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Dendrobium loddigesii

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 Dendrobium loddigesii am 13.10.18 3:07

Watershine

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Orchideenfreund
Hallo zusammen, ich bin Neu hier im Rahmen einer Rettungs- und Lebensqualitätsverbesserungsmission für meine Orchideen und den Start soll mein loddigesii machen mit der ich seit dem Kauf im Mai 2018 nicht so 100% warm werde. Ich hatte mich extra vorher im Internet erkundigt ob die loddigessi für Anfänger (ich habe 2016 angefangen mich näher mit Orchideen zu beschäftigen) geeignet sind und fand mehrere Quellen die dies bestätigten und die Haltung sogar, großteils, als einfach beschrieben. Also griff ich zu.

Standort: Fenster mit Nord-Ost-Ausrichtung
Wohnungsgröße: 50qm, Küche & Wohnraum Barrierefrei, kein weiteres Zimmer vorhanden
Zimmertemperatur & Luftigfeuchtigkeit: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] & [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Wasserwerte: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] & [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Gießwasser: 1:1 Leitungswasser + Destilliertes Wasser
Gefäß: Pflanz-Ampel
Fensterbank-Setup: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] (auf der linken Seite soll die Ampel für die loddigessi hängen)

Ich habe die loddigessi im Mai 2018 gekauft und eine schöne, große, kräftige und sogar blühende Pflanze erhalten. Zum Zeitpunkt der Lieferung sah sie so aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Doch schon bald merkte ich dass es Ihr bei mir nicht ganz so gut geht. Permanent waren die Blätter schlaf. So fragte ich auf Facebook in einer Orchideen-Gruppe um Rat. Dort riet man mir die loddigesii in Vulkangranulat / Lavagranulat mit 1-5mm Körnung zu setzen und als Basis / Drainage Blähton zu verwenden. (Gleiches hatte man mir für meine farmerii, meine brassia und meine cattleyas empfohlen.)

Bei meinen Cattleyas funktionierte das ganze auch ganz gut... das Prinzip / erhoffte Wirkung: Blähton nimmt Wasser auf und drückt es nach oben in das Lavagranulat welches dann feucht, aber nicht nass, Feuchtigkeit an die Wurzeln abgibt.

Ich kaufte mir, da ich im Baumarkt / Online tatsächlich nichts kleineres zu einem annehmbaren Preis finden konnte, eine 25cm Pflanz-Ampel mit 1,5l Wassertank und bepflanzte diese wie in der Gruppe empfohlen. Doch was in der Pflanzschale und den Pflanztöpfen der anderen Orchideen klappte, funktionierte in der Pflanz-Ampel gar nicht. Also hatte ich wieder mit schlafen Blättern zu kämpfen.

Obwohl ich dann sogar Wasser im Tank stehen ließ und die Schicht Blähton vergrößerte, schafft es der Blähton nicht das Wasser nach oben zu drücken. Beim auspflanzen sah ich dann dass nicht mal 1cm Lavagranulat mit Wasser getränkt waren.

Nun habe ich, durch Zufall, in besagter Gruppe gelesen dass eine andere Person ihre loddigesii komplett in Blähton hält. Aber bevor ich sie nun wieder einpflanze und es nicht funktioniert, habe ich mich hier angemeldet, da das Forum auch wesentlich übersichtlicher ist wie die Facebook Gruppe.

Meine loddigesii sieht derzeit so aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Die Wurzeln in etwa so:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Sie wachsen, worum ich froh bin, obwohl sie nun schon einige Wochen Wurzelnackt verbracht hat ohne Stamm oder ähnliches als Basis.

Ich würde sie am liebsten trotzdem in die Pflanz-Ampel setzen, mir gefällt die Ampel...

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

...sie hat einen schönen Platz am Fenster, und dank des Tanks muss ich nicht ständig auf den großen Tritt zum gießen (ich hatte nicht geplant ständig Wasser im Tank stehen zu lassen, außer sie verträgt das? Sondern nur ein bisschen reingießen damit sich der Blähton vollsaugen kann). Dank Pump-Sprüher mit Schlauch ist auch das vom Boden aus kein Problem. Aber hauptsächlich geht es mir natürlich um das Wohlergehen der Pflanze.

Neben dem Pflanzgefäß macht mir aber auch Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur Sorgen. Ich lebe in einer Barrierefreien 50qm Wohnung, Küche und Wohnraum gehen nahtlos ineinander über. Es gibt kein getrenntes Schlafzimmer und somit sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum relativ gleich. Ich weiß nicht wie schlimm es für Dendrobien / loddigesii ist wenn sie es im Winter nicht etwas kühler haben.

Außerdem bräuchte ich Rat wie ich es Ihr sonst angenehmer gestalten kann z.B. um die fehlende Luftfeuchtigkeit auszugleichen, aber auch sonstigen Rat / Tipps.
Angaben bitte so genau wie möglich. Nicht sowas wie "Viel sprühen", damit kann ich nichts anfangen. Wenn dann bitte sowas wie "2x am Tag, Morgens und Abends ganze Pflanze / nur die Wurzeln / nur die Blattunterseite" etc. pp. Ich bin ein Mensch der Fakten benötigt (ich halte mich am Anfang auch immer penibel genau an Rezepte, bis ich ein Gefühl dafür entwickelt habe *hust*) sonst kapituliert mein Kopf. ^_^;

Als Blähton nehme ich diesen hier:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Ich weiß mittlerweile dass man Blähton vorher gut auswaschen soll da er am Anfang häufig eine Schicht mit Salzrückständen (?) auf der Oberfläch bildet sobald er abtrocknet. In der Orchideen Gruppe auf Facebook haben schon einige Nutzer Bilder geteilt die einen fast weißen Blähton zeigen nachdem sie ihn gewaschen und haben trocknen lassen. Bei diesem Bio-Blähton scheint das aber nicht der Fall zu sein. Ich habe diesen direkt zum pflanzen verwendet bevor ich von dem waschen wusste... nun habe ich den bereits verwendeten Blähton wieder zurück in den Sack und es ist keine Spur weiß an ihm zu sehen (wenn ich mich nicht täusche). Scheint also sauber zu sein? nachdenken

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

2 Re: Dendrobium loddigesii am 13.10.18 6:32

Blonder

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Orchideenfreund
Ich denke Blähton ist für Orchideen nicht optimal auf Dauer wegen Versalzung. Ich verwende handelsübliches Orchideensubstrat. Je nach Art nehme ich mehr oder weniger von den feinen Bestandteilen aus dem Sack. Für Cattleya eher nur die Rindenstücke. Für meine D. loddigesii Stecklinge hab ich etwas mehr vom feinen genommen weil die Wurzeln dünner sind. Meine Hauptpflanze wurde auf Holz aufgebunden geliefert. Beides funktioniert sehr gut. Den Holzblock lege ich einfach komplett in normales Leitungswasser mit halber Düngerkonzentration. Manchmal tauche ich jeden Tag und dann mal wieder eine oder mehr Wochen garnicht. Und sie wächst prächtig. Ich hatte sie am Anfang bei kleinem Fenster auf NO Seite und jetzt auf SO Seite. Im Sommer weiter weg vom Fenster ohne direkte Sonne. Ab Herbst mit direkter Sonne am Vormittag. Ganz egal wie ich sie halte wächst sie brav und schön. Ich denke die größte Gefahr droht von zu viel Feuchtigkeit in Kombination mit wenig Licht. Im Sommer halte ich sie an heißen Tagen sogar recht nass weil das Wasser so schnell verdunstet. Ich würde dir empfehlen auf Orchideensubstrat umzusteigen. Der pH-Wert ist da genau passend und für die ersten Wochen ist genug Dünger drin. Da brauchst du nicht düngen. Richtiges Düngen ist das Erfolgsrezept. Entweder flüssiger Orchidedünger oder normaler Blumendünger (Angabe zu Orchideen beachten) entsprechend verdünnt. Ich verwende Hälfte der angegebenen Menge dafür öfter.

3 Re: Dendrobium loddigesii am 13.10.18 10:26

Christian N

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Orchideenfreund
D. loddigesii liebt wie alle Dendrobien kleine Kulturgefäße.

Deshalb ist die gezeigte Ampel zu groß.

Eine Ampel mit Wasserschale darunter würde sich gut machen. Aber dazu müssen neue Wurzeln bis in den Untersatz wachsen, um die darin enthaltene Wasserreserve zu nutzen.

Das funktioniert auch bei anderen Orchideenarten gut.

Die gezeigte Pflanze zeigt viele abgestorbene Wurzeln, die zunächst einmal ausgeputzt werden müssen. Dabei wird die Pflanze in mehrere Teile zerfallen, diese aber bitte alle zusammen in ein Gefäß pflanzen.

Als Pflanzsubstrat hat sich reine Pinienrinde kleinerer Körnung bewährt. Anfänger sollten keine Experimente hinsichtlich des Substrates machen und die Pflanzen möglichst ungestört wachsen lassen. Düngen während des Wachstums nicht vergessen.

Bis sich die oben erwähnten Wurzeln gebildet haben, muß die Pflanze gesprüht werden.
In einen Eimer stellen, tropfnaß einsprühen und zum Abtropfen einen umgedrehten Blumentopf darunter.

Wenn man sich ernsthaft mit Orchideen beschäftigt, wird man an Regenwasser nicht vorbei kommen. Alles andere ist zu unsicher oder zu aufwendig.

Gruß
Christian

4 Re: Dendrobium loddigesii am 13.10.18 22:10

Watershine

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Orchideenfreund
Danke für die bisherigen Tips. Also doch wieder zurück zur gewohnten Pinienrinde wie bisher. Ich habe nun bei eBay einen Händler gefunden der Pinienrinde in 10l-Säcken verkauft. Ich bin leider nicht mobil und nur Gott weiß wann ich das nächste mal in einen Baumarkt mitgenommen werden kann, daher beziehe ich praktisch alles, gerade größere Sachen, aus dem Internet.

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Ich denke für die loddigessi sollte es dann das 7-15mm sein?

Aber bevor ich nun bestelle... ich habe hier noch andere Orchideen denen es nicht so gut geht oder die einfach stagniert sind oder aufgepeppelt werden müssen. Alle Orchideen sitzen, nach anraten von bereits oben erwähnter Orchideen-Gruppe, derzeit in dem von mir gekauften Vulkan-Granulat. Das wären eine 2 Cattleya, eine Brassia, 1 Dendrobium Stardust Firebird, eine Oncidium Sweet Sugar und eine Dendrobium farmerii. Ich werde dann zu den entsprechenden Orchideen in den entsprechenden Beiträgen genauer nachfragen, aber ich gehe nun einfach davon aus das mir auch dort empfohlen wird dass ich sie doch bitte wieder in Pinienrinde setzen soll. Und passendes Substrat habe ich, bis auf einen Rest Standard Substrat von Seramis, nicht im Haus und müsste es für diese Orchideen also auch bestellen.

Cattleya, wurde ja schon oben erwähnt, eher grobes Substrat. Die Farmeri hat ziemlich kräftige Wurzeln, also auich eher mittleres bis grobes? Brassia, Firebird und Oncidium sind Feinwurzler, also da wohl auch eher das feine? Dann würde ich nämlich direkt das feine und grobe bestellen, dann hab ich das abgedeckt, und sollte doch eine in mittleres sollen, habe ich noch den Rest Seramis.

5 Re: Dendrobium loddigesii am 14.10.18 16:56

Christian N

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Orchideenfreund
Auch wenn es das Thema Dendrobium loddigesii zu sprengen droht, gibt es noch einiges zu vorherigen Beiträgen zu sagen.
Aber immerhin gehörte diese Art zu meinen ersten Orchideen überhaupt und vielen wird es ähnlich gehen.


Wenn man Pinienrinde in Säcken kauft, ist es besser eher gröbere Körnungen zu kaufen.
Wenn man den Inhalt des Sackes ausschüttet, wird in der Regel ein Anteil feinerer Körnung zu finden sein, die man für feinwurzlige Orchideen braucht.
Zu grobe Stücken kann man mit der Gartenschere zerkleinern. Bei dem Preis und dem relativ geringen Bedarf lohnt sich der Aufwand für den Orchideenliebhaber.


Im Übrigen sollte man die Pinienrinde fürs Umpflanzen eher gröber als zu fein wählen.
Im ersteren Fall muß man die Orchideen mehr wässern, im zweiten faulen die Wurzeln infolge stauender Nässe.

Bei vulkanischem Granulat kann man nicht viel falsch machen, wenn man unsicher ist. Bei geeigneter Körnung wachsen auch viele epiphytischen Orchideen gut darin.

Orchideen vom Züchter wird man oft in einem Substrat vorfinden, das die Feuchtigkeit länger hält (feinkörniger mit Anteil an wasserhaltendem Material wie Schaumstoffflocken,Minralwollechips, Sphagnummoos u. dergl.) .
Damit können die Gießintervalle verlängert und so Arbeit gespart werden. Man braucht jedoch für diese Kulturführung sehr viel Erfahrung, zumal wenn sie nicht bei Monokulturen sondern in Orchideensammlungen mit unterschiedlichen Ansprüchen  eingesetzt wird.

Bei neu erworbenen Pflanzen muß man sich das Substrat genau anschauen.
Manche Töpfe sehen frisch umgepflanzt aus, die läßt man besser in Ruhe. Wächst der jüngste Trieb bereits über den Rand oder sieht das Substrat verdichtet aus und sind keine neuen Wurzelspitzen zu sehen, sollte man Umtopfen, auch wenn die Jahreszeit dafür ungünstig erscheint.

Auch alte Hasen stehen bei Orchideenarten, die sie neu erwerben, vor der Wahl der Substratmischungen beim Umpflanzen. Diese sollte man sich nicht leicht machen, denn das nächste Verpflanzen erfolgt in der Regel in fühestens 2 Jahren (Bei einer Reihe von Erdorchideen jährlich).  Die Zahl der Substratbestandteile und deren mögliche Mischungsverhältnisse sind derzeit ins Unüberschauhbare gewachsen.

Je mehr Erfahrung der Orchideenfreund gesammelt hat, umso mehr Subtrate kann er einsetzen und kombinieren.
Die Orchideen ständig in andere Subtrate umzusetzen, von denen man Erfolgsberichte liest, ist ein typischer Anfängerfehler.

Orchideen möchten in Ruhe gelassen werden, wenn man erst einmal einen Platz für sie ausgewählte hat.
Schon das ständige Drehen am Standort beim Topf in die Hand nehmen bedeutet, das die Ausrichtung zum Hauptlichteinfall, nach dem sich der Neutrieb ausrichtet, geändert wird ( gilt besonders fürs Zimmerfenster). Orchideen wachsen so langsam, dass sie das schlecht kompensieren können. Pfiffige Orchideenfeunde stecken das Etikett zu Licht hin und richten die Pflanze immer wieder danach aus.

Das kurzzeitige Austrocknen lassen des Substrates, das für viele Orchideen eine Lebensversicherung für gesunde Wurzeln ist, erfordert zunächst sehr viel Selbstbeherrschung. Man glaubt seinen Scchützlingen was Gutes zu tun, wenn man bei trocken erscheinender Substratoberfläche schnell mal ein bischen wässert.

Doch genug der Klugscheißerei, es gibt sicher noch viel mehr "wertvolle" Hinweise.
Für heute lass ich es gut sein.


Gruß
Christian



Zuletzt von Christian N am 14.10.18 18:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Schreibfehler)

6 Re: Dendrobium loddigesii am 15.10.18 14:29

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
... bevor du nun permanent deine Orchideen in anderes Substrat eintopfst, noch eine Frage zu deinen Wasserwerten...

Was bedeuten Wert 1 und Wert 2? Ist Wert 1 = Leitungswasser und Wert 2 = Leitungswasser + dest. Wasser?

Und wie hoch ist der Leitwert, wenn du Dünger zugibst?


Diese und ähnliche Fragen sind in vielen Beiträgen unter Kulturformen etc. zu finden...


Wenn du nun schon Blähton hast - hast du schon mal was von der SemiHydro Technik gehört?

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Am Ende des Beitrages wirst du feststellen, dass auch in SemiHydro die Höhe des Salzgehaltes im Substrat nach einiger Zeit entscheidend ist...

7 Re: Dendrobium loddigesii am 15.10.18 15:58

Eli1

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Admin
... auf Facebook in einer Orchideen-Gruppe um Rat....
In diversen Gruppen sind Personen, die nicht jahrelang Erfahrung haben, aber meinen, sie zu haben.
Erfolge werden gepostet, Mißerfolge eher nicht.

http://www.orchideen-wien.at

8 Re: Dendrobium loddigesii am 15.10.18 17:00

Watershine

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Orchideenfreund
Danke für den Beitrag Uwe, also war der Tip aus der orchideen-Gruppe auf Facebook doch nicht vollkommen Humbug, nur nicht genug ausgeführt, was bei mir zu großer Verwirrung geführt hat! Vor allen Dingen was das gießen von Orchideen angeht die in Lava sitzen habe ich immer noch große ??? im Kopf.

Was die Werte angeht... sie stammen beide aus meinem Leitungswasser. Mir wurde in der Facebook-Gruppe geraten mir einen Wassertester zu kaufen und das sind die beiden Werte die mir das Gerät ausspuckt, es sind zwei verschiedene Modi, aber ich kann mit den Werten nix anfangen. Mir wurde nur ständig PH-Wert und Leitwert um die Ohren gehauen, es war auch eine recht lange fachliche Erklärung dabei, aber so ganz habe ich es nicht verstanden was genau man nun von mir will.

Ich habe derzeit 2 Cattleya, 1 Brassia, 1 Oncidium, 2 Dendrobium in einer Mischung aus Blähton und Lava. Am Boden ist 1-2cm Blähton, darauf dann die Pflanze und mit Lava aufgefüllt. Aber ich hab das Gefühl dass es ALLEN Orchis nun schlechter geht. Bei meinen Catts. und meiner Dendfrobium Farmerii habe ich das Gefühl das die Wurzeln braun werden und sich Schimmel oder Pilze auf den Wurzeln bilden, sie sehen aus als wären sie kurz vor dem verfaulen. Es wachsen auch neue Wurzeln, aber wenn die alten direkt absterben, ist das ja auch nicht das gelbe vom Ei. Ich denke ich halte sie doch etwa zu nass? Aber mir hat keiner gesagt wie ganu ich gießen soll. Wollte aber auch nicht zu allen Orchis auf einmal fragen, also habe ich mit der loddigesii angefangen.

Regenwasser habe ich hier leider nach wie vor keines zur Verfügung, diesen beschissenen Sommer erst recht nicht. Aber richtige Regentonnen werden frühestens erst nächstes Jahr installiert, wir legen unseren Garten gerade erst richtig an.

Wasser mit Dünger muss ich erst testen, dass kann ich später noch direkt machen.

9 Re: Dendrobium loddigesii am 15.10.18 17:36

Phips

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Orchideenfreund
Hallo Jessica,

grundsätzlich führen immer einige Wege an Ziel, so auch mit Substraten.

Du musst ein Gefühl für deine Pflanzen entwickeln. Dabei bist du bereits, denn du meinst es geht ihnen nicht gut. Jetzt hast du sie sicher in Orchideensubstrat mit Pinienrinde und diversen anderen Sachen gekauft, und dann in ein Anderes ( Blähton und Lava) gesetzt. Nun braucht deine Pflanzen Zeit sich vom Umtopfen zu erholen und sich an das neue Substrat zu gewöhnen.  (Das meinte Uwe mit nicht immer wieder ändern.) Wenn du sie jetzt beobachtest und die alten Wurzeln sterben ab, KANN das normal sein, da sie für anderes Substrat ausgelegt waren. Die neuen Wurzel, bzw. die Wurzeln die weiter ins neu Substrat wachsen dürfen nicht absterben sonst liegt ein anderes Problem vor.

Vielleicht hast du Recht und die Wurzeln konnten nicht abtrocknen. Jede Orchideengattung benötigt auch bestimmte Pflege. Zu Dendrobien im Speziellen kann ich dir dann leider nicht weiterhelfen.

10 Re: Dendrobium loddigesii am 16.10.18 8:07

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Jessica,

ich weiß immer noch nicht genau, was du von einem Orchideenforum erwartest...

Ein Rund-um-sorglos Paket wirst du weder bei Facebook noch bei uns hier im Forum bekommen. Aller Anfang ist schwer, aber hier:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

und/oder

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

findest du Antworten auf den größten Teil deiner Fragen. Allerdings musst du dir schon die Mühe machen und einen großen Teil dieser Artikel durchlesen...   affraid  


Zu deinem Messgerät:

Wert 1 zeigt den Leitwert des gemessenen Wassers in Mikrosiemens (µS) - das ist die Messeinheit, mit der man hier in Deutschland üblicherweise hantiert

Wert 2 zeigt ppm (Part per Million) - diese Messeinheit wird meistens in den USA verwendet.

Mit dem von dir gezeigten Leitwert (Wert 1) von 846 µS von deinem Leitungswasser wirst du auf Dauer keine Orchideen kultivieren können - unabhängig in welchem Substrat du das machst. Zudem hat Leitungswasser oftmals einen viel zu hohen pH-Wert, der Orchideenwachstum schwierig macht.

Um brauchbares Gießwasser zu bekommen, musst du dein Gießwasser im Verhältnis von einem Teil Leitungswasser mit 3-4 Teilen destil. Wasser oder Regenwasser "verschneiden".

Lava als Substrat für Orchideen halte ich grundsätzlich für einen "Anfänger" für ungeeignet - es reichert sich sehr schnell mit Salzen an und hält viel zu lange die Feuchtigkeit.


Orchideen kann man eigentlich in allen Substraten kultivieren - man muss nur seine Kultur an das jeweilige Substrat anpassen!!!



Ca. 80 % aller Orchideen werden in Rindensubstraten kultiviert - warum verwendest du dieses Substrat nicht?

Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: deine Probleme bei der Orchideenkultur liegen vor allem in der hohen Salzkonzentration  Embarassed




Zuletzt von UweM. am 18.10.18 8:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

11 Re: Dendrobium loddigesii am 16.10.18 11:41

Quijano

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Orchideenfreund
Die ist toll, meine dsin noch zu klein, ich hoffe die wird auch mal so ein Prachtexemplar flower

12 Re: Dendrobium loddigesii am 21.10.18 23:11

Watershine

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Orchideenfreund
Erstmal Danke fürs teilen und verschieben. Hab eine recht unangenehme Woche hinter mir und komme daher erst jetzt zum antworten.

UweM. schrieb:Ca. 80 % aller Orchideen werden in Rindensubstraten kultiviert - warum verwendest du dieses Substrat nicht?

Da ich das Gefühl hatte dass es ihr in diesem Substrat nicht gut geht (nicht feucht genug / nicht genug Luftfeuchtigkeit). Trotz regelmäßigem sprühen hatte sie häufig lasche Blätter. Daraufhin kam der Tip mit dem Lavasubstrat, der nicht funktioniert hat.

UweM. schrieb:Um brauchbares Gießwasser zu bekommen, musst du dein Gießwasser im Verhältnis von einem Teil Leitungswasser mit 3-4 Teilen destil. Wasser oder Regenwasser "verschneiden".

Auch wieder sowas dass mich veriwrrt. Die einen haben mir gesagt 1:1 mischen, du sagst nun 1:3-4. Man verlässt sich ja in der Regel auf Infos und geht nicht davon aus das einem jemand was böses will, aber stellt dann fest dass irgendwas nicht stimmt, und plötzlich sagt jemand etwas ganz anderes.

Regenwasser steht derzeit keines zur Verfügung, Osmosewasser auch nicht, bleibt also daher nur mischen.

Den Wasserwert mit Dünger zu messen, da kam ich noch nicht dazu, war einfach zu stressig diese Woche.


Trotzdem weiß ich jetzt nicht so genau was ich mir besorgen soll... die loddigessi ist ja Feinwurzler, wird also wohl auch eher feines Substrat brauchen? Ich glaube die Semi-Hydrokultur will ich erstmal nicht probieren, wegen dem Salzgehalte, ich hab aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht sooo viel Zeit meine Orchideen alle exakt im Auge zu behalten. Daher wohl wieder zurück zum klassischen Rindensubstrat. Aber welches? Wie gesagt, ich bin nicht mobil, daher bleibt hier aktuell nur Internet als Lösung. Ich brauche eigentlich keine 70l, aber so ein Sack hätte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber wenn ich einen Sack grob kaufe, müsste ich für meine Feinwurzler ziemlich viele Rindenstücke klein schneiden. Hmmm.

Gibt es Meinungen zu diesem Substrat [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können].



13 Re: Dendrobium loddigesii am 22.10.18 7:49

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Jessica,

natürlich wird im Netz viel gepostet - leider kann man nicht erkennen, wieviel Sachverstand dahinter steckt.

Du hast doch aber ein Leitwert-Messgerät, dass vereinfacht die Situation erheblich.

Der Leitwert (in Mikrosiemens = µS) des Wassers für dein regelmäßiges sprühen/gießen sollte (ohne Düngerzusatz) möglichst nicht 150 µS übersteigen - wieviel destiliertes Wasser du nun wirklich braucht, um dieses Ergebnis zu erzielen musst du schon selber herausfinden ( = learning bei doing).

Gießwasser mit Dünger sollte nicht weit über 300 µS liegen - auch dieser Wert ist nur eine Empfehlung aus meiner Erfahrung heraus. Andere Kultivateure empfehlen eben 500 µS.
Über die Höhe der Düngung sind hier im Forum viele interessant Beiträge geschrieben worden - man muss sie eben nur lesen und kann dann ggfs. weitere Fragen dazu stellen.
Empfehlungen von Facebook werde ich nicht kommentieren. lol!  

Um längerfristig Orchideen zu kultivieren, solltest du dir umgehend eine Regentonne besorgen und an die Fallrohre der Regenrinnen anschließen lassen - bevor ihr den Garten einrichtet!!! ja1

Als Substrat für die Fensterbank würde ich Rinde mit Perlite oder Sphagnum empfehlen, wobei die Rinde nicht über 10 mm (max. 16 mm) haben sollte. Dieser Pflanzstoff wird doch bei vielen Orchideengärtnern auch in kleineren Gebinden angeboten.

Natürlich kann man auch für jede Orchideenart einen eigenen Pflanzstoff kreieren - dann wird dein Wohnzimmer aber bald wie ein Pflanzstofflager aussehen. Die Kultur wird dadurch aber auch nicht einfacher bzw. besser, da jeder Pflanzstoff auch eine eigene Betreuung (sprich Gießverhalten) benötigt. affraid

14 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 4:36

Watershine

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Orchideenfreund
Ich glaube ich muss mir dringend einen neuen Dünger besorgen...

Ich hab jetzt 2.5l normales Leitungswasser mit 2.5l desti. Wasser gemischt und den Dünger dazu den ich noch hier im Haus hatte und nur SEHR sporadisch angewandt habe. Heute ist mir beim bewegen der Düngerflasche aufgefallen dass im inneren etwas klappert. Da hat sich wohl etwas verhärtet. Hab dann trotzdem auf die 5l Wasser, nach Angabe auf der Flasche, 2 1/2 Teelöffel Dünger dazu, und dann das Messgerät rein... die Werte waren... etwas schockierend. lachen

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PS: Ich habe keine Ahnung wie alt dieser Dünger ist, wer ihn original gekauft hat und wie er behandelt wurde. Er war vor 2 Jahren, als ich mir die ersten Orchis holte, eben noch im Haus und man hat sich halt drauf verlassen dass er wohl noch gut ist.

15 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 4:43

Watershine

avatar
Orchideenfreund
So, noch schnell ne Messung für die 1:1 Mischung gemacht.

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Es ist zumindest unter den von dir, Uwe, erwähnten 500, wenn auch nur knapp. verlegen

Also nächste Aufgabe: Neuer Dünger. ^_^;

16 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 8:21

UweM.

avatar
Fachmoderator Paphiopedilum
Jessica,

liest du dir eigentlich überhaupt meine Antworten auf deine vielen Fragen durch?

Ich habe mir bisher sehr viel Mühe gegeben, einfache Antworten auf deine Fragen zu finden und zu formuliueren. Offensichtlich reicht das aber nicht.

Ich bin ratlos und damit raus. Friede

17 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 9:41

Christian N

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Orchideenfreund
Ich kann Uwe nur von ganzen Herzen beipflichten.

Du scheinst völlig beratungsresistent zu sein.

Mein abschließender Tip :

Lies bitte erst einmal die Hinweise für Anfänger hier im Forum und versuche nicht alles ständig zu komplizieren und verändern.


Viel Erfolg
Christian

18 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 15:56

Watershine

avatar
Orchideenfreund
Ich habe alle Beiträge gelesen, und bei den Einsteigerforen bin ich noch am lesen da, wie Uwe schon angemerkt hat, dass schon ein bisschen was zu lesen ist.

Uwe hatte aber weiter oben gefragt wie den meine Wasserwerte mit Dünger aussehen bzw. mit desti. Wasser gemischt. Ich hatte ihm versprochen das direkt am nächsten Tag zu machen, da kam ich aber nicht dazu, also habe ich besagte Bilder jetzt noch nachgereicht.

Den Rest in Sachen Substrat bin ich auch dabei umzusetzen. Lava und Blähton kommen erstmal nicht in Frage, da kann zuviel falsch laufen wenn ich es nicht richtig angehe, aber in meiner aktuellen Situation kann ich keine Experimente (mehr) machen. Daher zurück zum Rindensubstrat. Spaghnum Moos habe ich auch hier mittlerweile.

19 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 16:13

Eli1

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Admin
Watershine schrieb:

Den Rest in Sachen Substrat bin ich auch dabei umzusetzen. Lava und Blähton kommen erstmal nicht in Frage, da kann zuviel falsch laufen wenn ich es nicht richtig angehe, aber in meiner aktuellen Situation kann ich keine Experimente (mehr) machen. Daher zurück zum Rindensubstrat. Spaghnum Moos habe ich auch hier mittlerweile.

Du musst ihr jetzt einmal eine Eingewöhnungsphase gönnen,ständig dieses oder jenes Substrat,...da wird sie dir nicht viel Freude bringen.

http://www.orchideen-wien.at

20 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 16:31

Watershine

avatar
Orchideenfreund
Eli1 schrieb:
Watershine schrieb:

Den Rest in Sachen Substrat bin ich auch dabei umzusetzen. Lava und Blähton kommen erstmal nicht in Frage, da kann zuviel falsch laufen wenn ich es nicht richtig angehe, aber in meiner aktuellen Situation kann ich keine Experimente (mehr) machen. Daher zurück zum Rindensubstrat. Spaghnum Moos habe ich auch hier mittlerweile.

Du musst ihr jetzt einmal eine Eingewöhnungsphase gönnen,ständig dieses oder jenes Substrat,...da wird sie dir nicht viel Freude bringen.

Sie sitzt mittlerweile in Rinde, aus der Lava hatte ich sie schon vor Wochen raus genommen. Wie oben erwähnt war der Topf zu groß, das Wasser aus dem Speicher wurde nicht bis nach oben an die Wurzeln transportiert. Ihr ging es in den letzten Wochen ganz ohne Substrat besser wie mit Substrat. Aber ich hab hier derzeit keinen Platz, noch die nötige Ausrüstung, sie aufzubinden und irgendwo schön hinzuhängen wo auch eine ordentliche Luftfeuchtigkeit herrscht und ich sie ordentlich besprühen kann.

Sie kommt jetzt erst einmal wieder ans Fenster. Ich hatte halt gehofft dass das mit der Lava schon richtig war, aber ich vielleicht in Sachen gießverhalten irgend einen Fehler gemacht habe und daher nur auf Weise X und Y achten muss und dann läuft es auch mit Lava. Aber Uwe hat dann ja direkt gesagt Lava ist für Anfänger total ungeeignet. Keiner Orchidee die derzeit in Lava sitzt geht es 100% gut, und allen geht es noch schlechter wie vorher.

Wie gesagt, ich hatte gehofft dass es nicht an der Lava liegt sondern dass ich sie einfach nur in der Lava falsch pflege. Zuviel / zu wenig gieße. Aber ich hab jetzt auch zur Kultur in Lava in diesem Forum nichts gefunden, oder bin ich blind?

21 Re: Dendrobium loddigesii am 25.10.18 17:01

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Lava wird wenn als Zuschlagsstoff zu den Substraten der Steinlaelien verwendet. Da ist es angebracht. Im normalem Orchideensubstrat hat das herzlich wenig zu suchen, sei denn man ist eigensinnig und meint Versuch macht klug. Aber Erfahrungen sprechen dagegen.


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

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