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Gewächshaus/Wintergarten

+2
Franz
DrParasek
6 verfasser

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1Gewächshaus/Wintergarten Empty Gewächshaus/Wintergarten 25.02.23 16:52

DrParasek

DrParasek
Orchideenfreund

Guten Tag!

Vielleicht kann mir jemand behilflich sein.
Ich suche:

-Literatur
-Websiten
-Erahrungsberichte
-empfehlenswerte Beiträge

zum Thema Gewächshaus/Wintergarten. Meine Lebensgefährtin und ich haben beschlossen, dass wir uns in naher Zukunft einen solchen zulegen um unsere ganzen Exoten unterzubringen und wir als Ingenieure möchten ein solch großer Unterfangen nicht bis ins Detail geplant angehen.
Folgende Dinge interessieren uns besonders:

-Auslegung generell
-Heizsysteme
-Bewässerungssysteme
-Aufbindungsmöglichkeiten
-Microklima*
-Automatisierung
-Sonstige Tipps

*ein Thema das mich etwas beschäftigt, denn mein ursprünglicher Plan wäre gewesen meine Orchideensammlung auf Tontafeln aufzubringen, welche ich von der Rückseite wässern kann. Ich habe gehofft so eine möglichst optisch ansprechendes Arrangement zu erschaffen. Das Ganze scheint aber nicht so einfach zu sein, da ich gelesen habe, dass die Verdunstungskälte doch größer ist als man meint.


Würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrung mir mitteilen würdet, bzw. wenn euch etwas unterkommt was hilfreich sein könnte mir schickt! Bis dahin werde ich das Forum und das Internet weiter druchforsten

LG

Franz

Franz
Fachmoderator Cattleya & Laelia

Ich selber habe ein Anlehngewächshaus und muss sagen, für mich gibt es keine bessere und umfassendere Literatur in einem Buch zum Thema GWH und Orchideen wie:

Orchideenkultur

Gertrud Fast (Hrsg.)

Ulmer Verlag

ISBN 3-8001-6451-5

Gute Büchereien werden dieses Buch auch als Ausleihbuch haben. Es erklärt sehr verständlich die voneinander Abhängigkeiten.


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Menschen finden Ehrlichkeit so lange gut, bis Du etwas sagst was ihnen nicht passt.

zwockel

zwockel
Orchideenfreund

Hallo Dr,
eine gute Beschreibung findest Du hier.

/www.orchideenfreunde.net/t6361-mein-traum-wird-wahr-ich-bekomme-ein-gewachshaus

Liebe Grüße

Will

Christian N

Christian N
Moderator

Hallo DrParasek,

willkommen in diesem Forum.

Zunächst einmal ein Vorschlag zur Vorgehensweise, ob und wie die gestellten Fragen beantwortet werden können.
 
Gewächshäuser und Wintergärten sind auch für Orchideenliebhaber nur Mittel zum Zweck.
Entscheidend ist die Einstellung zu den Pflanzen, denen man einen optimalen Kulturraum bieten will.

Das heißt, zuerst muß man sich folgende Fragen beantworten:
Welche Orchideen von den 20 - 30tausend Orchideenarten oder über 100 000 Hybriden möchte ich sammeln und pflegen.
Wieviel Zeit und Geld will ich dafür aufwenden.
Bin ich bereit, auf längere Reisen zu verzichten oder habe habe ich geeignetes Pflegepersonal für Urlaub oder Krankheit zur Verfügung.

Sind diese wichtigen Fragen geklärt, ergibt sich die weitere Vorgehensweise fast von allein.

Wir bekommen in der Regel schon einen kleinen Einblick, wenn sich Mitglieder vorstellen.

In diesem Forum kann man gegliedert Beiträge zum Bau und der Technik von Gewächshäusern finden, ebenso Vorstellung und Kulturhinweis zu den unterschiedlichsten  Orchideen.
Oftmals muß man dafür etwas Geduld aufbringen, denn das Forum ist eine Mischung aus Anfängern, fortgeschrittenen und erfahrenen Orchideenliebhabern und das ist auch gut so.
Nach deren Lektüre kann man die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Fragen zur Diskussion stellen.
Dann kommt es zum Dialog und zu Antworten, in denen die  Orchideenfreunde ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz öffnen.

Die oft erwarteten Rezepte für eine allgemeine wie auch spezielle Kultur von Orchideen gibt es allerdings nicht.
Orchideenkultur ist immer learning by doing.
Ich wage aus eigener Erfahrung sogar die Prognose, daß sowohl ein Gewächshaus als auch ein Wintergarten nach etlichen Jahren der Orchideenkultur etliche Änderungen oder technische Ergänzungen erfahren wird.
Sich darüber im Vorfeld im Klaren zu sein, erspart überflüssigen Aufwand und Rückschläge.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Aufbau einer Orchideensammlung und anregende Diskussionen im Forum.


Gruß
Christian

weeand, Miniorchideen, sphingidae und OF-Willi Gefällt dieser Beitrag

DrParasek

DrParasek
Orchideenfreund

Vielen Dank für eure Antworten!

@Franz: habe das Buch soeben gebraucht bestellt für 12,50 € war ein guter Preis denke ich und scheint genau dass dies zu sein was ich gesucht habe.

@Christian: Danke für deine Hinweise. Habe so eben eine kurze Vorstellung erstellt, wusste nicht dass dies hier so sehr gewünscht wird Wink
Was ich die letzten Jahre gelernt habe ist, dass bei mir nicht die Frage ist, welche Pflanzen ich unterbringen möchte, sondern wie viel Platz ist vorhanden, dass ist der limitierende Faktor Wink man findet für fast jeden Platz etwas was wächst und ich halte aktuell keine Pflanzen, die ich nicht ordentlich pflegen kann, also relativ egal, ob ich meine ganze Sammlung unterbringe.

Und völlig klar, so ein Gewächshaus ist eine finanzielle Sache, wenn man will kann man alles darin halten, es ist nur eine Frage der Zeit und des Geldes, so wie du schon sagtest.
Für mich wird das ein riesen Projekt, wo ich meinen Perfektionismus & technische Spielereienliebe unter einen Hut bringen muss, aber ich hab keinen zeitlichen Stress, was schon mal gut ist

LG

schizodium

schizodium
Orchideenfreund

interessant ist das wood experiment
es wurde auch schon mehrfach wiederholt
hier sollte man weiter forschen




R. W. Wood, “Note on the Theory of the Greenhouse”, Philosophical magazine 17
319-320 (1909)

Gerhard Gerlich und Ralf D. Tscheuschner:
"Das Experiment von Wood
Obwohl das Erwärmungsphänomen in einem Glashaus seine Ursache in der Unterdrückung
der Konvektion, also der Luftkühlung, hat bleibt es trotzdem richtig, dass die meisten
Gläser Infrarotlicht bei Wellenlängen von 3micro m und höher beinahe vollständig absorbieren.
Ein experimentum crucis ist daher der Aufbau eines Glashauses mit Scheiben, die aus NaCl
oder KCl bestehen, die sowohl gegenüber sichtbarem Licht als auch gegenüber Infrarotlicht
transparent sind. Für Steinsalz (NaCl) wurde ein solches Experiment schon im Jahre 1909
von Wood realisiert:

“Es scheint einen weit verbreiteten Glauben zu geben, dass die vergleichsweise
hohe Temperatur, die in einem mit Glas abgedeckten abgeschlossenen Raum entsteht,
welcher der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, das Resultat einer Transformation
der Wellenlänge ist: Die Wärmewellen von der Sonne, die fähig sind, das Glas zu
durchdringen, fallen auf die Wände des eingeschlossenen Raums und erhöhen des-
sen Temperatur; dabei wird die Wärmeenergie von den Wänden zurückgestrahlt
in Form von viel längeren Wellen, die unfähig sind, das Glas zu durchdringen, so
dass das Treibhaus als Strahlungsfalle wirkt.
Ich habe immer ziemliche Zweifel gehabt, ob dieser Mechanismus im Hinblick auf
die Erhöhung der Temperatur eine wesentliche Rolle spielt. Es erschien viel wahrscheinlicher,
dass die Rolle des Glases in der Verhinderung des Austausches der
von dem Boden erwärmten Luft in der Kammer besteht. Wenn wir an einem kalten
und windigen Tag die Türen eines Treibhauses öffnen, scheint der Einfang
der Strahlung vieles von seiner Wirkung zu verlieren. Nach meiner Meinung ist es
eine Tatsache, dass ein Treibhaus aus Glas, welches transparent gegenüber allen
möglichen Wellenlängen ist, eine Temperatur zeigt, die näherungsweise, wenn nicht
sogar exakt so hoch ist, wie sie in einem gewöhnlichen Glashaus beobachtet wird,
Der transparente Schirm erlaubt der Sonnenstrahlung, den Boden zu wärmen, und
der Boden erwärmt wiederum die Luft in dem eingeschlossenen Raum, aber nur
um einem begrenzten Betrag. Im geöffneten Zustand steht der Boden
in kontinuierlichem Kontakt mit der kalten Luft außen, und zwar durch Konvektionsströme.
Um die Angelegenheit zu überprüfen, konstruierte ich aus pechschwarzem Karton
zwei Kammern, wobei die eine mit einer Glasplatte, die andere mit einer Stein-
salzplatte gleicher Dicke abgedeckt war. In jede Kammer wurde ein Thermometer
platziert und das Ganze in Baumwolle gepackt, wobei die transparenten Scheiben
frei blieben. Dem Sonnenlicht ausgesetzt, stieg die Temperatur nach und nach auf
65 ∘C, wobei die Kammer, die mit der Steinsalz-Platte abgedeckt war, sich etwas
schneller erwärmte, was darauf zurückzuführen ist, dass sie auch die längeren
Wellen von der Sonne durchließ, die von der Glasplatte aufgehalten werden. Um diese
Wirkung auszuschließen, wurde das Licht zuerst durch eine Glasplatte gefiltert.
Nunmehr gab es kaum einen Unterschied von einem Grad zwischen den Temperaturen
der beiden Kammern. Die maximalen Temperaturen, die erreicht wurden,
lagen bei 55 ∘C. Von dem, was wir über die Verteilung der Energie im Spektrum
der Strahlung wissen, die von einem Körper bei 55 ∘C ausgesandt wird, ist
es offensichtlich, dass die Steinsalzplatte praktisch alles durchlässt, während die
Glasplatte es vollständig aufhält. Dies zeigt, dass der Temperaturverlust des Bo-
dens der Kammer durch Strahlung sehr gering ist im Vergleich zum Abfall der
Temperatur durch Konvektion. Mit anderen Worten: Wir gewinnen sehr wenig
aus dem Umstand, dass die Strahlung eingefangen ist.
Ist es daher notwendig, bei der Herleitung der Temperatur eines Planeten darauf
zu achten, dass die Atmosphäre die Strahlung einfängt? Die Sonnenstrahlen durch-
dringen die Atmosphäre, erwärmen den Boden, der seinerseits die Atmosphäre
durch Kontakt und Konvektionsströme erwärmt. Die empfangene Wärme ist in
der Atmosphäre gespeichert und sie bleibt dort, wobei nur eine sehr geringe
Strahlungsleistung des Gases zu berücksichtigen ist. Es scheint mir sehr zweifelhaft, ob
die Atmosphäre zu einem großen Anteil durch Absorption der Bodenstrahlung
erwärmt wird, selbst unter günstigen Bedingungen.
Ich behaupte nicht, sehr tief in die Materie eingedrungen zu sein, und veröffentliche
diese Note nur, um die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken,
dass eingefangene Strahlung in den betrachteten Fällen, die uns doch so vertraut sind, nur
eine sehr kleine Rolle spielt.”

die beiden messen im Auto, da sie kein Gewächshaus hatten und schreiben weiter:

"An einem heißen Nachmittag im Sommer wurden mit einem Standard-Digitalthermometer
vom ersten Autor Temperaturmessungen durchgeführt. Experimente dieser Art
wurden kürzlich vom zweiten Autor erfolgreich wiederholt.
In der Sommerzeit können solche Messungen sehr leicht von jedermann reproduziert wer-
den.

Die Resultate der Experimente


Temperatur
innerhalb des Wagens, in der Sonne
71 ∘C

innerhalb des Wagens, im Schatten
39 ∘C

in der Nähe des Wagens, direkt in der Sonne, dicht oberhalb des Bodens
31 ∘C

in der Nähe des Wagens, im Schatten, dicht oberhalb des Bodens
29 ∘C

im Wohnzimmer
25 ∘C


"Gegen diese Messungen könnte man einwenden, dass man die Feuchtigkeit des Bodens
berücksichtigen muss. Zu manchen Zeiten im Jahr zum Beispiel werden die Steine im Regen
nass. Die oben erwähnten Messungen wurden zu einer Zeit gemacht, als es wochenlang nicht
geregnet hatte. Es handelt sich um wirklich gemessene Werte, nicht um über Breiten und
Längen der Erde, über Tag und Nacht, über alle Jahreszeiten und alle Wetteränderungen
gemittelte Durchschnittswerte.
Berührt man die Fenster des Wagens, stellt man fest, dass die Scheiben, die angeblich das
infrarote Licht absorbieren, ziemlich kalt sind und das Innere des Wagens in keiner Weise
heizen. Wenn man seine Hand im Schatten in der Nähe eines sehr heißen Teils des
Armaturenbretts hält, so spürt man praktisch keine thermische Strahlung trotz der Temperatur von
70 ∘C, während man klar die heiße Luft fühlen kann. Dicht oberhalb des Erdbodens kann man
erkennen, warum es dort kälter ist als im Wagen: Die Luft innerhalb des Wagens ,,steht still“,
aber oberhalb des Erdbodens fühlt man stets eine leichte Bewegung der Luft. Der Erdboden
ist niemals perfekt eben, so dass es immer Licht und Schatten gibt, was die Zirkulation am
Laufen hält. Früher wurde dieser Effekt in vielen alten Gebäuden in Braunschweig ausgenutzt.
Die Südseiten der Häuser hatten Ausbuchtungen. Damit lagen Teile der Wände im Schatten,
und durch die so angeregte Zirkulation heizten sich die Wände weniger auf."

Heute gibt es Plastik, Foliengewächshäuser, das macht das Experiment leichter.
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gruss jürgen

schizodium

schizodium
Orchideenfreund

"Energiebilanz
Die Tatsache, dass es beim Pflanzenwachstum auch um Physik geht, wird manchmal übersehen. Das Wachstum hängt in hohem Maße von der Energiebilanz der Pflanze ab.

Dies bezieht sich auf das Gleichgewicht zwischen der Versorgung und Ableitung von Energie aus der Pflanze und damit dem Gewächshaus. Die Energiebilanz hat einen großen Einfluss auf die Verdunstung aus der Pflanze, die wiederum in direktem Zusammenhang mit der Wasseraufnahme, dem Wurzeldruck und dem Nährstofftransport steht. Die Art und Weise, wie die Pflanze wächst, kann auch maßgeblich von der Energiebilanz beeinflusst werden.

Die Hauptantriebskraft hinter der Verdunstung durch Transpiration ist die Energieversorgung also das aktive Wachstum und nicht die relative Luftfeuchtigkeit. Diese sog. radiation evaporation ist so gesehen unabhängig von Temperatur, Luftbewegung oder relativer Luftfeuchtigkeit.
Bei der Verdunstung durch Konvektionsverdampfung  spielen luftfeuchtigkeit und Luftbewegung eine Rolle. Energie wird durch Kontakt zwischen Gewächshausluft und Blatt übertragen.


Angebot 
Die Energieversorgung erfolgt durch Strahlung vor allem Licht und Konvektion.
Strahlung ist die größte Energiequelle für das Gewächshaus.

Das Maximum beträgt ca. 1.100 Watt pro quadratmeter und h.

Nur ein kleiner Teil dieser Energiemenge erreicht schließlich die Pflanze  10-30% .
Konvektion ist die kleinste Energiequelle, aber sie ist sehr wichtig, insbesondere wenn die oben genannten Energiequellen entweder nicht vorhanden oder unzureichend sind. Der Übergang kann von der Gewächshausluft zur Pflanze erfolgen und umgekehrt. Voraussetzung für die Übertragung von Energie auf die Pflanze durch Konvektion ist, dass die Blatt temperatur niedriger ist als die Umgebungstemperatur. Umgekehrt wird die Gewächshausluft von der Pflanze erwärmt, wenn die Pflanze wärmer als die Gewächshausluft ist.

Dissipation
Energie wird weitgehend durch Verdunstung ( um 60% bei normalen Pflanzen, weniger bei CAM ) abgeführt.  
Die konvektionale Energieableitung erfolgt, wenn die Pflanze wärmer als die Gewächshausluft ist.
Durch Reflexion wird ( 10% ) Strahlungsenergie ebenfalls abgeführt.
Ein Teil der Strahlungsenergie wird durch Transmission ( 10% ) abgeführt. Die Wärmeemission kann für einen großen Energieverlust verantwortlich sein.

Bei klarer Luft kann die Emission 100 bis 200 Watt Energieverlust verursachen.
also bis 200Watt pro quadratmter und h, in 24h also 4,8kw Ausstrahlung
wobei die Einstrahlung nur bei Sonnenschein erfolgt.

 

Diese Form des Energieverlusts durch Ausstrahlung ist unabhängig von Sonneneinstrahlung.

Bei 900 Watt Strahlung und klarer Luft wird es auch mitten am Tag zwischen 100 und 200 Watt Energieverlust durch Wärmeemission geben.

Die Emission erfolgt, weil das Objekt ( Gewächshausabdeckung, Energieschirm ) über der Pflanze, kälter ist als die Pflanze.
Die Photosynthese macht auch einen kleinen Teil der Energiedissipation aus, jedoch nur wenige Prozent."

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Der Grad der Ein und Aus strahlung hängt stark von der geografischen Lage und Wolkendecke ab.
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Einstrahlung und ausgehende Strahlung
Bestrahlung ist ein gemeinsames Merkmal. Wir fühlen es, wenn die Sonne scheint oder wenn wir das Licht sehen. Die ‘ ausgehende Strahlung ’, die immer vorhanden ist, spricht jedoch weniger die Vorstellungskraft an. Aufgrund ausgehender Strahlung verlieren Objekte ( einschließlich Pflanzen ) Energie in Form von Wärme. Weniger bekannt ist, dass dies unabhängig von der Temperatur, der Tageszeit oder der Jahreszeit immer der Fall ist. Ausgehende Strahlung hängt stark von der Wolkendecke ab. Wenn es trüb ist, ist die ausgehende Strahlung begrenzt und wenn es klar ist, ist die ausgehende Strahlung beträchtlich.

Die ausgehende Strahlung wird wie die Bestrahlung in Watt pro Quadratmeter ( W / m ² ) ausgedrückt. Ein ‘ -Pyrgeometer ’ misst diese ausgehende Strahlung. Das Messgerät ist im Gegensatz zum Einstrahlungsmessgerät im Innenraum installiert.

Unter klaren und idealen Umständen ( außerhalb ) variiert die ausgehende Strahlung der Erde zwischen 140 und 270 W / m ².

Im Gewächshaus wird die ausgehende Strahlung durch den Energieschirm und die Gewächshausabdeckung gehemmt. Das Ausmaß der ausgehenden Strahlung wird durch die Temperaturdifferenz zwischen dem Objekt, das ( emittiert, beispielsweise einer Pflanze ), und dem Objekt darüber zB dem Energieschirm.

Befi und weeand Gefällt dieser Beitrag

DrParasek

DrParasek
Orchideenfreund

Wirklich ein tolles Buch! Bis auf den Arten-Teil bin ich durch damit, sehr schön aufbereitet. Habe schon viel schlimmere Fachliteratur gelesen^^

War definitiv eine gute Empfehlung, einzig ein paar Tabellen hätte man zeitloser aufbereiten können Wink


Hat jemand Erfahrungen mit Gips als Aufbindemedium? Seine Eigenschaften müssten ja gewaltige Vorteile mit sich bringen, da seine wasserleitenden Eigenschaften nicht wie beim Ton abhängig vom Brenngrad sind und er natürlich viel leichter zu bearbeiten ist.
Einbauen von Heizungsdrähten oder Bewässerungsgängen ist ziemlich simpel.
Einziges Manko welches mir in den Sinn kommt wären die Sulfate, laut einem Beitrag von UweM haben die meisten Orchideen nur wenig Freude damit.... mehr habe ich aber nicht gefunden und ich vermute das eine Schicht Moos, als Zwischenschicht, genug davon abschirmen müsste....

Aktuell denke ich an eine Orchideenwand:
Grundkonstruktion aus Gips, diese "Wand" steht zur Hälfte im Anstau und saugt sich so mit Wasser voll, im oberen Bereich Heizungsdrähte, dies reduziert oben die Feuchtigkeit, dafür aber die Temperatur und so sollte eine Umgebungsmatrix entstehen mit der man sicher gut arbeiten kann.
Ich vermute zwar dass die Bodenfeuchtigkeit völlig ausreichend wäre, aber ich traue der Ionenleitfähigkeit des Gipses nicht ganz, ich würde mir dann noch ein weiteres oberflächennahes Bewässerungssystem überlegen um so Nährstoffe einzubringen

Christian N

Christian N
Moderator

Abgesehen von den enthaltenen Salzen, die die Wurzeln schädigen, ist Gips auf Dauer nicht feuchtigkeits beständig.
Man sagt zu diesem Vorgang im Volksmund der Gips "fault".

"Orchideenwände", die im Anstauverfahren naß gehalten werden, habe ich in meiner Anfängerzeit auch schon ausprobiert.
Allerdings wollte ich die Orchideen daran nicht auspflanzen, sondern nur anhängen.
Egal welches Material man nimmt (Kokosmatten, Drahtgitter mit totem Sphagnum etc.), die Feuchtigkeit wird nur am unteren Rand hoch gezogen und dieser ist für Orchideen größtenteils zu naß.

Inzwischen gibt es moderne Systeme der "lebenden Wände", die mit ausgeklügelten Berieselungssystemen arbeiten und von speziellen Firmen angeboten werden. Sie sind deshalb auch recht teuer.
Sie erfordern viel Know-how und ob die ausgwählten Pflanzenkissen sich gleichmäßig gut entwickeln, läßt sich nicht verhersagen, weil vom jeweiligen Raumklima abhängig. Sie benötigen zumindest in der ersten Zeit viel Eingriffe in die Bepflanzung.
Für Orchideen sind solche Systeme nicht bekannt geworden.



Gruß
Christian

OF-Willi

OF-Willi
Orchideenfreund

Hier ein interessanter Tipp: Ein Freund von mir kultiviert seine sonst frei hängenden Pflanzen auf seinen selbst entwickelten "Vandeenbäumen". Dort hängen nicht nur Vandeen, sondern auch andere Pflanzen und kommen gut zurecht. Es geht hier vor allem um die Bewässerung. Auf seiner Internetseite hat er es ausführlich beschrieben:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Schaut doch mal rein.
Wenn der Link nicht klappt, so sucht man im Netz "Bernd Koch Orchideen".

LG Friedrich

DrParasek

DrParasek
Orchideenfreund

Sehr interessant Christian, auf welchem Medium hast du das damals versucht?
Ich habe derzeit einen recht ähnlichen Versuch am laufen, es scheint so, als wäre meine aktuelle Gipskonstruktion wohl noch im zeitlichen Rahmen, bis auf Algenbildung an der Oberfläche scheint er noch in guter Qualität zu sein

Das mit den Vandeenbäumen ist wirklich interessant- danke für den Link!

schizodium

schizodium
Orchideenfreund

Es gibt Erdorchideen die wachsen selten sogar auf reinem Gips
und sogar Kakteenarten die wachsen meistens oder nur auf Gips.  
Mit Gips meine ich ein weisses weiches Gestein das man in der Natur finden kann.
Ich selbst habe es mal in der Schweiz gesammelt,
das waren riesige Brocken, ob man es in dieser Qualität kaufen kann, weiss ich nicht.
Dieses Material scheint mit Regenwasser wenig Salze freizusetzen
und den pH nicht wirklich zu beeinflussen.
Man sollte die Idee also nicht vorschnell verwerfen.
gruss Jürgen

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