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Wurzelfäule bei Paphiopedilum

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1 Wurzelfäule bei Paphiopedilum am 18.07.18 19:29

Fuchs

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Orchideenfreund
Moin in die Runde. Ich benötige mal Rat in Kulturfragen!

Es geht um Paphs und um die leidige Frage nach dem Grund für gammelnde Wurzeln. Ich bin offenbar wirklich untalentiert für Paph-Kultur… Sehr schade, denn die großen Multifloralen wie auch Brachys gehören zu meinen absoluten Lieblingsorchideen.

Die ganze Geschichte: Gestern habe ich mein halbwüchsiges rothschildianum getopft und war schwer entsetzt: Die Pflanze hatte nur noch kurze Wurzelstümpfe, der Rest der Wurzeln lag verrottet im alten Substrat.
Das roth. habe ich vor einem Jahr erworben, es kam aus Taiwan direkt auf eine Ausstellung hier geflogen, und es ist mein erstes rothschildianum. Es hatte bei Ankunft hier eher wenige Wurzeln, aber die sahen gut aus. Ich habe die Pflanze dann in Rinde mittlerer Körnung gepflanzt, mit Muschelkalk und sehr wenig Spaghnum. Ich gieße ca. 1 x Woche, eigentlich verwende ich leicht aufgedüngtes Regenwasser, bedingt durch die Trockenheit gibt es aber derzeit Leitungswasser (250 µS). In den ersten Monaten habe ich durch den transparenten Topf eine wachsende Wurzelspitze sehen können. Umso entsetzter war ich jetzt…

Nun wäre es einfach zu sagen: Totgegossen. Aber: Neben dem rothschildianum steht ein philippinense, ältere Pflanze aus deutscher Gärtnerei (Lemförde), kein Import. Auch dieses steht in Rinde mit Muschelkalk, bei ähnlichem Gießverhalten von mir, ebenfalls letztes Jahr getopft. Nach dem roth-Desaster gestern habe ich es ebenfalls umgetopft, und siehe da: Diese Pflanze hat bei vergleichbaren Bedingungen einen stark ausgeprägten Wurzelstock gebildet, die Wurzellängen haben sich innerhalb eines Jahres sicherlich verdreifacht. Allerdings ist die Pflanze sonst im Wachstum sehr langsam.

Wie kann es also sein, dass bei der einen Orchidee zum (mutmaßlichen) Ableben führt, was die andere zumindest im Wurzelbereich gut wachsen lässt?
Was kann ich anders/besser machen?

Kulturraum: Offene Fensterbank, am Tag im Winter 16-19°C, im Sommer 20-25°C. Südseite, Schattierung durch das Gebäude. Die Paphs stehen in zweiter Reihe. Es sind ziemlich viele Pflanzen an diesem Fenster, überwiegend Cattleyen und Verwandtschaft. Die meisten von denen wachsen und blühen ganz gut. Die Luftfeuchte ist – nicht zuletzt durch ein offenes Aquarium im Zimmer – für Verhältnisse in der Wohnung ziemlich hoch, stets mindestens 50%, oft deutlich höher. Ich versuche, durch Fensteröffnung für Luftbewegung zu sorgen, dem sind jedoch witterungsbedingt in der dunklen Jahreszeit enge Grenzen gesetzt.

Das kranke rothschildianum habe ich nun in Kokosschrot gesetzt, ein Substrat, mit dem ich derzeit experimentiere. Hat jemand Erfahrungen mit Kokos bei Paphs?

Vielen Dank für die Hilfe, Grüße,
Volker

musa

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Orchideenfreund
Hallo Volker,

für Paphs ist niemand untalentiert, das sind die Besten Freunde des Menschen!
Ich hab fast alle Multifloralen aus der Roth Gruppe, die wachsen super, allerdings mit Brachys stehe ich auf Kriegsfuß, denen ist es vermute ich bei mir zu warm.
Wegen Deines rothschildianums, könnte es am Muschelkalk liegen, da Roth nicht auf Kalkstein, sondern auf Serpentin Gestein wächst. Das Problem hatte ich mal mit randsii, das auch keinen Kalk mag. Ansonsten halte ich es in reiner Rinde ohne Zusatz wie Sphagnum etc., da sie viel Luft an den Wurzeln mögen. Regelmäßiges Umtopfen ist auch wichtig, da so das Substrat nicht zusetzt. Die Störung der Wurzeln macht Ihnen nix aus, supardii blüht gerade direkt nachdem sie umgetopft wurde.
Gegossen wird sie bei mir 2 x die Woche.
Dein Lichtangebot auf Cattleyaniveau ist nicht wenig, aber die ganze Sektion Coryopedilum ist lichthungriger als in der Literatur oft zu finden, außerdem glaub ich nicht, dass ein Überlichtangebot zu Wurzelschaden führen kann.

Ich würde sie in sehr luftiges Substrat ohne Kalkzusatz pflanzen alles tote Wurzelwerk abmachen und sie unter philippinense Bedingungen weiterpflegen. Das Umtopfen kann da schon Wunder wirken.

Drück Dir die Daumen
Michael

Fuchs

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Orchideenfreund
Hallo Michael,

danke für die Hinweise. Ich habe jetzt ein bisschen recherchiert und meine Meinung revidiert, dass rothschildianum auf Kalk wachsen würde. In Moosauflage auf Dolomit... Es gibt so alte Behauptungen, die sich unhinterfragt lange halten.

Okay, dann kommt das Paph wieder raus aus dem gekalten Kokos (wobei ich Kokosschrot immer mehr für ein gutes Substrat gerade für feuchtigkeitsliebende Orchideen halte) und hinein in 2-3 cm gekörnte Rinde. Es ist für mich eine wichtige Information, dass Paphs offenbar vom Umtopfen nicht zu sehr gestört werden. Dann mache ich das in Zukunft jährlich.

Noch eine Frage: Wie warm muss es mindestens sein für die Arten der Sektion Coryopedium? Ich habe das Gefühl, dass es bei mir zu kalt für sie ist. Das philippinense hat zwar schöne Wurzeln, wächst aber ausgesprochen langsam. Vielleicht hängt er Wurzelschaden beim roth auch mit zu tiefen Wintertemperaturen (16-19°C tagsüber) zusammen?

Nochmals Dank, Gruß, Volker

musa

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Orchideenfreund
Hallo Volker,

Coryopedilum sind auf der warmen Seite, meine haben das ganze Jahr über mindestens 20°C im Sommer geht's auf 33°C, allerdings denke ich nicht, dass leicht tiefere Temperaturen kurzfristig problematisch sind.
Langsame Wachser sind sie allemal.

Ich denke, das sollte jetzt so gut laufen, Du musst nur aufpassen, dass sie bei 2-3 cm Rindenkörnung nicht zu trocken wird, denn das mag sie nicht zu sehr.

Viel Erfolg
Michael

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