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Pflegekalender im Jahresverlauf mit Temp.-Anspruch

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Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Pflegekalender




Im Verlauf des Jahres haben wir es mit gegensätzlichen klimatischen Einflüssen zu tun, dies erfordert angepasst an die Einflüsse dementsprechende Pflegemaßnahmen.
Nachfolgend wollen wir, bezogen auf die Pflegemonate, Hinweise auf die Pflegemaßnahmen geben.

Dies ist kein festgeschriebener Kalender, durch Pflanzenzustand und äußere Einflüsse können sich individuelle Rhythmen einstellen, es sind nur Anhaltspunkte.
Es werden einige Gattungen angeführt, aber der Anfangstext sagt einiges zur generellen Pflege.


Januar:

Kalter Bereich: tags 13°C nachts10°C
Temp. Bereich: tags um 18°C nachts15°C
Warm. Bereich: tags 21°C nachts19°C

Als einer der dunkelsten Monate im Jahr sind die Pflegemaßnahmen sorgfältig unter Beachtung des Pflanzenzustandes und deren Erfordernis zu handhaben. Zu viel Feuchtigkeit kann Fäulnis verursachen, das fehlende Lichtangebot lässt die Pflanzen anfällig für Schädlinge werden. Je niedriger die Temperatur, umso weniger soll gewässert werden. Unter guten Verhältnissen sind gegen Ende des Monats die ersten Zeichen von Wurzelwachstum zu erkennen.

Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Temperaturen mäßig halten um vorzeitiges Treiben zu verhindern. Komplette Ballentrockenheit verhindern, Pflanzen mit Knospenentwicklung etwas feuchter halten um eine gute Entwicklung der Blüte zu sichern.

Phalaenopsis:

Weiterhin Temperaturen wie oben für den warmen Bereich angegeben, kein Austrocknen des Substrates, soviel Licht wie möglich, besonders für in Blüte stehende oder knospige Pflanzen, bei zu wenig Licht werden Knospen gelb und fallen ab.

Dendrobium:

Ruhezeit innerhalb allen Temperaturbereichen, Wärme angepasst nach Herkunft, Feuchte eher gering, Luftfeuchtigkeit mittel.

Paphiopedilum:

Pflanzen im Knospenstadium mit etwas höher angesetzter Temperatur weiter pflegen, nur geringfügige Einschränkung der Wassergaben, Pflanzen aus den wärmeren Bereichen ohne Knospen oder Blüten können schon verpflanzt werden.

Laubabwerfende Pflanzen werden komplett trocken gehalten, ansonsten der Rest mit weniger Wassergaben.


Februar:

Kalter Bereich: tags 13°C nachts10°C
Temp. Bereich: tags um 18°C nachts15°C
Warm. Bereich: tags 21°C nachts19°C


Ist der Februar kalt und dunkel, werden die Pflegemaßnahmen ähnlich wie im Januar gehalten. Die Sonneneinstrahlung jedoch bewirkt ein Ansteigen der Wärme, kalte Nachttemperaturen bedingen Wärme durch Heizung. Hier muss sorgfältig auf ausreichende Luftfeuchtigkeit und Temperaturregelung geachtet werden. Gegen Mitte bis Ende des Monats sind durch die zunehmende Sonnenintensität erste Zeichen von Vegetation zu erkennen. Vorsicht, höhere Wassergaben beschleunigen die Vegetation. Deshalb abwägen, ist der Austrieb für die Pflanze schon gewünscht, oder sollte sie, was für Pflanzen mit erforderlicher Ruhezeit allgemein besser ist, noch etwas in der Ruhezeit verbleiben.


Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Mit Ausnahme blühender und knospiger Pflanzen ist weiterhin Ruhezeit angesagt.
Gegen Ende des Monats kann mit erhöhter Luftfeuchte die Triebentwicklung gefördert werden.


Phalaenopsis:

Wie im Januar


Dendrobium:

Wärmebedürftige Arten verbleiben in der Ruhezeit, Die kühlen stehen weiterhin kühl und trocken, Dendrobium nobile setzt bei guter Vorjahrespflege die ersten Knospen an.

Paphiopedilum:

Erforderliches Verpflanzen sollte in diesem Monat durchgeführt werden, aber nur bei Pflanzen ohne Knospen oder Blüte. Danach etwas weniger Feuchtigkeit, sprühen möglich, wobei die Pflanzen trocken in die Nacht gehen sollten.

Ansonsten wird pflegemäßig wie im Januar verfahren.


März:


Kalter Bereich: tags 13°-15°C nachts12°C
Temp. Bereich: tags um 18°-20°C nachts16°C
Warm. Bereich: tags 21°-23°C nachts21°C


Was sich im vorigen Monat andeutete wird nun stärker sichtbar. Wurzel und Triebentwicklung können jetzt gefördert werden. Höhere Luftfeucht und Ballenfeuchte sowie etwas höhere Temperatur und Lichtmenge fördern das Triebwachstum, niedrige Temperatur und wenig Feuchtigkeit lässt die Wurzelentwicklung vorerst besser zum Zuge kommen.
Die Sonneneinstrahlung und damit Erwärmung nimmt zu und bedingt, dass die Pflanzen wieder Lebensmut für den neuen Jahrestrieb erhalten. Die Zufuhr von Feuchtigkeit soll jetzt langsam wieder gesteigert werden.

Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Die großflächigen Blätter sind jetzt empfindlich gegen zu starke Sonneneinwirkung. Je nach Standort muss schon beschattet werden und die Luftbewegung, besonders hinter Scheiben sollte gewährleistet sein. Viele Arten legen jetzt schon mit Anschwellen des neuen Triebes am Fuß der Pflanze den Grundstock des neuen Triebes. Erstes Verpflanzen ist möglich.

Phalaenopsis:

Hohe Luftfeuchtigkeit, Wärme und Licht fördern das Wurzel- und Blattwachstum. Ab jetzt können abgeblühte Pflanzen umgetopft werden. Viele Phalaenopsis Liebhaber pflanzen fast jährlich um.


Dendrobium:

Viele Arten aus den Monsumbereichen blühen nun. Die ersten Verpflanzungen können auch hier durchgeführt werden. Temperatur und Luftfeuchte sollten nach dem Umpflanzen hoch angesetzt werden. Vorsicht beim Sprühen. Spritzwasser in den Jungtrieben lässt diese schnell abfaulen.


Paphiopedilum:

Hohe Luftfeuchte sorgt nun für gutes Wurzelwachstum. Je nach Standort müssen jetzt schon die Pflanzen schattiert werden.

Alle anderen Arten werden, wenn es erforderlich ist, jetzt umgepflanzt. Laubabwerfende Pflanzen beginnen mit neuer Wurzelbildung.


April:
Kalter Bereich: tags 15°-18°C nachts13°C
Temp. Bereich: tags um 18°-21°C nachts16°C
Warm. Bereich: tags 21°-23°C nachts21°C


Wie in der Natur ist nun bei gesunden Pflanzen Wachstum zu beobachten. Wurzel- und Triebentwicklung ist nun bei allen Orchideen erkennbar. Die Luftfeuchtigkeit wird gesteigert, Ballenfeuchtigkeit dem Neutriebzustand angepasst. Fast ausnahmslos muss in exponiert gelegenen Lagen beschattet werden, da die Sonneneinwirkung jetzt schon sehr stark sein kann.

Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Das Verpflanzen kann jetzt ebenso erfolgen und sollte in etwa bis zum Monatsende abgeschlossen sein um den Neutrieb gut entwickeln zu lassen. Ausnahme jetzt blühende oder kurz vor der Blüte stehende Pflanzen, sie müssen nach der Blüte verpflanzt werden.


Phalaenopsis:

Im Wesentlichen wie im März beschrieben.


Dendrobium:

Im Wesentlichen wie im März beschrieben.


Paphiopedilum:

Alle Arten der Gattung benötigen jetzt an sonnigen Tagen eine Schattierung.



Mai:


Kalter Bereich: tags 16°C nachts13°- 16°C
Temp. Bereich: tags 21° -26°C nachts18°-20°C
Warm. Bereich: tags bis 30°C nachts21°-24°C


Es beginnt die Zeit der Idealmonate für die Pflege von Orchideen. Ab Mitte des Monats (wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind) können robuste, gesunde Pflanzen an einen geschützten Platz im Garten oder auf den Balkon umgesiedelt werden. Aber bitte Vorsicht bei direkter Sonneneinstrahlung, es muss Schritt für Schritt auf die neuen Verhältnisse durch anfängliches Schattieren, besonders in den Mittagsstunden reagiert werden. Auch die Besetzung nicht beheizbarer Gewächshäuser ist nun gegeben. Frischluftzufuhr ist nun besonders wichtig, und das erst recht bei hoher Sonneneinwirkung.

Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Laelien werden etwas härter bezüglich Licht und etwas niedriger Temperatur gehalten. Bei sonnigem Wetter kann öfters gesprüht werden, die Pflanzen sollten jedoch mit trockenen Blättern in die Nacht gehen. Hohe Luftfeuchte erzeugt eine gute Wachstumsphase.


Phalaenopsis:

Angenehmer Schatten, gute Düngung (jedoch nicht Überdüngung) und hohe Luftfeuchte sorgen jetzt für eine optimale Entwicklung.


Dendrobium:

Dendrobien der warmen Sektion wie z.B. Dendrobium phalaenopsis sind warm, hell und mit gleichmäßiger Feuchte zu behandeln. Die anderen Dendrobien sind temperiert bis warm mit viel Frischluft und viel Licht zu halten. Gute Düngung lässt die Triebe sich gut entwickeln.


Paphiopedilum:

Die Wärmeverhältnisse der 3 Temperaturbereiche müssen jetzt je nach Art gut eingehalten werden. Alle Arten jedoch brauchen guten Schatten und keine pralle Sonneneinwirkung bis zum Herbst.


Juni und Juli:

Die Pflegemaßnahmen der beiden Monate unterscheiden sich nicht, werden daher hier zusammengefasst.


Kalter Bereich: tags 16°C nachts13°- 16°C
Temp. Bereich: tags 21° -26°C nachts18°-20°C
Warm. Bereich: tags bis 32°C nachts21°-24°C


Schwierigkeiten kann jetzt die Pflege der Arten im kühlen Bereich bescheren, häufiges Sprühen zur Temperatursenkung kann übermäßige Ballenfeuchtigkeit zur Folge haben und damit das Faulen der Wurzeln. Hier hilft nur reichlicher Schatten und starke Lüftung. Alle im Wachstum befindlichen Pflanzen werden regelmäßig mit Düngerlösung in der Entwicklung unterstützt. Nun sind die Monate der Entwicklung einer kräftigen Pflanze bei guter Pflege gekommen.


Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Einige früh getriebene Pflanzen können gegen Ende Juli schon im Trieb ausreifen. Es ist fast unmöglich, sie jetzt in eine Ruhephase zu überführen. Ein Neutrieb ist sehr wahrscheinlich, sollte dann jedoch zu einer schnellen Entwicklung gefördert werden. Alle Sommerblühenden Arten sollten wenn erforderlich jetzt nach der Blüte umgepflanzt werden.


Phalaenopsis:

Weiterhin Schatten, gute Düngung (jedoch nicht Überdüngung) und hohe Luftfeuchte für eine optimale Entwicklung.


Dendrobium:

Reichliche Wasser- und Düngergaben in den entsprechenden Temperaturbereichen sorgen für eine gute Entwicklung der Neubulben.


Paphiopedilum:

Für die gute Entwicklung ist Beschattung in diesen Monaten erforderlich. Erhöhte Luftfeuchte fördert die Entwicklung der Neutriebe. Achtung vor Überdüngung des Substrates und der Pflanze, arge Wurzelschäden bis zum Absterben der Pflanze sind dann gegeben.


August:


Kalter Bereich: tags um 15°C nachts12°- 14°C
Temp. Bereich: tags 21° -24°C nachts15°-18°C
Warm. Bereich: tags bis 26°C nachts um 21°C


Ab Mitte August, sagt die Gärtnerregel, ist der Sommer fast gelaufen. Die Nächte werden kühler, die Abnahme des Lichtangebotes durch Abnahme der Tageslichtlänge beeinflusst schon die Pflanzen. Es wird zum Ausreifen der Neutriebe gut gelüftet, in der warmen Abteilung muss bei kühler Witterung schon geheizt werden. Fallen die Nachttemperaturen in witterungsbedingt schlechten Jahren längere Zeit unter 10°C, sollte auch ans Einräumen der temperierten Pflanzen gedacht werden. Dies ist in der Regel jedoch erst im September erforderlich. Je nach Pflanzenstandort kann und sollte bezogen auf die Notwendigkeit der Pflanzenbedingungen der Schatten jetzt verringert werden. Die Düngung für ausgewachsene Pflanzen kann von stickstoffbetont auf kalibetont umgestellt werden.



Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

An vielen Neutrieben werden die Hüllblätter nun schon trocken und signalisieren damit, dass eine kürzere oder längere Ruhezeit, ja nach Art, demnächst ansteht. Noch im Wachstum befindliche Pflanzen müssen jetzt noch wie in den vorgenannten Monaten angeführt kultiviert werden. Blütenscheiden sind bei adulten Pflanzen zu sehen und zeugen von guter Pflege.


Phalaenopsis:

Immer noch ist sorgfältiges Schattieren bei Sonneneinwirkung erforderlich. Gute Wasser– und Düngegaben, jedoch keine Staunässe haben je nach Art die ersten schon zur Blüte oder bis zum Jahresende zum Blühen angeregt.


Dendrobium:

Wenn die Dendrobien aller 3 Klimabereiche bis jetzt fast gleich in der Wachstumsführung gehalten wurden, ist jetzt die Zeit gekommen, sie wieder nach ihren Ansprüchen zu trennen. Die Warmen werden luftfeucht und bei guter Luftbewegung jetzt etwas weniger gegossen, dafür etwas mehr Licht gegeben.
Die Temperierten und Kühlen können, wenn sie ihr Wachstum abgeschlossen haben jetzt gut ins geschützte Freie überführt werden, da die Tag- Nachttemperaturen jetzt stark unterschiedlich sind. Erst bei länger anhaltenden Nachttemperaturen unter 10°C wieder ins geschützte Heim.

Paphiopedilum:

Nicht zu früh die Schattierung aufheben. Die Blätter könnten einer einzigen prallen Sonnenscheinstunde zum Opfer fallen.



September:


Kalter Bereich: tags um 15°C nachts12°- 13°C
Temp. Bereich: tags 20° -23°C nachts15°-18°C
Warm. Bereich: tags bis 26°C nachts um 21°C


Die Tage werden merklich kürzer und damit bei einigen Arten die Knospenbildung eingeleitet. In der warmen Abteilung muss nun schon geheizt werden. Jetzt können hartlaubige Orchideen langsam an volles Licht herangeführt werden, aber bitte mit guter Belüftung. Ein Tag mit extremer Sonneneinstrahlung lässt sonst die Blätter verbrennen und wirft unsere Erfolgsaussichten der bisherigen optimalen Pflege mit einem Tag total zurück. Feuchtigkeit des Ballens wird an die Witterung angepasst, dunkel und regnerisch, weniger Ballenfeuchte, hell und warm etwas mehr Ballenfeuchte. Pflanzen, die bisher in Außenkultur gepflegt wurden, sollten spätestens Ende des Monats wieder eingeräumt werden, bei sehr schlechten Witterungsbedingungen auch früher. Ausnahme: Einige kühle Verhältnisse liebende Orchideen, wie z.B. Coelogyne cristata oder Dendrobium kingianum usw.
Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Je nach Beschaffenheit des Neutriebes ist mehr oder weniger feucht zu halten. Exemplare mit ausgereiften Bulben werden sparsamst gewässert. Sind Blütenknospen noch nicht zu sehen und zu erwarten, wird in die Ruhezeit übergeleitet. Im Trieb befindliche müssen weiterhin gewässert werden.


Phalaenopsis:

Pflanzen mit Blütentriebentwicklung etwas heller halten, jedoch nicht in praller Sonne.


Dendrobium:

Die Jahrestriebe sollten jetzt voll ausgebildet sein. Dendrobium phalaenopsis und deren Hybriden bringen die ersten wachsenden Blütentriebe, Dendrobium nobile und ihre Hybriden verlangen für eine Blüte ab jetzt eine ausgeprägte Ruhezeit.


Paphiopedilum:

Arten aus den temperierten Bereichen hält man nun etwas kühler, um die Blütentriebentwicklung zu bewirken.


Oktober:


Kalter Bereich: tags um 15°C nachts12°- 13°C
Temp. Bereich: tags 18° -21°C nachts15°-18°C
Warm. Bereich: tags um 24°C nachts um 21°C


Sehr oft ist nach der nun herrschenden Wetterlage keine zusätzliche Luftbefeuchtung erforderlich, es sei denn, dass Orchideen über einer Heizungsquelle stehen. Das Gießen wird verringert, schattieren ist in der Regel auch nicht mehr erforderlich. Es sollte den Orchideen nun so viel Licht zu Gute kommen, wie irgend möglich. Lüftung an milden Tagen unterstützen, jedoch bitte keine Zugluft.


Cattleya/ Laelia und deren Hybriden:

Laelien können in der Ruhezeit etwas kühler als Cattleyen gehalten werden.


Phalaenopsis:

Viele der bisher nicht im Jahresverlauf geblühten Phalaenopsen treiben Blütenstängel oder stehen nun in Blüte.


Dendrobium:

Abgeblühte Dendrobium phalaenopsis werden nach der Blüte in die Ruhezeit überführt. Dendrobium nobile und deren Hybriden ruhen weiterhin.


Paphiopedilum:

Fast gleichmäßige Ballenfeuchte und Luftfeuchte sind jetzt Voraussetzung für eine gute Blütenentwicklung, bei Nichteinhaltung sehr gerne Befall mit Roter Spinne.



November-Dezember:

Beide Monate werden hier zusammengefasst, da sie sich kaum unterscheiden.


Kalter Bereich: tags um 13° bis 15°C nachts12°- 13°C
Temp. Bereich: tags 16° -18°C nachts13°-16°C
Warm. Bereich: tags um 20 – 23°C nachts um 21°C


Alle angeführten Pflanzen sollen nun so viel Licht wie möglich erhalten. Kleine Kulturfehler wirken sich während dieser Zeit sehr gravierend aus. Man sollte nun versuchen, ausgeglichene Kulturbedingungen herrschen zu lassen. Zu warme Kultur und zu viel Ballenfeuchte ist schädlich. Schädlingsbefall ist jetzt sehr schnell bei Kulturfehlern gegeben. Pilz- und Fäulnisgefahr sind in diesen Monaten ebenso sehr hoch.

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Orcho

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Orchideenfreund
Hallo Franz,

recht herzlichen Dank für diese besonders für Anfänger wichtige Zusammenfassung! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Momentan kann man (so auch ich) viele blühende Orchideen sogar in Pflanzencentern kaufen. Deine Pflegetipps scheinen mir eher auf "Altbestände" zuzutreffen, nicht auf jetzt im Winter blühende Pflanzen.

Meine wenigen Pflanzen (Phalaenopsis, Cymbidium, Colmanara, Zygopetalum und Cattleya) habe ich bei ca. 15° an Nord- und Ostfenstern auf Fensterbänken stehen: Phalaenopsis, Cymbidium und Zygopetalum nach Norden, Cattleya und Colmanaras nach Osten.

Frage: Was ist wichtiger - die hohe Luftfeuchte oder die Temperatur?
Grund: Wenn ich es mit der Zentralheizung wärmer haben möchte, sinkt die Luftfeuchte. Wenn ich eine Luftfeuchte um die 60% haben möchte, muss ich die Heizung drosseln. Beides kann ich im Haus nicht optimal erreichen!

Und noch eine wichtige Frage: Wie oft soll ich die Pflanzen tauchen / düngen - jetzt im Februar und März, bei meiner Haltung?

Ich bitte Dich (und andere Interessierte) um Hilfe.
Ganz herzlichen Dank im voraus!!!

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Da die meisten Orchideen in unserer lichtarmen Winterzeit Ruhezeit haben oder ihre Wuchs- und Blühwilligkeit etwas zurück fahren kann man generell nur folgendes sagen. Je kühler die (Raum)-Temperatur, desto weniger Gießwasser benötigt eine Orchidee. Naturformen brauchen höhere Luftfeuchte als Hybriden. Wenn Du Phalaenopsis im Gartencenter oder sonstigen Einrichtungen, die nicht speziell auf Blumen fixiert sind, gekauft hast, kommen diese Züchtungen mit weniger Luftfeuchte aus. Je dunkler die Orchidee steht, um so weniger wird auch hier gegossen. Zu dunkel aber bedeutet Anfälligkeit für Krankheiten bis hin zum Absterben. Noch einmal, unser Auge ist trügerisch. Eine Orchidee die 50cm vom Fenster entfernt steht bekommt max. noch 50 % der Lichtmenge wie im Fensterbereich. Je weiter im Zimmer, desto weniger Licht erhält die Pflanze.

Zu deiner Frage was ist wichtiger kann ich nur sagen, es ist unbedingt nötig ein ausgewogenes Verhältnis anzustreben. Es gibt ein schönes erklärendes Bild in einem hier nicht benanntem Buch. Ein Holzfass besteht aus mehreren Fassschindeln. Sind alle Bretter optimal, hat das Fass 100% des lebenswichtigen Wassers. Ist eine Schindel nicht optimal und zu kurz, wird nur noch so viel Wasser gespeichert wie die kürzeste Schindel es erlaubt. Stell dir vor, alle Einzelschindeln sind die Faktoren Licht, Luft , Wärme , Wasser, Dünger, Substrat. Wenn ein Faktor nicht optimal, dann nur Erwartung bis zu einem Zustand x.

Zur Wasserversorgung: 90% aller Orchideen werden von Anfängern zu Tode gegossen. Das Idealrezept gibt es nicht, da abhängig von der Kulturart, dem Substrat (evtl. auch aufgebunden). Daher zur Zeit sparsamer, besonders bei 15°C Raumtemperatur.


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
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Biene

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Orchideenfreund
Hallo Franz,

Schön zusammen gestellt ja1


Mike,

wie Franz geschrieben hat, das ist so pauschal nicht zu sagen.
Je nach Subtrat, Temperatur, Luftfeuchte und Licht ist der Bedarf an Wasser unterschiedlich. Da hilft nur intensives Beobachten und Ausprobieren. nachdenken

eleinen

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Orchideenfreund
Danke für die Mühe, Franz.
Prima gemacht!

ja1

Eli1

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Admin
Hallo Mike
Falls es den Orchideen bisher gut egangen ist, blühen und wachsen, würde ich nichts ändern.
Du könntest von einem Blumenkasen den Untesetzer nehmen, Orchideen rein und den Untersetzer mit etwas Wasser befüllen (Wurzeln der Orchideen sollten nicht im Wasser stehen). Das erhöht die LF etwas, aber nicht viel, weil sie im Raum verpufft.

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