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Terrarium für Bulbophyllum

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1 Terrarium für Bulbophyllum am 09.08.17 0:49

Gast


Gast
Hallo liebes Forum!

Ich bin seit ein paar Jahren begeisterter Bulbophyllum-fan. Ich habe auch einige sehr schöne Pflanzen in meiner Sammlung, die sich bis jetzt immer auf die Fensterbank wohl fühlen musste. Leider funktioniert das mit den Bulbos auf der Fensterbank doch nicht so gut und ich habe immer wieder Ausfälle, weil es mal zu trocken, zu kalt oder was auch immer war.
Ich denke es ist Zeit für die ''nächste Stufe'' und ich plane gerade ein Terrarium, um diesen schönen Pflanzen endlich ein geeignetes Zuhause zu bieten.
In erster Linie tue ich dies jedoch für mein Bulbophyllum phalaenopsis. Es ist mein absoluter Liebling und ich habe die Pflanze jetzt schon seit 3 Jahren. Sie wächst auch gut aber die Pflege gestaltet sich gerade im Winter als schwer (Licht, Feuchtigkeit etc) und ich möchte das gerne ändern.

Angestrebt ist ein Hochterrarium mit den Maßen 50x50x120 (LxBxH) in dem mein B.phalaenopsis in der Mitte hängt und die anderen Bulbos, die ich habe, drumherum. Ich habe einen Glaser gefunden, der sich auf Aquarien und Terrarien spezialisiert hat. Das Terrarium würde bei ihm 110 Euronen kosten. Ich kenne mich da wirklich kaum aus, aber ich denke, dass es ein guter Preis ist (verglichen auch mit Angeboten auf e-Bay etc.)

Es wird eine Beregnungsanlage mit 2 Feinnebeldüsen, Timer und Tank von Micro Rain Systems installiert. Die kostet glaube ich so um die 60. Hat jemand Erfahrung mit dieser Anlage oder kann mir eine empfehlen?

Was die Beleuchtung angeht, habe ich viel gelesen, doch je mehr ich lese, desto mehr Fragen habe ich und desto unübersichtlicher wird es. Ich habe gelesen, dass HQI wohl ziemlich gut sein soll. Gute Lichtfarbe und genug Intensität. Also habe ich gesucht und bin auch fündig geworden: Ein HQI-Strahler mit 70 Watt im Komplettset (also mit Netzteil und Vorschaltgerät). Eine, wie mir scheint, gute Lösung.
Das Leuchtmittel hat wie gesagt 70 Watt und 4200 K. Ist das eigentlich genug, um das Terrarium bei einer Höhe von 120 cm bis unten auszuleuchten? Wären 5000-6000K nicht besser? Mir ist auch nicht klar, ob die Lampe IM oder ÜBER dem Terrarium hängen soll. HQI wird doch sehr heiß, könnte das die Pflanzen nicht verbrennen? Wenn die Lampe aber über dem Terrarium hängt mache ich mir sorgen, dass Lichtintensität durch das Glas eingebüßt wird. Ist das überhaupt der Fall?
Wie ihr seht bereitet mir die Beleuchtung noch viel Unwohlsein. Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen.

Temperaturenmäßig soll sich das Terrarium natürlich im warmen Bereich bewegen. Deshalb werde ich wohl auch ein Heizkabel kaufen und den Boden auslegen. Das erhöht nicht nur die Luftfeuchte aber hoffentlich auch die Temperatur. Inwiefern sich die Bodenheizung bei 120 cm jedoch in den oberen Schichten bemerkbar macht, weiß ich nicht nicht. Gibt es vielleicht bessere Ideen?

Das Terrarium soll im Wohnzimmer stehen. Das nächste Fenster ist auf der anderen Seite des Raumes. Es wird also nicht stockdunkel, wie im Keller, aber wirklich photosynthese-hell auch nicht.
Die Temperaturen werden jedoch ganzjährig relativ konstant bleiben, weshalb ich mir wegen der Heizung eigentlich nicht ganz so große Sorgen mache. Die Pflanzen haben bis jetzt auf der Fensterbank überlebt, also wird ein Terrarium (selbst ohne Heizung) wohl ein ziemliches Upgrade sein. Smile

Vielen Dank im Voraus.

LG
Nicolas

Pooferatze

avatar
Orchideenfreund
Hallo Nicolas,

das ist ein langer Post mit vielen Fragen und bis jetzt keinen Antworten. Very Happy  Grundsätzlich ist es schön, wenn sich neue Mitglieder sich hier kurz vorstellen.

Die meisten Fragen sind schon oft diskutiert worden. Es wäre schön, sie etwas aufzusplitten.

1.) Beregnungsanlage: MRS bietet viele verschiedene Varianten von Beregnungsanlagen an. Allein die Pumpen gehen von irgendwas um die 20 Euronen bis locker 200+, abhängig von der Pumpentechnik (Kolben oder Membran). Daher ist deine Frage nach der Bergenungsanlage von MRS schwer zu beantworten, du müsstest konkreter werden. Nebeldüsen sind die beste Wahl. Vieles hängt allerdings auch vom Geldbeutel ab.

Grundsätzlich bin ich kein Fan von Beregnungsanlagen als Dauerlösung, da man die Feuchtigkeit nich so genau steuern kann. Bei Pleurothallidinae mag das noch problemlos sein oder wenn man eine Gärtnerei betreibt, aber speziell bei Bulbophyllum mit ihren empfindlichen Neutrieben kann es schnell zu Verlusten führen, wenn man nicht nach jede Laufen der Anlage kontrolliert, ob Wasser in den Nts stehen geblieben ist.
Weiterhin gibt es unter den Bulbophyllum viele Spezies, die es überhaupt nicht mögen, wenn ihe Blütentriebe nass werden. Dies quitieren sie dann ziemlich fix mit schwarz werden und Absterben der Bts.

2.) Licht: Einer der heilige Grale der Vitrinenkultur und schon oft diskutiert auch hier bei uns. Grundsätzich sind 4200K nicht optimal. Man geht von einer mittleren Lichttemperatur des Sonnenlichtes von um die 5500K aus. Daher eignet sich das sogenannte "Tageslicht weiß" oder auch "Cool Daylight" mit um die 6000 - 6500K besser. Noch besser ist Biolicht 958 (5800K).

Mit HIQ habe ich keine Erfahrung, ich benutze LED, T5 und T8 Röhren. Bei den Leuchtstoffröhren nutze ich aus, dass sie Wärme abgeben. So erzeuge ich in meiner temperierten Vitrine im oberen Bereich Temperaturen, die eher für warm/ temperierte Pflanzen geeignet sind, während der untere Bereich schon mal kühl/ temperiert werden kann. Für die anderen Vitrinen nutze ich LED.

3.) Wärme: Wenn Du dich noch dumpf und dunkel an den Physikunterricht erinnerst, dann weißt du vielleicht noch, dass warme Luft nach oben steigt. In meinen Vitrinen ist es oben immer etwas wärmer als unten, außer direkt auf dem Boden. Auch in deinem Wohnzimmer ist es unter der Decke normalerweise wärmer als am Boden, wenn die Heizungen laufen. Aber dein Heizkabel wird sowieso nur ein paar Grad mehr bringen. Ich lasse es im Sommer inzwischen auch an, vor allem in diesem kühlen Sommer, einfach um die LF zu erhöhen. (Die diesen Sommer eh hoch ist.  Laughing )


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Viele Grüße

Eva

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