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Ratschläge für Orchideen auf einem Ast gesucht

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

Biene

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Orchideenfreund
Hallo liebe Pflanzenliebhaber,

in meinem neuen Wintergarten gefällt es den bisher hier lebenden Orchideen ausnehmend gut. gießen
Nun hat mein Mann mir eine Astgabel aus Buche mitgebracht, die ich wunderschön finde.
Sie passt auch toll in den Raum.

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Diese Astgabel würde ich nun gern mit Orchideen und Tillandsien besiedeln. nachdenken
Das Projekt soll auch erst im Februar starten, weil ich vorher länger auswärts bin und Angst habe, das meine Pflegevertretung das nicht packt. staun

In der Zwischenzeit wollte ich aber schon mal Hinweise und Ratschläge zusammentragen, worauf man bei einer Astbepflanzung achten muss.
Gibt es Pflanzen, die sich besonders gut eignen? Wie kann man die Wässerung gut gestalten. Was ist zu vermeiden? Den Ast kann ich ja nicht tauchen. Sollten die Pflanzen lieber extra auf einer separaten Auflage aufgebunden werden?
Der Wintergarten wird im Winter auch geheizt, wobei die Temperaturen wahrscheinlich so zwischen 15°C und 23°C liegen werden. Auch dies muß ich zunächst in der ersten Wintersaison ausprobieren.

Vielleicht haben ja auch andere Mitglieder hier an solch einer Kultur Interesse oder Erfahrungen.
Sollte es dazu schon etwas geben, nehme ich auch gerne Hinweise dazu an.
Ich würde mich sehr über einen Austausch dazu freuen.

Die zukünftigen Pflanzen will ich dann nächsten Jahr beschaffen.

LG
Biene winken



Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Biene,

stell dir das nicht so einfach vor. In der Wohnung wirst Du auf Dauer keine großen Erfolge mit aufsitzenden Orchideen haben, weil Luftfeuchte fehlt und das ganze sehr schnell austrocknet. Du könntest max. Töpfe an den Ast schrauben, darin Orchideen und dann Tillandsien aufbinden. Beim Wässern wirst Du ganz schnell merken, dass diese Pflegeart nicht für Wohnräume ideal ist.


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Gruß Franz
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Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Stil ist nicht das Ende des Besens!
http://www.bordercollie.ranch.de

Pooferatze

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Moderator
Hallo Bine,

es gibt einige Arten, die man bei guter Pflege auch im Wintergarten halten kann (wie Du auf meinen Avatarbild sehen kannst  Laughing  - nein, Scherz beiseite ->). Ich habe außerhalb der Vitrine ganz gute Erfolge mit einigen robusteren Arten, vor allem Hybriden oder Arten, die eine trockene Winterruhe brauchen, wie z.B. Barkeria spectabilis oder Dendrobium kingianum. Das größte Problem wird wirklich das Wässern sein.

Auch wäre ich mir nicht sicher, wie lange der Buchenast durchhält. Besser wäre in Verbindung mit täglichem Wässern wahrscheinlich Robine, Holunder oder Erle. Auf jeden Fall würde ich ihn so gestalten, dass man die Pflanzen ohne große Schäden auch wieder runter nehmen kann.



Zuletzt von Pooferatze am 17.06.15 19:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Viele Grüße

Eva

Eli1

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Admin
Ich würde den Ast in einen großen schönen Terracotta Topf einbetonieren, aufrecht stehend , Töpfe dran hängen oder Loch in den Topf und mit Draht knapp an den Ast hängen und diesen mit Jute verkleiden.
Der Topfboden kann ohne weiteres eine kleine Schale enthalten sonst tropft es dir beim Gießen runter.
Tillandsien und dergl. kann man auf den Ast frei aufbinden und so schrittweise verschönern.
Wenn du den Ast so lässt und sprühst, hast du bald das Fenster immer mit Wasser bekleckert und den Boden auch oder du hast eine Wanne drunter fürs Tropfwasser.

So wie er jetzt hängt würde ich es im GWH machen,dort kann man mit Wasser sprühen wie man will.


_________________
Liebe Grüße Eli
Admin
http://www.orchideen-wien.at

konrad

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Orchideenfreund
Hallo Bine,
mal zur Anschauung zwei von meinen drei Robinienästen.
Bei dem Großen sind oben zwei Tolumnia variegata Hybr. ,Euchile mariae ,Tillandsia spec.
Phymatidium tillandsioides Prostechea vitellina und noch so einiges.
Auf dem zweiten Ast sind drei Oncidium cheirophorum,oben das Oncidium war einmal sehr groß,aber es löst sich
so langsam auf,keine Ahnung warum.
Der dritte Ast hängt draußen,weil ich mir auf dem Schild und Wollläuse eingefangen habe,zum ersten mal seid
ewigen Zeiten.
Ansonsten kann ich den vorherigen Berichten nur zustimmen,das Sprühen kann schon in eine Schweinerei ausarten.
Meine Äste werden täglich (im Sommer bei Hitze zwei mal) angesprüht und einmal in der Woche richtig durchdringend.
Im Sommer draußen und im Winter über der Wanne.
Bepflanzte Äste sehen zwar toll aus,aber stell Dir das nicht zu einfach vor.

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Berlinickerin

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Orchideenfreund
Hallo Biene,

das ist ein echt schöner Ast! Und Epiphytenäste ja einfach toll, wie man an den Beispielen hier im Thread sieht. Ich würde aber auch denken, dass aufrecht hingestellt doch pflegeleichter ist - wenn Dich der Aufwand und die Schweinerei nicht schrecken. Wink

Ich würde allerdings vielleicht nicht ausgerechnet im Februar starten. Denn der lichtarme Winter ist ja eh hart. Und vielleicht wäre es da günstiger, den Beginn Deines Projektes in den Beginn des Frühlingswachstumsschubs zu legen?

Viele Grüße
Jule

Biene

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Orchideenfreund
vielen Dank für die Hinweise.  Smile

Ich dachte mir schon, dass es nicht so einfach sein wird. scratch

Aber die Äste von Konrad sind wirklich toll!
Da ich voll berufstätig bin, wird das mit dem Sprühen tatsächlich nicht ganz einfach sein.

Für weitere Hinweise bin ich dennoch dankbar.  Shocked
Ich glaube ich finde eine Möglichkeit mit Drahtkörbchen und Moos eine Speichermöglichkeit zu schaffen.
Zunächst werde ich aber auch mal die angesprochenen Pflanzen checken und auswählen, was überhaupt in Frage kommen könnte.

Es eilt ja nichts. blume

Danke auch für den Hinweis mit der Zeitschiene. Man kann ja auch mit Begleitpflanzen beginnen.
Ich bin noch völlig offen und einfach bei der Prüfung der Möglichkeiten.


Eure Biene

Christian N

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Orchideenfreund
Hallo Biene,

ein Epiphytenast oder gar -baum, bepflanzt mit blühenden Orchideen und dekorativen Begleitpflanzen,  ist wohl früher oder später der Traum eines jeden Orchideenliebhabers.

Auch ich habe alle Phasen dieses Wunschtraumes durchlebt:

Mein erster Epiphytenbaum stand in einer mit Erde gefüllten Pflanzwanne am Zimerfenster.
Herablaufendes Wasser machte also keine Probleme aber tägliches Sprühen allein reichte nicht aus. Alle Epiphyten(Orchideen und Bromelien) vertrockneten mit der Zeit, auch wenn die Wurzeln mit dicken Moosballen umwickelt waren.
Mit der Zeit löste sich die Rinde und ein reiches Insektenleben, vor allem Asseln, kam zum Vorschein.

Nun beschränkte ich mich auf einzelne Zweigstücke, wobei sich die Größe nach dem Tauchbehälter richtete.
Bald bemerkte ich, daß bei senkrechten Epiphytenästen der obere Teil i.d.R. zu schnell abtrocknete. Waagerechte Äste beanspruchten viel Platz, weil sie zusammen mit den Aufhängedrähten eine Triangel bilden.

Vor einigen Jahren befestigte ich an einem gedrehten senkrechten Aststück ca. ein Dtzd.
große und etliche kleine Kunststofftöpfe starr mit Draht und setzte meine getopften Bromelien hinein.
Der Ast hing über dem Tauchbecken im Wintergarten und kam über den Hochsommer in den Garten.
Die größeren Bromelien, die unten wuchsen, bekamen wieder mehr Wasser ab, als die oberen kleineren. Die hätte ich nach und nach durch Tillandsien ersetzen können, aber der prächtig wuchernde ( und blühende ) Epiphytenstamm wurde mit der Zeit nach dem Wässern viel zu schwer. So mußte ich ihn demontieren, bevor ich Orchideen dazwischensetzen konnte, was meine ursprüngliche Absicht war.

Zur Zeit beginne ich wieder über Epiphytenäste nachzudenken, weil ich genügend Teilstücke von kleinerbleibenden Orchideenarten habe und einen Teil meiner Bromelien und epiphytischen Fanen und Kakteen gern mit aufbinden möchte und vor allem Platz im Gewächshaus für die damit verbundene Wasserpanscherei habe.

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Stanhopea tigrina wächst seit 2011 auf diesem hohlen Aststück. Sie hat zwischenzeitig einmal geblüht, da Wachstum ist nicht so gut wie im Korb.

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Dieser Ast war ursprünglich bis 2011 doppelt so lang. Den unteren Teil mit einigen Rückbulben von Stanhopea tigrina habe ich abgesägt, weil diese zu schnell wuchsen. Neben Epidendrum porpax kamen nach und nach Dockrillia mortii, Encyclia poybulbon und Maxillaria vitelliniflora dazu.

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Vor einigen Wochen habe ich hier E. polybulbon, E. porpax und D.mortii zusammengepflanzt.
Die ersten Wurzeln verwachsen mit der Rinde.

Für das Zusammenstellen von Epiphytennästen gelten nach meinen Erfahrungen folgende Regeln:

Man muß sich von der Vorstellung verabschieden, daß sich ständig blühende Orchideen darauf befinden. Es gibt zwar einige Dauerblüher, aber nicht ganzjährig.

Die eigenen Vorstellungen von dekorativen Ensembles werden stark durch die gemeinsamen Bedürfnisse aller beteiligen Pflanzen und durch ihre  anzugleichenden Wachstumsraten eingeschränkt, wobei den Orchideen immer der Vorrang zu geben ist.

Sprühen und Tauchen müssen ungehindert möglich sein und der Zeitaufwand dafür muß eingeplant sein.

Wer diese Kriterien nicht erfüllen kann, muß sich mit dem zeitweiligen Aufbinden von Orchideentöpfen oder -blöcken an dekorativen Stämmen und das Kaschieren mit Moos, Rinde und Kokosfasern beschränken, wie es auf Ausstellungen praktiziert wird.



Gruß
Christian

Biene

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Orchideenfreund
Hallo Christian,

super Deine Ausführungen!

Vielen Dank ja1

Ich werde als noch etwas überlegen. Das Sprühen ist schon ne Sauerei. Twisted Evil
Ich werde wohl noch einige Nächte darüber schlafen. nachdenken

Eventuell werden es dann doch nur Körbe. Es muß weiter pflegeleicht bleiben. ueberlegen

LG
Biene

Christian N

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Orchideenfreund
Hallo Biene,

weil ich im Wintergarten auch nicht sprühen oder mit Wasser panschen kann, habe ich dort folgendes zeitsparende System seit Jahren angewendet:

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der Korb wird abgehoben und beiseite gestellt

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darunter befindet sich meine "Tauchstation"

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das Gitter auf dem Wasserbehälter läßt sich natürlich auch zum Abtropfen nutzen

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nach kühlen Nächten kommt der Tauchsieder für eine Viertelstunde zum Einsatz

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zum Abtropfen hängen die Pflanzen an zwei Drahthaken über den Schalen, man kann Töpfe und Körbe auch schräg auf die Abtropfgitter in den Schalen stellen, dann läuft das Wasser schneller ab.

...und die beiden Handtücher vor den Schalen nicht vergessen. Zum Trocknen kommen sie anschließend sommers ins Freie und winters in den Heizungskeller.

Selbstverständlich kann man dicht über dem Gitter bzw. Schalen auch vorsichtig Orchideen sprühen, die nicht getaucht werden sollen.

Man könnte für längere Epiphytenäste auch einen Tauchbehälter mit anderen Abmessungen verwenden.

Der Auf- und Abbau dieser ganzen Anlage dauer nicht länger als eine Minute.
Damit dürfte sich die Wasserplanscherei   in Grenzen halten lassen.


Gruß
Christian

Eli1

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Admin
Wunderbar Christian! Sehr schön ja1 ja1


_________________
Liebe Grüße Eli
Admin
http://www.orchideen-wien.at

Biene

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Orchideenfreund
Ganz tolle Idee Christian! ja1 ja1 ja1

Wo ein Wille ist ist wohl doch auch ein Gebüsch freuen

Danke für die Anregung

LG
Biene

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