlich terrestrischen sind sie  zylindrisch. Aus den Blattachseln des oberen Wuchsbereiches wachsen nahezu aufrecht die Blütenstände mit relativ großen, oft duftenden Blüten. Sepalen und Petalen sind gleich und an der Säule genagelt. Die Petalen sind mit ihren Flächen horizontal gedreht, ein typisches Zeichen für Vanda. Die Lippe  ist an der Basis der Säule festgewachsen und teilweise gespornt. Die Säule ist kurz und breit. Die Wurzeln oft bis fingerdick und in der Wachstumszeit mit grüner Wurzelspitze.

Vandeen haben ihr Verbreitungsgebiet im tropischen Asien, von Indien über Indonesien  und Neuguinea sowie Philippinen. Ebenso nördlich bis China.



Zu den Arten:

Die nachfolgend gelisteten Arten werden zurzeit allgemein unter Vanda geführt. Es wurden in den letzten Jahren einige bisher in Vanda geführte Arten in andere Gattungen versetzt (z. B. Euanthe, Papilionanthe, Trudelia und andere). Da immer noch taxonomische  Arbeiten innerhalb der Gattung vorgenommen werden, stellt nachfolgende Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar.


Vanda arcuata    J.J.Sm. 1907

Vanda bensonii    Bateman 1866

Vanda bicolor     Griff. 1851

Vanda bidupensis      Aver. & Christenson 1998

Vanda brunnea        Rchb. f. 1868

Vanda celebica          Rolfe 1899

Vanda coerulea         Griff. ex Lindl. 1847

Vanda coerulescens     Griffith 1851

Vanda dearei          Rchb. f. 1886

Vanda denisoniana         Bens. & Rchb.f. 1869

Vanda flavobrunnea          Rchb.f. 1886

Vanda hastifera           Rchb. f. 1877

Vanda helvola          Blume 1849

Vanda hindsii           Lindl. 1843

Vanda insignis         Blume 1849

Vanda javierae          D. Tiu 1984

Vanda lamellata         Lindley 1838

Vanda lilacina             Teijsm. & Binn. 1862

Vanda limbata            Blume 1849

Vanda liouvillei           Finet 1912

Vanda luzonica              Loher ex Rolfe 1915

Vanda merrillii           Ames & Quisumb. 1932

Vanda parviflora         Lindl. 1844

Vanda roeblingiana          Rolfe 1894

Vanda scandens             Holttum 1950

Vanda stangeana         Rchb. f. 1858

Vanda suavis           Lindl. 1848

Vanda sumatrana          Schltr. 1911

Vanda tessellata          (Roxb.) Hook. 1850

Vanda testacea           Rchb. f. 1877

Vanda tricolor         Hook. 1849

Vanda ustii           Golamco, Claustro and de Mesa 2000



Kultur:

Die meisten Arten  bevorzugen im Wachstum  von April bis September feuchtwarmes Klima. Sie können in dieser Zeit öfters am Tage übersprüht werden, besonders dem
Wurzelbereich sollte genügend Feuchtigkeit zugeführt werden, aber nie Staunässe.
Tauchen in dementsprechenden Gefäßen 2 x in der Woche wird von vielen Pflegern bevorzugt. Kulturgefäße sind vorrangig Orchideenkörbe, aber auch Topfkultur ist möglich. Die Haltung in Glasgefäßen findet ebenso immer mehr Liebhaber. Hier wird Wasser in der Vase für 20 bis 30 Minuten 2 x wöchentlich eingebracht und danach wieder entleert. Aber egal wie das Wasser zugeführt wird, stehendes Wasser in den Blattachseln führt zum schleichenden Tod. Dünger in normaler Konzentration kann dem Wasser alle 14 Tage zugeführt werden oder schwacher Dünger bei jeder Wassergabe. Viele Hybriden können rel. hohe Düngergaben vertragen.

Ebenso ist Frischluft und bewegte Luft ein notwendiges Muss in der Pflege.
Eine Kultur in herkömmlichem Orchideensubstrat nicht empfehlenswert, da die Wurzeln ohne starke Luftzirkulation und regelmäßiges Abtrocknen rasch faulen. Meist werden die Pflanzen hängend und wurzelnackt kultiviert und die Wurzeln nach dem Abtrocknen erneut durch kräftiges Sprühen gewässert.

Wenn Pflanzstoff verwendet wird sollte dieser locker und grob strukturiert sein. Im Winter ist Ruhezeit in der aber die Blätter nicht schrumpfen dürfen, deshalb dann weniger gießen und nicht mehr düngen.

Nach Möglichkeit sind Vandeen so hell wie möglich zu halten, in der Blütezeit auch wärmer. Vandeen und ihre Verwandten benötigen eine sehr große Lichtmenge zur Blüteninduktion. Auch die nächtliche Temperaturabsenkung sowie die ständige Luftzirkulation im Kulturraum wirken sich auf die Blühfreudigkeit und die gesamte Konstitution der Pflanzen äußerst positiv aus. Aber das Bad in der Sonne ohne bewegte Luft lässt die Pflanze schnell verbrennen.

Umpflanzen erfolgt wenn im Frühjahr und sollte so selten wie möglich durchgeführt
werden.

Der häufigste Fehler in der Kultur ist mangelnde Luftfeuchtigkeit. Die Folge sind Schäden an den Wurzeln und schließlich vertrocknet die ganze Pflanze. Zusätzlich werden durch fehlende Luftfeuchte der Schädlingsbefall  durch Schild- und Wollläuse sowie Spinnmilben gefördert.

Sehr hoch gewachsene Vandeen bilden des öfteren im unteren Bereich Seitentriebe aus. Sind eigenständige Wurzeln an diesen Seitentrieben in ausreichender Länge ausgebildet worden, können diese Triebe mit einem sterilisierten Messer von der Mutterpflanze getrennt werden. Beide Schnittflächen sind anschließend mit Holzkohlepulver zu behandeln. Der Seitentrieb wird wie eine normale Pflanze weiter gepflegt.


Hybriden:


Besonders in den letzten Jahren wurde der Orchideenmarkt mit zahlreichen Vanda -Hybriden überschwemmt, die heute vorwiegend aus den Gärtnereien Thailands stammen.
Diese werden fast ausnahmslos unter warmen Bedingungen gepflegt.

Allgemein gelten die Hybriden bei fortgeschrittenen Orchideenliebhabern zu den relativ einfach zu pflegenden Orchideen.

http://www.bordercollie.ranch.de

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