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Moor = Torf als Substrat

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 Moor = Torf als Substrat am 12.06.13 19:06

Gast


Gast
Hallo zusammen,

Ich habe folgende Fragen : 

1/- Gibt es Moore in Höhen zwischen 2600 meter und 4200 meter ?
2/- Kann man Kakteen in Moor = Torf pflanzen ?. Wie ist mit die Chance ?

2 Re: Moor = Torf als Substrat am 12.06.13 19:13

Eli1

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Admin
Hallo
Mit den Kakteen habe ich so meine großen Zweifel.


_________________
Liebe Grüße Eli
Admin
http://www.orchideen-wien.at

3 Re: Moor = Torf als Substrat am 12.06.13 19:57

Gast


Gast
Vielen Dank,

Warum ich diese beide Fragen hier im Forum stelle ?
Eine Pflanze ( cypripedium ) , die in Höhe zwischen 2600 meter und 4000 meter wächst , nimmt man raus und pflanzt im Garten mit Torf als Substrat, überlebt diese Pflanze ?.  Ich hatte vor 5 Jahren eine Gärtnerei besucht , der Inhaber pflanzt seine cypripedium in Torf und erzählte mir , das alle seine Pflanzen in Torf wachsen und sie vermehren sich wunderbar . Seine Aussage beschäftige ich mich bis heute. Ich weisse nicht , ob zwischen 2600 meter und 4000 meter Moore gibt und Pflanze, die nie im Leben in Moore wächst jetzt pötzlich in Torf eingepflanzt ist , ob sie weiter wächst.

Eine Frage ohne Antwort .

4 Re: Moor = Torf als Substrat am 13.06.13 16:49

Pooferatze

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Orchideenfreund
Hallo,
kurze Frage, meinst Du Moos - die Pflanze, oder Moor - im Sinne von Torf, bzw. Substrat?
Letztendlich ist Torf zwar abgestorbenes Moss (Torfmoos, bzw. Spaghnum), als Substrat aber anders zu verwenden, als lebendes oder auch getrocknetes Moos. 
Es gibt Moore (und damit auch Moose) auf jeden Fall bis 2760 m Höhe, reine Moose findet man auch höher.

Ich kann mir auch nicht vorstellen Kakteen in Moos zu pflanzen, in den Wüstenregionen, der Heimat der Kakteen wächst kein Moos, denn Moose brauchen Feuchtigkeit. Kakteen brauchen ausgesprochene Trockenperioden, das widerspricht sich also. Entweder fangen die Kakteen an zu faulen oder die Moose vertrocknen.
Das gleiche gilt für Moorbeete. Die dauernde Feuchtigkeit der Moore würde den Kakteen schaden und ohne konstante Feuchtigkeit würde kein Moor überleben. Moore bilden sich in der Natur da, wo das Regenwasser nicht ablaufen kann (kurz gesagt).

Mehr weiß ich leider auch nicht, da müssen dann sie Spezialisten ran. Und mit Cypripedien habe ich leider auch keine Erfahrung, da ich keinen Garten habe.

Aber vielleicht läßt sich deine Frage ja doch noch ganz beantworten.

5 Re: Moor = Torf als Substrat am 14.06.13 8:39

Gast


Gast
Pooferatze schrieb:Hallo,
kurze Frage, meinst Du Moos - die Pflanze, oder Moor - im Sinne von Torf, bzw. Substrat?
Letztendlich ist Torf zwar abgestorbenes Moss (Torfmoos, bzw. Spaghnum), als Substrat aber anders zu verwenden, als lebendes oder auch getrocknetes Moos. 
Es gibt Moore (und damit auch Moose) auf jeden Fall bis 2760 m Höhe, reine Moose findet man auch höher.

Ich kann mir auch nicht vorstellen Kakteen in Moos zu pflanzen, in den Wüstenregionen, der Heimat der Kakteen wächst kein Moos, denn Moose brauchen Feuchtigkeit. Kakteen brauchen ausgesprochene Trockenperioden, das widerspricht sich also. Entweder fangen die Kakteen an zu faulen oder die Moose vertrocknen.
Das gleiche gilt für Moorbeete. Die dauernde Feuchtigkeit der Moore würde den Kakteen schaden und ohne konstante Feuchtigkeit würde kein Moor überleben. Moore bilden sich in der Natur da, wo das Regenwasser nicht ablaufen kann (kurz gesagt).

Mehr weiß ich leider auch nicht, da müssen dann sie Spezialisten ran. Und mit Cypripedien habe ich leider auch keine Erfahrung, da ich keinen Garten habe.

Aber vielleicht läßt sich deine Frage ja doch noch ganz beantworten.








Vielen Dank , ich habe mich vertippt . Ich meine " Moor " . Ich danke dir sehr , du hast meine Frage komplett beantwortet.
Viele cypripediums, die in Höhen 3000 meter bis 4500 meter wachsen , sie haben in ihre Leben nie mit Moor in Kontakt . Bestimmte Leute pflanzen solche cypripedium in Garten in " Moorbeete " bzw. " Moorgrube "  und meinen das ist wunderbar . Es erklärt mich warum sie jedes Jahr neue cypripedium bestellen und in Herbst wieder neu pflanzen. Ich sehe in Internet und Foren , jedes Jahr Photos von neue gepflanzte cypripediums . Viele Photos stammen von Experten , Koryphäen .

Ich war vor 2 Woche in Nord , habe ein schöner Garten besucht . Der Inhaber pflanzt seine cypripediums ( Hochbeet ) in  Torfschicht circa 20 cm dick , unten ist Drainageschicht. Alle seine cypripedium ( hat er vor 5 bis 6 Jahren ausgepflanzt ) haben entweder nur 2 oder 3 Triebe ( wachsen zu langsam ) . Ausser cypripedium reginae hat mehrere Trieben .
Meine Vermutung ist . Moor hält die Pflanzen am Leben und bremst der Wachstum .

Vielen Dank nochmals

6 Moor = Torf als Substrat am 14.06.13 9:50

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Da Torf aus dem Moor sehr nährstoffarm ist, war Torf lange Zeit ein begehrter Pflanzstoff für Orchideen. Auch Kakteenerde gab es auf Torfbasis - allerdings stark mit Sand gemischt.

Die Vorstufe von Torf ist Spaghnum - auch dieses Moos gilt als optimaler Pflanzstoff für Orchideen, der sich allerdings bei Verwendung von Salzdünger schnell zersetzt.

Durch den Naturschutzgedanken (Schutz der Moore) wird Torf heute nur noch selten als Pflanzstoff im Gartenbereich und auch in der Orchideenkultur verwendet.

7 Re: Moor = Torf als Substrat am 14.06.13 10:23

Gast


Gast
UweM. schrieb:Da Torf aus dem Moor sehr nährstoffarm ist, war Torf lange Zeit ein begehrter Pflanzstoff für Orchideen. Auch Kakteenerde gab es auf Torfbasis - allerdings stark mit Sand gemischt.



" Torf war lange Zeit ein begehrter Pflanzstoff für Orchideen " . Warum ? Braucht Orchideen keine Nahrung oder sehr weniger Nahrung ?. Was für ein Zweck , Torf als Substrat für Orchideen und gleichzeitig Düngen zu führen ? Und sogar Osmocote noch .

8 Re: Moor = Torf als Substrat am 14.06.13 12:10

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Ein Orchideensubstrat sollte sich möglichst langsam "umsetzten"  und dabei keine Nährstoffe abgeben.

Torf erfüllt diese Anforderung nahezu optimal - der niedrige pH-Wert macht einigen Fäulnisbakterien zudem das Leben schwer.

Fehlende Nährstoffe im Torf sind durch gezielte Düngung an die jeweiligen Kulturanforderungen angepasst worden. Der niedrige pH-Wert ist durch regelmäßige Kalkzugaben angehoben worden.

Torf war/ist zudem günstig und damit ein sehr geeignetes Orchideensubstrat - wenn man sich an das Wasserhaltevermögen des Torfes in seinem Kulturraum anpasst - dass ist im Blumentopf manchmal nicht ganz einfach (unterschiedliche Topfgrößen).

Diese Anforderungen gelten aber an jedes Orchideensubstrat!

Torf hat zudem einen hohen Humusanteil, der sich insbesondere im Freiland bei der "Aufwertung" verschiedener Böden sehr positiv auswirkt.

In der Natur ernähren sich Orchideen insbesondere aus den verschiedenen organischen "Zersetzungsprodukten" bis hin zum Humus.

Wer sich dafür interessiert, sollte sich einmal mit der Humustheorie auseinander setzen - da gibt es im Internet einiges Interessantes zu lesen.

Allerdings steht diese Ernährungsweise im krassen Widerspruch zu der Pflanzenernährung von Justus Liebig = Salzdünger

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