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Laelia reginae - wie kultivieren?

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

Gast

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Gast

Hallo zusammen,

melde mich hiermit aus dem Urlaub gleich mit einer Frage zurück...

Meine Orchis waren allesamt während der Urlaubszeit zur Pflege bei Lucke. Ist ihnen auch gut bekommen. Gestern haben mein Männe und ich die alle wieder abgeholt und zum bezahlen an der Kasse ist mir eine Laelia Reginae gefolgt. Very Happy

Ich habe natürlich gefragt, wie die behandelt werden muß und habe die Info bekommen, daß sie auf dem Balkon gut aufgehoben ist, nur nicht zu viel Sonne haben will. Vormittags kurz ginge wohl. Und daß das eine Steinlaelia ist.

Na prima, ganz entzückend. Ist meine erste Steinlaelie, und dann auch gleich noch eine Naturform... ich gestehe, daß mir ein wenig schummerig ist dabei. Naturform war mir nicht klar, daß es sich um eine handelt, habe ich erst gerade eben rausgefunden. Denn wie gesagt, auf dem Schild stand Reginae, nicht reginae, wie es eigentlich richtig gewesen wäre.

Okay, nun steh ich da mit meinem Talent. Und die Steinlaelie auf dem Esstisch vom Balkon, also so weit von der Sonne entfernt wie es möglich ist.

Meine übliche Info-Quelle orchidspecies.com glänzt auch nicht gerade mit Informationen, wie die nun eigentlich behandelt werden will. Außer, daß es sich um eine "cold to warm" behandelnde Miniatur-Orchidee handelt, ist da nicht rauszulesen.

Was mach ich damit nun? Getopft ist sie in normaler Rinde, mittelgrob. Nach allem, was ich inzwischen weiß, ist das eher nicht so optimal. Und wie (und wie doll) soll die gegossen werden? Und wie überwintere ich die?

Helft mir bitte mal!

Liebe Grüße,
Karola.

Leni

Leni
Orchideenfreund

Hi Karola
Laelia reginae gehört zu den "rupicoulos". Also den kleinen, sehr sukulenten Steinlaelien wie imtambana, lucasiana e.t.c.
Ja das Substrat ist nicht optimal, inzwischen haben sich bei den Steinlaelien ein Mix aus mineralischen Materialien durchgesetzt.
Ich verwende ein Mix aus Lava, Granit, Porphyr und mix dann in den unteren Bereich des Topfes ein bischen Kokos mit rein, abgedeckt wird, wenn fertig getopft ist mit hellem Steinmaterial, dass im Sommer die Sonne den Topf nicht so aufheitzt. Als Topf kommt nur Ton in Frage.
So, u nun ab in den Süden, äh in die Sonne, geboren zum Grillen ist das Motto bei fast allen Steinlaelien.
Gewässert wird täglich, man kann sie auch in einen Untersetzer stellen, sodass immer Wasser zur Verfügung steht.
Gedüngt wird schwach, zuviel mögen die Wurzeln nicht. Im Winter kühl und trocken, dennoch hell.

LG

Leni

Gast

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Gast

Hallo Oliver,

oh je, da hab' ich mir ja was schönes angelacht...

Das mit dem Wasser bekomme ich hin. Benutze hier sowieso fast ausschließlich auf 300 µS aufgedüngtes Wasser. Oder sind 300 schon zu viel? Dann müßte ich weiter verdünnen.

Das mit dem Substrat und mit selber mischen ist überhaupt nicht mein Ding. Krieg ich echt nicht gebacken, sorry. Da werde ich mal schwer auf Suche gehen müssen, wo ich ein Äquivalent schon fertig angemischt herbekommen kann.

Einen Tontopf habe ich noch irgendwo rumfliegen, mal suchen, wo der steckt. Und den rüste ich dann mit Untersetzer aus. Okay, also doch ein wenig anders als "normale" Orchideen, denen bei Wasser unten drin die Wurzeln drohen wegzufaulen.

Tja, und kühl überwintern... das wird der Knackpunkt schlechthin. Muß das richtig doll hell sein? Ich habe mir nämlich letztes Jahr im Winter eine Christrose zugelegt. Die steht fast durchgehend auf dem Balkon. Nur wenn es wirklich Frost gibt, kommt sie ans Fenster im Treppenhaus. Da ist es zwar kühl (so etwa 15° C), aber es friert nicht.

Sag mal, ist die überhaupt für einen Anfänger geeignet? Nicht daß ich generell einer bin, aber bei Steinlaelien auf jeden Fall.

Liebe Grüße,
Karola.

P.S.: Immerhin die Wärme im Sommer lieben sowohl die Steinlaelie als auch ich. Nur mit der Kälte im Winter kann ich mich nicht wirklich anfreunden...

Leni

Leni
Orchideenfreund

Hallo Karola
Ja ich denke schon, dass sie sehr gut von Anfängern pflegbar ist. Denn ist sie mal im Topf, ab in den Untersetzer und grillen. Jeden Tag überbrausen, abends und morgends. Zu den Steinen, im Endeffekt sind es ja nix anderes als Splitte diverser Steine zu vermischen, du kannst auch Aquarienkies nehmen.
Du solltest schauen, das die reginae so fest wie möglich im Topf steht. Die Temperaturseite im Winter ist kühl, kann aber auch mal zu ganz kalt ausschlagen. Zu warm, also Durchtrieb wäre nicht so dolle.
Zur Ankultur ist mir 300 µS schon ein bisserl zuviel, 200 µS wären mir lieber.

LG

Leni

Gast

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Gast

Hallo Oliver,

was genau meinst Du eigentlich mit Ankultur? Die, die ich mir gekauft habe, hat gerade zwei (recht kleine) Blüten. Ich persönlich würde sagen, die hat es bereits hinter sich. Allerdings wenn ich mir die Blütezeit bei orchidspecies zu Gemüte führe, dann stimmt da was nicht so recht: spätes Frühjahr wird da angegeben, später Sommer ist es bei mir. Haut das vielleicht eher mit der Blütezeit am Original-Standort hin? Dann handelt es sich um eine Importpflanze. Würde passen: denn auf der Seite von Lucke wird ein Brasilien-Import vom August 2012 erwähnt und im Shop ist sie nirgendwo zu finden.

Verschneiden würde ich hinbekommen. Wir haben hier noch einen Kanister mit reinem Osmosewasser (~ 10 µS) stehen. Damit könnte ich das machen. Wäre also ohne Probleme machbar.

Zum Substrat: wie klein müssen denn die Steinsplitter sein? Bei O&M bieten sie Bims-Granulat 8-16 mm an. Auch: Kokosfaser und Perlite. Und irgendeinen Kies meine ich haben wir hier auch noch, Allerdings entzieht sich meiner Kenntnis, wie groß bzw. klein der ist.

Was die gewünschte Temperatur im Winter angeht: die wird halt genauso wie die Christrose behandelt, dann sollte das klappen. Die kommt nur ins Treppenhaus, wenn draußen Frost droht und die Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts sinken.

Liebe Grüße,
Karola.

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