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Pflanzenbeleuchtung mit LED Lampen

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

Max Sch

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Orchideenfreund
Hallo zusammen,

ich bin vor kurzem auf die Ideen gekommen meine Jungpflanzen und Sämlinge mit LED Pflanzenlampe zu beleuchten.
Hat jemand Erfahrung damit?

Bei ebay gibt es da ja eine ganze Menge im Angebot.

Ich habe auch gelesen das vorallem blaues Licht für das Wachstum wichtig ist was im meinem Fall, also Beleuchtung von  JP am sinnvollsten wäre.

Sollte ich mir also Pflanzelampen mit nur blauen LED zulegen wie hier:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Oder doch liebe die Lampen mit roten und blauen LEDs zulegen?
Wie zb hier:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Für Rat und Tipps wäre ich sehr dankbar!!!

MfG Max

Pooferatze

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Orchideenfreund
Hallo,

bei diesen Angeboten gibt es keine Angaben über Lux, fc oder Lumen. Meines Wissens ist nicht nur die Farbe wichtig, sondern auch die Lichtintensität und die Menge des Lichts.

Aber zugegebenermaßen, als ehem. konstanter Physik 4 Schüler bin ich da nicht ganz so firm. Ich fand [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] für mich als Physik Analphabet immer gut nachvollziehbar.

Da ich grade für mein Nanoviv auch gerne LED Beleuchtung hätte, damit sich für die kühlen Orchideen die Luft nicht so aufheizt, würden mich die Antworten der technisch erfahrenen Orchideenfreunde auch interesieren.

Viele Grüße

Eva

Achja, und [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]beiden [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] finde ich auch ganz interessant.



Zuletzt von Pooferatze am 13.01.14 14:02 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : ein Beispiel vergessen)

Jour

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Orchideenfreund
Bei den oben verlinkten Angeboten würde ich tunlichst die Finger lassen!
Man beachte die Bilder und überlege mal, wieso die Pflanze nur die oberen Blätter spärlich angeleuchtet bekommt, obwohl/gerade deswegen die Lampe schon in so kurzem Abstand drüber hängt. Und wieso -- wie Eva schon erwähnt hat -- keine Angaben zur Lichtausbeute bzw. Lichtintensität gemacht werden ...
Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Ich weiß dass viele Chilli-Heads schon viel mit LED's als Lichtquelle zur Anzucht von Jungpflanzen experimentiert haben, die Ergebnisse findet man in den einschlägigen Chilli-Foren. Habe das mal eine Zeit lang verfolgt, bin auch überzeugt dass es machbar ist, allerdings sehe ich das nicht gerade als eine einfache und kostengünstige Variante um Pflanzen zu beleuchten.

  • zu wenig Lichtausbeute, bzw. zu viele LED's nötig (flächenmäßig problematisch)
  • zu gerichtetes Licht; auch wenn da 120° Ausleuchtungswinkel angegeben werden hat eine LED ihr Maximum immer rund um ihre optische Achse
  • zu teuer für das was sie bringen
  • zu aufwändig, fertige Halterungen kosten einiges, selbermachen kostet Zeit und benötigt etwas (Elektro-)Wissen.


Zum Vertiefen, inklusive Vergleich verschiedener Leutmittel: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]. Die Seite 'Ergebnisse' bringt einen schnellen Überblick, daraus auch der folgende zitierte Absatz:
Leuchtdioden vom Schlage der hier überprüften High-Power-LEDs erreichen inzwischen Wuchslichtausbeuten, die an die Werte von Leuchtstofflampen herankommen. LEDs sind allerdings keine Strahlungsleistungswunder. So benötigt man rund 30 Stück Cree XR-E Cool White (bei 350 mA), um die Wuchslichtstrahlung einer einzigen 36 Watt Dreibandenlampe der Lichtfarbe 865 zu erreichen. "Vollspektrum"-LEDs wie die Seoul P4 Natural White fallen deutlich zurück, sind aber wegen ihrer hohen Farbtreue eine Empfehlung wert.
Würde also rund 30 EUR für High-PowerLED's im Vergleich zu 7 EUR für eine Leuchtstoffröhre bedeuten.

Mein Rat:
Ich würde T5, besser T8-Röhren einsetzen. Es gibt Halterungen für zwei 120cm-LSR, in die man ein 865-Leuchtmittel (d.h. 6500K), und ein 840 (d.h. 4000K) verwenden könnte, was eine Mischung aus tageslichtähnlichem, blauem Licht für das Wachstum und einem Rotanteil für die Blütenbildung bewirkt.
Man benötigt eine Halterung, ein EVG (el. Vorschaltgerät), Leuchtmittel und optimalerweise einen Reflektor. Wenn man ein wenig schauen geht in den Baumärkten kommt man mit ähnlichen Kosten wie die obigen eBay-Angebote auf einen grünen Zweig, und die Pflanzen haben auch deutlich mehr davon. Manchmal findet man Halterungen schon mit Vorschaltgerät und 865-er Leuchtmittel zusammen. Da reicht es ein Kabel mit Schukostecker dranzumachen und hat mit einer Schaltzeituhr eine prima automatische Beleuchtung.

Wärme ist auch bei Leuchststoffröhren kein Thema, ich gehe mit dieser Kombination bis auf wenige cm an die Pflanzen ran:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Beleuchtung mithilfe zweier 865-Leuchtstoffröhren (2x36W) zur Anzucht(!) von Pflanzen im Januar/Februar


Jochen

Oh_Oh

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Orchideenfreund
Muss man die Leuchtstoffröhren bei täglichem Betrieb nicht jährlich ersetzen?
Gruß Ralf

Max Sch

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Orchideenfreund
Hallo zusammen und danke für die Antworten!

Also ich glaube über die Kosten von LED zu anderen Leuchtmitteln müssen wir hier nicht diskutieren.

Ich habe mir gestern einen 7W LED Strahler gekauft der hat 22€ gekostet.
Wie lange muss ich diesen Strahler im Einsatz haben um die Kosten im Gegensatz zu einer Leuchstoffröhre die zB 36W hat wieder rein zu haben.
Wer Lust hat kann das ja mal durchrechnen.
Und wie Ralf schon schrieb lassen die Röhren nach einiger Zeit auch nach und müssen gewechselt werden.

Für das Auge scheint das blaue und rote Licht vielleicht dunkel wirken aber wenn es genau das Spektrum ist was die Pflanzen für die Fotosynthese braucht ist es doch in Ordnung.

Ich habe mir einen Strahler mit 2/3 blau und 1/3 rot geholt.
Und zwar diesen hier.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Ich werde weiter berichten.

MfG Max

konrad

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Orchideenfreund
Hallo Max,
auf meiner Vitrine habe ich vier LED mit 5000 Kelvin ,die Lumenzahl war -ich weiß es nicht mehr genau - 220 Lumen.
Das ist nicht viel,aber die Vitrine steht im WG und hat so rundum Licht. Die Beleuchtung ist also nur Zusatz und
weil die Vitrine des Abends so ganz toll aussieht.
Sind die LED`s wirklich rot und blau,das muss doch Sche...... aussehen.

Pooferatze

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Orchideenfreund
konrad schrieb:
Sind die LED`s wirklich rot und blau,das muss doch Sche......  aussehen.

Ich habe einmal aus dem Baumarkt im Ausverkauf eine "echte" Pflanzenenergiesparleuchte mit genommen, die eben genau dieses lila Licht hatte.

reingeschraubt
angeschaltet
ausgeschaltet
rausgeschraubt

Jetzt verstaubt sie irgendwo in der Schublade  Laughing 

Aber als mein Vater in den 70er Jahren sein Orchideenfenster baute, gab es nur solche Pflanzenleuchtstoffröhren. Das hatte zur Folge, dass unser Fenster durch das ganze Waldstück lila leuchtete und ich immer den Weg nach Hause gefunden habe - allerdings wussten auch alle anderen, wo wir wohnten.  Cool 

lg Eva



Zuletzt von Pooferatze am 14.01.14 10:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Max Sch

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Orchideenfreund
Ich habe mir auch schon gedacht ,dass das Licht nicht sehr schön anzusehen ist!
Ich werden das ganze aber in meine Orchideenecke mit tun da fällt es nicht ganz so auf, und solange es gut für die Pflänzchen ist bin ich da auch toleranter ich hoffe das es meine Frau ist  Laughing .

MfG Max

Oh_Oh

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Orchideenfreund
Sag mal, de Angaben des Herstellers sind, dass bei einem Abstrahlwinkel von 45° bis zu 2 m2 Gewächshausfläche beleuchtet werden können.
Zitat: empf. Belichtungsfläche: 0,5 m² in Klimakammer - 2 m² im Gewächshaus.
Habe ich etwas falsch verstanden?
Die LED-Lampen für diese MiniCube-Aquarien haben 10 Watt und schaffen die 40 cm Abstand mal gerade so. Habe das aus Spaß an der Freud mal durchgerechnet:
Um 2 m2 Fläche (ich denke, es ist ein Kreis gemeint) mit 45° zu beleuchten, ist ein Abstand von rund 1,93 m erforderlich. Das wäre nicht realistisch.
Nun, wenn ich im Gewächshaus nur Pilze hätte, könnte ich die Lampe zur Orientierung beim Arbeiten nehmen.

Gruß Ralf

Jour

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Orchideenfreund
Das wäre nicht realistisch.
Das ist es auch nicht. Zusätzlich kommt noch die Tatsache dass die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat des Abstands abnimmt.
Von den 10W Energie bleibt -- auch wenn alles in Licht umgesetzt wird -- im 2m Abstand nicht viel, eher nichts, übrig.
Da trägt die normale Zimmerbeleuchtung unter Umständen mehr dazu bei -- die hat mehr als 10W (jedoch schlechtem Wirkungsgrad) und befindet sich meist auch nur 2m weit weg!

Nachdem der PPFD-Wert mit ~320 µmol/m²/s bei einem Abstand von 35cm angegeben ist (ist das ein Schätzwert vom Hersteller?), und ein [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] sinnvoll ist, würde ich die Lampe(n) nicht weiter als diese 35cm weg aufhängen und sogar darunterbleiben mit dem Abstand.


Jochen

Max Sch

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Orchideenfreund
Hallo zusammen,

ich wolllte die Lampe zur Beleuchtung von einem MiniGWH verwenden und der Abstand sollte so gering wie möglich sein.
Also ungefähr 5cm über dem MGWH.

Was da von den Herstellern angegeben wir ist meinstens ein Witz.

Heute kommt der Strahler an ich werde dann mal ein paar Bilder zeigen.

MfG Max

12 LED-Beleuchtung am 13.10.14 19:24

max4orchids

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Orchideenfreund
Hallo,

hier ein Beispiel, wie man mit LED-Streifen zusätzlich beleuchten kann:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Sehr stark ist das Licht nicht - ich habe andere LED-Pflanzenleuchten, die weitaus helleres Licht machen - aber sie leuchten mit einem Spot, d.h. ich bräuchte mehrere dieser Pflanzenleuchten, um die komplette Breite eines Fenstersims abzudecken bzw. um meine 2m breite Konstuktion auszuleuchten.

Der größte Vorteil dieser Konstruktion dürfte darin liegen, dass die Leuchte selbst nur einen minimalen Schatten auf die Pflanzen wirft (wie ein dünner Ast), obwohl sie sehr dicht an den Pflanzen dran ist, wodurch eine maximale Ausbeute erzielt werden kann (die nimmt ja im Quadrat der Entfernung ab). Ein Verbrennen durch Berührung steht auch nicht zu erwarten, da das Aluminium lediglich warm wird.

Die Leistung dieser Pflanzenleuchte ist trotzem höchst bescheiden - sie dürfte auf 5m bei ca. 2000 Lumen liegen, was ziemlich wenig ist, aber sicherlich mehr als nichts. Zum Vergleich: Im letzten Winter hatte ich eine Pflanzenleuchte, die 600 Lumen punktuell macht, in ca. 10cm Entfernung von einem Steinlaelienblatt, das sich an dieser Stelle purpurfarben verfärbte als ob es in der direkten Sonne stünde... Je näher dran, desto besser - das sollte klar sein.

Und wer es genauer wissen möchte: Die Daten des 5m-LED-Pflanzenlicht-Streifens sind laut Hersteller/Verkäufer folgende:

- Fünf Meter flexi Lichtleiste
- LED Anzahl: 300
- LED Typ: SMD 5050
- LED Farben: rot, blau = Violett / Lila / Pink
- Wellenlänge der roten LEDs: 635 - 665nm
- Wellenlänge der blauen LEDs: 445 - 470 nm
- Maße: 500 cm Länge - 1 cm Breite - 0,4 cm Stärke
- Verbrauch 70 Watt bei einer vergleichbaren Leistung von ca. 450 Watt
- Arbeitstemperatur: -20 – +50°C
- Photonen Flussdichte: ≈ 320 mikromol/m2 je sek. bei Abstand von 35 cm
- empf. Belichtungsfläche: 0,5 m² in Klimakammer - 2 m² im Gewächshaus
- Geeignet für alle Wachstumsphasen: Vegationsphase, Blüte- und Fruchtperiode
- Abstrahlwinkel der LEDs: 120°
- Schutzfaktor des Strips: IP67 wetterfest, wasserdicht
- Einsatzbereich: Innen und Außen
- Gewicht 0,3 kg
- Lebensdauer ca. 50.000 Stunden
- Energieeffizienzklasse A+ (auf einer Skala A+++ sehr energiesparend effizient bis E weniger effizient)
- Lichtwiedergabeindex: 86 Ra

max4orchids

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Orchideenfreund
Nachtrag:

Für diejenigen, denen die oben im "Datenblatt" angegebene Einheit μmol m2/s nichts sagt, zitiere ich aus einem Fachartikel:

Die Lichteinstrahlung an sehr klaren Sonnentagen, bestehend aus direktem Sonnenlicht und diffuser, vorwiegend blauer Himmelsstrahlung, hat eine PPFD von ca. 2000-2300μmol m-2s-1. Volles Sonnenlicht ist aber für das Wachstum der Pflanzen nicht erforderlich, da die meisten Pflanzen eine Lichtsättigung der Photosynthese schon bei einer PPFD von 300 bis 700 μmol m-2s-1 aufweisen. An sonnigen Tagen sind Pflanzen daher einem Überschuss an Licht ausgesetzt, das zu Photoinhibition der Photosynthese und zur teilweisen Ausbleichung der Blattpigmente (Chlorophylle, Carotinoide) führen kann. (Quelle: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können])

Demnach müssten 320 μmol m-2s-1 doch schon ganz ordentlich sein, zumal es ja zu 100% verwertbare Photonen sind (anders als im Tageslicht, in dem der gelbgrüne Bereich zur Photosynthese nichts beiträgt bzw. reflektiert wird). Und wenn man dann das Kunstlicht noch als zusätzliche Beleuchtung zum diffusen Tageslicht hinzuzählt, dann könnte es doch einen schon einen beachtlichen Beitrag leisten.

Was die Kosten anbetrifft, so kann man das, so wie im Foto zu sehen, für ca. 100 € zusammenbauen. Das ist zwar deutlich teurer in der Anschaffung, aber wenn stimmt, dass so die äquivalente Leistung von über 400 Watt erbracht wird, da müsste man eine Menge Leuchtstoffröhren anschaffen und alle ein- bis zwei Jahre auswechseln, vom Stromverbrauch ganz zu schweigen. Ich denke, dass die Anschaffung von LED-Lampen mittel- bis langfristig durchaus vernünftig ist und zunehmend rentabler, wenn man die rasant zunehmende Ausbeute und die abnehmenden Anschaffungskosten bedenkt.

Jour

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Orchideenfreund
Demnach müssten 320 μmol m-2s-1 doch schon ganz ordentlich sein, zumal es ja zu 100% verwertbare Photonen sind ...
Der Wert ist das, was die Lampe abstrahlt -- das ist aber nur die halbe Miete, denn die müssen auch dann an der Pflanze ankommen. Bei einer 'normalen' Beleuchtung (also ohne Reflektoren o.ä.) verlierst du einen nicht unerheblichen Teil an die Beleuchtung der Umgebung, weil die Photonen schlicht und einfach nicht die Pflanzen treffen.


Jochen

max4orchids

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Orchideenfreund
Jour schrieb:Der Wert ist das, was die Lampe abstrahlt -- das ist aber nur die halbe Miete, denn die müssen auch dann an der Pflanze ankommen. Bei einer 'normalen' Beleuchtung (also ohne Reflektoren o.ä.) verlierst du einen nicht unerheblichen Teil an die Beleuchtung der Umgebung, weil die Photonen schlicht und einfach nicht die Pflanzen treffen.

Danke für den Hinweis! Das hatte ich in der Tat nicht bedacht. Und es trifft natürlich zu, dass z.B. auch Licht auf dem Fussboden anlangt, sogar nicht wenig, so dass der Wert, den die Blätter absorbieren, entsprechend zu verringern ist.

Trotzdem könnte folgende Schätzung zutreffen: Wenn ich davon ausgehe, dass ca. 50% des Lichtes von den Blättern absorbiert wird (vorausgesetzt die Pflanzen stehen nah genug an der Lichtquelle) und dass viele Orchideen eher mehr als weniger Licht (also ca. 700 Mikromol m2/s) schätzen, dann würde mit ca. 150 Mikromol m2/s immerhin 20% ihres Bedarfs an Licht gedeckt. Und dies dürft sogar vorsichtig gerechnet sein, denn wie oben schon erwähnt, sind es ja allesamt Photonen im verwertbaren roten und blauen Spektralbereich, anders als bei den 700 Mikromol m2/s Sonnenlicht, wo viel gelber und grüner Anteil für die Photosynthese nicht verwertbar ist.

Um es gleich klarzustellen: Ich glaube letztlich nicht, dass das so zutrifft (zu viele Unwägbarkeiten) - aber zumindest ist es ein Anhaltspunkt für die Diskussion - bis zum Beweis des Gegenteils ;-)

Allerdings betrifft das oben Berechnete die Frage, wo für Pflanzen das Optimum liegt - eine andere wäre es, wo das Minimum liegt. Und für das Minimum könnten die errechneten 20% des Optimums weitaus mehr sein, womöglich 50% dessen, was die Pflanze benötigt, um keinen Substanzverlust hinnehmen zu müssen. Das würde dann allerdings einen Unterschied machen!

Terraqua

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Orchideenfreund
Moin,

steinigt mich nicht, wenn ich diesen alten Artikel wiederbelebe.
Also ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Pflanzenlicht.
Wenn ich das richtig verstehe, kommt es für unsere Orchideen nicht auf die Helligkeit des Lichts an, was wir Menschen wahr nehmen, sondern um die roten und blauen Anteile des Lichts. Das was wir als helles Licht wahr nehmen ist für die Pflanzen nicht brauchbar und wird reflektiert, was auch der Grund ist, wieso der Mensch ein herkömmliches Blatt als grün wahrnimmt.

musa

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Orchideenfreund
Hallo,
absolut richtig. Man unterscheidet dann noch zwischen Rot und Tiefrot, und es gibt Untersuchungen, daß Pflanzen für manche Abläufe auch andere Wellenlängen in minimalen Maßen brauchen, das ist aber alles noch sehr vage für mich. Sicherheitshalber hab ich mich deshalb doch noch für LSR entschieden, obwohl LED's mittlerweile über die Stromkosten billiger kommen.
Liebe Grüße
Michael

Pooferatze

avatar
Orchideenfreund
Terraqua schrieb:
Wenn ich das richtig verstehe, kommt es für unsere Orchideen nicht auf die Helligkeit des Lichts an, was wir Menschen wahr nehmen, sondern um die roten und blauen Anteile des Lichts. Das was wir als helles Licht wahr nehmen ist für die Pflanzen nicht brauchbar und wird reflektiert, was auch der Grund ist, wieso der Mensch ein herkömmliches Blatt als grün wahrnimmt.

scratch Da steckt von allem ein bisschen Wahrheit drin.... aber was sich mir nicht ganz erschließt: worum geht es dir bei dieser Frage/ Zusammenfassung eigentlich?


_________________
Viele Grüße

Eva

NorbertK

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Orchideenfreund
Es ging ihm darum hervorzuheben, dass eigentlich nur rotes und blaues Licht für Pflanzen relevant ist. Aber Licht alleine ist nicht alles.

Befi

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Orchideenfreund
Hej zusammen,

für die Beleuchtung meiner Phal. Flaschenkinder benutze ich seit einem Jahr LED Lichtleisten aus dem Baumarkt!!!!!
Die 15 Watt Leuchte ist ca. 1,15 m lang, hat 1100 lm. und 4000 Kelvin.
Die Gläser bekommen zwar Morgensonne, aber die Pflänzchen wachsen Richtung Leuchte.

Für Jungpflanzen reicht das Licht, die kleinen entwickeln sich sehr gut.
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