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Sphagnumzucht

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 Sphagnumzucht am 09.08.14 9:50

konrad

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Orchideenfreund
Hallo,
Ende Juni habe ich von einem Orchideenfreund lebendes Sphagnum bekommen.
Die unteren Pflanzenteile habe ich abgeschnitten und benutze es als Pflanzsubstrat
und gie grünen Spitzen habe ich in eine alte Wanne gesteckt. Unten eine Torfschicht
(die Vorfahren des Sphagnum  Very Happy ),Regenwasser drauf und das Sphagnum rein.
Mit einer Gaze abgedeckt,damit keine Blätter und Jungvögel reinfallen und hinten im
Garten unter den großen Korkenzieherhasel gestellt. Nach einiger Zeit habe ich noch
drei Löcher gebohrt,weil bei Regen der Wasserstand immer reichlich hoch wurde.

Ende Juni

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Die Gazeabdeckung mit Wäscheklammern befestigt

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Anfang August

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Im Winter werde ich die Wanne in die Garage stellen,wo sie etwas frostgeschützter steht und im nächsten
Jahr einen Kubikmeter ernten  bounce

2 Re: Sphagnumzucht am 09.08.14 11:21

Eli1

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Admin
Servus Konrad!
 ja1 

http://www.orchideen-wien.at

3 Re: Sphagnumzucht am 09.08.14 11:31

Robert

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Orchideenfreund
Konrad,
das ist ja eine geile Idee. Auf sowas muss man erst einmal kommen.
Alle Achtung.

http://spellmeier.no-ip.org

4 Re: Sphagnumzucht am 10.08.14 12:56

Waldi

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Orchideenfreund
Klasse Idee mit der Wanne und der Gaze!  ja1 

Auf die Idee mein Spaghnum selbst zu ziehen bin ich auch schon mal gekommen.

Einen Teil hab ich eine Schale gesetzt. Hier wäre es auch sinnvoll gewesen, mit Gaze abzudecken, denn heute, etwa 1 Jahr später, ist das Unkraut deutlich besser gewachsen wie das Moos. Außerdem hätte es vermutlich nicht so oft austrocknen sollen.  Embarassed Die Unkrautschüssel hab ich jetzt nicht fotografiert.  Very Happy 

Einen zweiten Teil hab ich in ein Einmachglas gelegt. Unten steht immer ein bisschen Wasser im Glas, oben ist es offen. Hier wächst es sehr gut. Bald hat es den oberen Rand des Glases erreicht, dann brauch ich eine neue Lösung.
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Der Rest lebt in der Tüte. Wächst ebenfalls nicht schlecht. Die der Sonne zugewandten Seite ist kpl. grün, die andere natürlich nicht.
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Deine Wanne gefällt mir, meine Idee mit der Tüte nicht so. Die Frage wäre nur, wohin im Winter. Die Tüte braucht halt nicht viel Platz, so eine Wanne schon.

5 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 16:17

Christian N

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Orchideenfreund
Hallo Konrad, Hallo Waldi,

was macht Eure Sphagnumzucht ?

Vor Jahren hatte ich im Garten ein Moorbeet angelegt, um Freilandorchideen und Karnivoren zu kultivieren. Was aber prächtig wuchs, war das Sphagnum darin.
So eine Moorbeetpflege ist recht aufwändig, da in dem Sphagnum so gut wie alles keimt und wächst. Aber das wissen wir ja als Orchideenkultivateure.
Inzwischen nutze ich einen umfunktionierten Gartenteich aus Kunststoff dafür, die Fläche lässt sich leichter überbrücken und der Wasserspiegel besser regulieren.

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Das Moorbeet befindet sich im Hintergrund. Davor wachsen Cypripedien und Pleionen.

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Neben dem Sphagnum wachsen auf Totholz auch Moose, die für Blöcke und Körbe interessant sind.

Der eigentliche Verwendungszweck des Sphagnums war jedoch die Kultur in Plasteschälchen im Gewächshaus.

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Die Schälchen nutzen die Lücken zwischen den Orchideentöpfen und erhöhen durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit, die von dem Lüfter in der Eckeverteilt wird.

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In diesem Klima gedeihen Phragmipedien, Masdevallien, Odontoglossen u.a. recht gut.

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Auch andere Flächen können mit den Schälchen belegt werden.

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Mit der Zeit wachsen die Köpfe des Sphagnums über den Schalenrand hinaus und können dann für die Orchideenkultur abgeschnitten werden.

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Wie man hier sehen kann, bilden die "kopflosen" Stängel mit der Zeit neue Köpfe.

Die Pflege der Schalen mit Sphagnum ist einfach :
Es sollte immer etwas Wasser darin stehen und spätestens wenn das Moos trocken wird, muss es wieder mit Regenwasser aufgefüllt bzw.übersprüht werden.


Gruß
Christian

6 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 16:23

KarMa

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Orchideenfreund
Eine schöne und anschauliche Dokumentation. Danke Christian!
Ich kenne Sphagnum nur in getrockneter Form, da ist es sehr unansehnlich.

7 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 17:23

konrad

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Orchideenfreund
Sehr interessante Bilder,Christian. Das sieht alles sehr gut aus.
Meine Sphagnumwanne steht hinten im Garten und ich müsste mal wieder nachschauen.
Wenn es stark friert,kommt die Wanne in die Garage,die hat ein Oberlicht,aus der Zeit,als ich noch
Wellensittiche gezüchtet habe.

8 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 17:38

Robert

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Orchideenfreund
Hallo Christian und Konrad,

Konrad, ich hatte eigentlich diesen Sommer vorgehabt, deine Zucht nachzumachen. Aber wie es so ist, man kommt einfach davon ab.
Christian, das mit der Schale ist eine gute Idee. Habe zwar kein Gewächshaus aber auf der Fensterbank noch so ein paar Lücken, die ich damit ausfüllen kann.
Du sagst das du Regenwasser nimmst. Versetzt du das noch mit Dünger?
Leider kann ich kein Regenwasser nehmen, denn da sind bei mir zu viel Schadstoffe drin. Ich müsste da auf Osmosewasser zurückgreifen. Reicht das aus?
Wenn das geht dann muss ich nur noch sehen, wo ich etwas lebendes Sphagnummoos bekomme.

http://spellmeier.no-ip.org

9 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 17:53

konrad

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Orchideenfreund
Ja Robert,dass mit der Zeit ist so eine Sache,warte bis 2016,dann ist ein Schaltjahr,dann hast Du
einen Tag mehr llaachen
Zu Deinen Fragen ,Dünger nein,Osmosewasser ja und zum Sphagnumbezug,wir sehen uns am 7.12.,
dann frag mich mal Very Happy

10 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 17:57

Robert

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Orchideenfreund
Konrad, das mach ich auf jeden Fall

http://spellmeier.no-ip.org

11 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 18:05

Sannchen-Pannchen

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Orchideenfreund
Das ist eine SUPER gute Idee! Im Moment habe ich ja eine Seramis-befüllte Plasteschale, in der meine Orchis stehen, um die LF zu erhöhen. Ob Sphagnumschalen denselben Zweck erfüllen könnten? Besonders ansehnlich finde ich meine Lösung nämlich nicht, auch wenn sie wirklich äußerst zweckmäßig ist (die LF darin und darüber beträgt immer zwischen 65-85%). Ich mag Moose sowieso total gern und es sieht ja auch super zwischen den Pötten aus, wie man auf den Gewächshausbildern sieht.

Ist halt nur die Frage, ob Sphagnum in der Wohnung auch so gut wuchert und also a) selber überlebt und b) die Luftfeuchtigkeit genauso erhöht, vorausgesetzt dieselbe Fläche wie heute für mit Seramis wird stattdessen mit Moos bedeckt.

12 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 18:36

konrad

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Orchideenfreund
Susanne,
ob das Sphagnum nun unbedingt wuchert,weiß ich nicht und muss ja auch nicht sein.
Ansonsten müsste das Alles funzen und sieht auf jeden Fall gut aus. Ich mag Moose und Farne sehr
und finde,die sehen überall gut aus.

13 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 19:20

Christian N

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Orchideenfreund
Hallo Susanne,

am Anfang steht die Beschaffung des lebenden Sphagnums, da es in der Natur weit verbreitet ist, aber unter Naturschutz steht, ist es nicht käuflich.
Orchideenfreunde mit Gartenorchideen haben aber in der Regel auch lebendes Sphagnum.

Eigentlich reicht eine Handvoll für den Anfang aus.
Wenn man trockene Bedingungen an der Fensterbank hat, nimmt man zunächst einen Glasbehälter, den man ganz und später teilweise abdecken kann.

So ein Behälter kann recht hübsch aussehen mit seinem grünen Moos und man kann darin außerdem auch Restbulben bewurzeln oder Jungpflanzen bzw. empfindliche Minis  unterbringen.

Sphagnum braucht in diesem kein Substrat und keine Dränageschicht, so läßt es sich später auch leichter "ernten". Dazu schneidet man entweder Kopfstücke ab (wie oben beschrieben) oder man nimmt die Stängel vorsichtig büschelweise heraus, kürzt sie ein und steckt die Kopftriebe wieder in den Behälter. Notfalls nimmt man kleine Plasteschalen bis das Sphagnum für die ganze Bodenfläche ausreicht.
Der abgeschnittene Rest eignet sich auch hervorragend für Orchideensubstrat.

Immer sollte Regenwasser 1-2 cm hoch stehen, denn für  lebendes und totes Sphagnum gilt : einmal ausgetrocknet nimmt es nur langsam Wasser auf.
Versuchsweise deckt man anfangs nicht ab und kontrolliert, ob die Köpfe trocken werden.
Sie werden dann immer heller. Zunächst hilft übersprühen, wenn die Köpfe dann schnell wieder trocknen sind, wird abgedeckt - mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür.

Sphagnum wächst schön gedrungen hell aber ohne direkte Sonne. Wenn es nicht durch die Orchideentöpfe ausreichend schattiert wird, befestigt man einen weißen Papierstreifen an der Lichtseite des Glasbehälters.
Andererseits reicht auch sehr wenig Licht aus. Dann werden die Stängel länger und schmaler und die Köpfe kleiner.

Wenn man das richtige Gefühl für das Sphagnum und seine Bedürfnisse entwickelt hat und eine ausreichende Menge zur Verfügung steht, kann man mit der offenen Kultur in kleinen Schalen beginnen.
Kleine Behälter lassen sich überall zwischen den Orchideentöpfen unterbringen und es ist erstaunlich, welche Grundfläche schließlich damit abgedeckt ist.

Wenn man in die Nähe von lebendem Sphagnum kommt, hat man einen sehr schönen Duft in der Nase. Dieses Moos wirkt wie einige andere Moosarten desinfizierend und wurde früher deshalb sogar für Wundverbände benutzt.


Gruß
Christian

14 Re: Sphagnumzucht am 16.11.14 19:51

Jill

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Orchideenfreund
Ich habe vor einer Weile "totes" Sphagnum in ein Einmachglas mit unten etwas Blähton und wasser drin getan. Deckel zu, stehen lassen. Inzwischen lebt es nicht nur, sondern das Glas wird langsam voll. Das war von so einem Sphagnum Block, den man bei den Händler bekommt. Kann scheinbar auch klappen mit Glück.

15 Re: Sphagnumzucht am 11.07.15 18:19

konrad

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Orchideenfreund
Anfang August 2014

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So sieht die Wanne mit dem Sphagnum heute aus

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16 Re: Sphagnumzucht am 11.07.15 18:32

Jutta

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Orchideenfreund
Wow Konrad,

das sieht ja klasse aus. ja1

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