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Seeger

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1Seeger  Empty Seeger am 21.01.19 19:25

schizodium

schizodium
Orchideenfreund
Ich möchte hier einige Fotos zeigen
die Hans Gerhardt Seeger
(4. Dezember 1939 † 7. Oktober 2016)
noch in Frühjahr vor seinem Tod von einigen seiner Lieblingspflanzen aufgenommen hat.
(Die letzten 4 Bilder von seinen Pflanzen sind allerdings von mir aufgenommen)

Manche hier kannten Seeger wegen der nach ihm benannten tropischen Arten oder der Gattung Seegeriella.
Viele wissen aber nicht dass Seegers Hauptinteressen seit etwa 40 Jahren
die heimischen Orchideen Baden-Würtembergs und deren Begleitvegatation waren.
(vor allem Sommerwurzarten)

Etwa 1980 hat er im Botanischen Garten Heidelberg mit der Kultur mediterraner Arten begonnen,
ebenso mit der Ansiedlung heimischer Arten auf Pflegeflächen.
Das geschah zwar mit dem Wohlwollen von seinem Chef Senghas,
aber weitestgehend heimlich.
Diese extreme Vorsicht hat er bis zu seinem Tod beibehalten,
hat er doch auch Hybridisierungsexperimente gemacht.
Damals galten solche Versuche und überhapt die Kultur heimischer Arten
noch als schweres Sakrileg
(Kann man sich in etwa so vorstellen als würde jemand in Mekka den Propheten anzweifeln)

Jahrzehntelang hat er sich unter anderem um eine Pflegefläche an der Badischen Bergstrasse gekümmert,
in einem privaten und der Öffentlichkeit durch einen hohen stabilen Zaun nicht zugänglichen Gelände,  
frei von Anfeindungen und Neidern.
Gab es dort zu Anfang überhaupt keine Orchideen,
hat er das Gelände in ein Orchideenparadies verwandelt.
Zur Pflege des teilweise sehr unebenen Gebietes diente vor allem eine
Stihl Motorsense mit 3 Zahn Dickichtmesser.

Anacamptis pyramidalis siedelt sich von allen Trockenrasenarten am schnellsten an, wächst sogar noch gut in hohem Gras.
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Diese Kombination sieht man selten
fuciflora und Limodorum.
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Wenn es im Sommer viel regnet
steht Orchis palustris ausnahmsweise nicht nur zur kalten Jahreszeit unter Wasser.
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diverse Orchiaceras

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apifera
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je nach simia Einfluss blühen simia Hybriden blühen von oben nach unten auf
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Dactylorhiza incarnata Gruppe
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Die folgenden 3 Bilder zeigen eine ehemalige
landwirtschaftliche Ackerfläche auf kalkhaltigem Boden.

Durch nur minimale Aussat von Magerrasengräsern
und stattdessen von mehr Wiesenblumenarten,
und die Kombination der vollparasitischen Orobanchen
(im Bild sichtbar: Labkraut und Labkrautwürger)
und anderen halbparasitischen Arten aus
der Pflanzenfamilie der Sommerwurzgewächse
wie Klappertöpfe, Wachzelweizen, Zahntrost etc und deren Wirten
wurde ein biologisches Gleichgewicht geschaffen,

So entsteht eine eingermassen lückige Wiese ohne Verfilzung durch zu viel Gras.
Hier hat sich recht schnell auch Anacamptis angesiedelt.





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Gruss Jürgen

2Seeger  Empty Re: Seeger am 21.01.19 20:57

sabinchen

sabinchen
Orchideenfreund
Wunderschöne Bilder und Eindrücke I love you ja1 ja1 ja1

3Seeger  Empty Re: Seeger am 21.01.19 22:10

Peregrinus

Peregrinus
Globalmoderator
Das sind interessante Bilder. Bei der Ansiedlung der Orchideen hat Herr Seeger sicher selbst kräftig mit geholfen.
Existieren die Flächen so noch?


_________________
herzliche Grüße
Matthias

4Seeger  Empty Re: Seeger am 22.01.19 5:00

pmmGarak

pmmGarak
Admin
sehr spannend. hat hier eigentlich jemand Erfahrung mit der Ansiedlung von Orobanche? hab es bisher nur mit O. Hederea versucht, war das einzige, was ich aus kommerzieller Quelle gefunden hab, und da kam nix, obwohl direkt an die Efeuwurzel gesät.


_________________
Gruß, Martin.

5Seeger  Empty Re: Seeger am 23.01.19 11:28

Leni

Leni
Orchideenfreund
Hallo Jürgen
Sehr schöne Bildfer und Anekdoten.
Ich kannte Gerd jahrelang vom BoGa. Hier waren es die tropischen Orchideen. Wir sind hier gemeinsam mit ihm, Albi, Michael, Maria auf Ausstellungen gefahren.
Bis zu seiner Pensionierung hielt der Kontakt.



LG




Leni

6Seeger  Empty Re: Seeger am 23.01.19 12:54

manne

manne
Orchideenfreund
es erfreut, das vernunftbegabte menschen auch der künstlichen erhaltung
der bedrohten arten nachgehen.
die rückständigen ansichten der aho weisen nicht auf irgend eine begabung hin.

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7Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 2:02

schizodium

schizodium
Orchideenfreund
Hallo,
danke für das Interesse,
Ja Leni für tropische Arten hatte er kaum noch Interesse
ja die eine Wiese die wegen Hanglage und Trockenmauern etc
aufwenig zu mähen ist wurde deutlich schlechter gepflegt,
wenn der der für ein Gebiet zuständig ist stirbt
und den anderen nicht mehr genau sagt wo sie wann was machen sollen,
so wird anders, falsch oder nicht mehr gepflegt.
ja Intelligenz ist wohltuend,
leider aber zu selten,
super Orchiaceras Manne
Orobanche hat Seeger im Herbst ausgesäht, einfach um die Wirtspflanzen gestreut, Samen wird dann mit Winterregen in den Boden gespühlt, Samen bleiben jahrelang keimfähig.
Ich weiss aber nicht wie lang man warten muss bis die kommen,
Seeger hat jedenfalls reichlich Samen gestreut also wirklich viel, wenn man die kaufen würde wäre das wohl unbezahlbar.
Sein Prinzip war es den Samen gut auf viele Stellen zu verteilen, man weiss nie wo was kommt und wo nicht, oft dort wo nicht erwartet.
Orobanche sind manchmal wunderschön, ich weiss nicht welche Art diese gelbe ist ,
ist der Wirt direkt daneben ist es einfacher,
der Wirt ist aber oft meterweit weg.

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Orcbanche elatior auf Scabiosenflockenblume
Orobanche centaurae-scabiosae, wird echt gross,
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Seegers Orchis purpurea Abteilung:
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8Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 5:53

pmmGarak

pmmGarak
Admin
Naja, ich versuch erst mal, "normale" Wiesenpflanzen zu etablieren, wird ja auf nem kleinen Grundstück auch nicht alles funktionieren - Konsequent Nährstoffe abbauen, Wiesensalbei, Wegwarte, Knollenwicke, Klappertopf (ja, ich weiss, auch schon ein Parasit), 1-2 Flockenblumenarten, Scabiosen, Geranium - und dann sehen wir weiter. Der eine oder andere Nachbar hat ja schon beim orangenen Habichtskraut die Nase gerümpft, dabei ist auch das wunderschön.

Orobanche in Massen aussähen aus wilden Samenquellen stell ich mir schwierig vor - alle Vorkommen, die ich kenne liegen mitten in Naturschutzgebieten, und da ist Samenentnahme absolut tabu. Für so was müsste man neu ausgewiesene Baugebiete "abgrasen" bevor sie umgebaggert werden, aber die sind zumindest bei uns in der Gegend fast immer auf ehemaligem Ackerland - also seit Jahren mit Herbiziden vollgepumpt.


_________________
Gruß, Martin.

9Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 8:43

Uhu

Uhu
Orchideenfreund
schöne Bilder, danke.

Ich hoffe die Fläche existiert noch. Eine schöne Palette von sumpfig bis Halbtrockenrasen.

Es gibt tatsächlich ein erfreuliches Umdenken an verantwortlichen Stellen - wenigstens in meinem lokalen Umfeld. Ein Problem ist eine hohe Flächenkonkurrenz und die erforderliche Pflege auf Dauer sicherzustellen.

10Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 16:34

pit

pit
Orchideenfreund
vielen Dank für diese super schönen Bilder!

11Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 17:12

Usitana

Usitana
Orchideenfreund

Hallo Jürgen!
Standortbilder sind immer was Besonderes! Danke!
foto foto foto ja1 ja1 ja1
Jetzt aber noch eine Frage: wie sieht der Labkrautwürger aus? Beim 1. Beitrag am letzten Bild die gelbgrünen schmalen Pflanzen mit den schmalen,spitzen Blättchen ist das Labkraut (?) Ist der Würger auch drauf?

Und daß Klappertopf ein Schmarotzer ist, hab ich auch nicht gewusst, Hat der eine spezielle Wirtspflanze?

12Seeger  Empty Re: Seeger am 24.01.19 21:29

schizodium

schizodium
Orchideenfreund
ja ist drauf, die gelblichen im Vordergrund, vorletztes Bild
an der Farbe allein kann man die nicht bestimmen,
hier ein eindeutigeres Foto von Labkraut und Orobanche caryophyllacea
Klappertopf braucht keinen Spezialwirt, einfach Wiesengräser.
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gruss, Jürgen

13Seeger  Empty Re: Seeger am 26.01.19 5:40

Leni

Leni
Orchideenfreund
Hallo Jürgen
Wirklich beeindruckende Flächen. ja1 ja1 ja1 



LG



Leni

14Seeger  Empty Re: Seeger am 27.01.19 14:34

Usitana

Usitana
Orchideenfreund

Ah, danke!
Laughing

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