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SGK-Kultur

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51 Re: SGK-Kultur am 20.07.16 12:31

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Hauzi,

mein „Fachwissen“ habe ich mir in den letzten 30 Jahren aus mehreren Orchideenzeitschriften angelesen, um meine eigenen praktischen Erfahrungen erweitert und regelmäßig mit anderen Orchideenleuten ausgetauscht bzw. abgeglichen. Nachträglich ärgere ich mich, dass ich einige meiner Erfahrungen bzw. Erkenntnisse nicht aufgeschrieben habe.

Herr Bomba hat dieses Fachwissen über Orchideen in vielen Jahren zusammengetragen und in seinem Buch konzentriert. Wer sich für grundlegende Dinge über das Wachstum der Orchideen etc. interessiert, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, selbst wenn man nicht allen seinen Thesen folgen mag.

Oftmals fehlen in der Orchideenkunde wissenschaftliche Begründungen zu den einzelnen Themen, aber wer soll solche Forschungen beauftragen und letztendlich bezahlen?

Nun zu deiner Frage nach meiner Definition von Fäulnis.

Bisher habe ich sehr viele Anstrengungen unternommen, um in meiner Orchideenkultur Fäulnis jeglicher Art auszuschließen – nicht alle waren von Erfolg gekrönt.

Regenwasser soll man möglichst erst auffangen nachdem es eine Weile geregnet hat. Der Sinn besteht darin, dass die Dachflächen in dieser Zeit von Pollen und sonstigen Verunreinigungen befreit worden sind. Trotz dieser Schutzmaßnahme wird sich immer wieder „Dreck“ am Boden der Regentonne ansammeln. Oftmals reichen diese Verunreinigungen und das Wasser kippt um, die organischen Bestandteile im Wasser lösen die Fäulnis aus.
Aus diesem Grund wird empfohlen, das Regenwasser mit einem Lüfter für Aquarien zu belüften um die „Faulgase“ auszutreiben oder man greift zur Chemie.

Für eine regelmäßige Reinigung der Regentonnen fallen mir auch immer wieder viele Ausreden ein…  Razz

Um eine Verkeimung des Gießwassers zu vermeiden, verwenden die Profis oftmals Wasserstoffperoxid, Chlorgas, UV oder vereinzelt auch Sandfilter.

Ein Orchideefreund hat sich vor 3 Jahren ein neues Gewächshaus gebaut und dafür eine Regenwasserzisterne im Erdbereich angelegt. Da er viele aufgebundene Orchideen kultiviert, werden seine Orchideen regelmäßig zusätzlich von einer Nebelanlage befeuchtet.
Da seine Ehefrau im Gesundheitsbereich tätig ist, kam die Frage auf: ist dieser Nebel ggfs. Gesundheitsschädlich?
Das Regenwasser aus der Zisterne wurde in einem entsprechenden Labor untersucht und das Ergebnis war erschreckend: eine hochgradige Belastung mit Coli- und ähnliche Bakterien.

Dieses Regenwasser wird jetzt über eine spezielle UV-Anlage „gereinigt“ und sofort verwendet – danach ist kaum noch eine Belastung feststellbar.  

Eine weitere Theorie in diesem Zusammenhang besagt, dass man seine Orchideen am Vormittag gießen soll, damit die Pflanzen bis zum Abend abgetrocknet sind.

Zu der Zeit bin ich aber auf der Arbeit und kann meine Orchideen in der Woche erst um 18 Uhr gießen/spühen.  Für die meisten Bulbenorchideen stellt das überhaupt kein Problem dar – Paphiopedilum, Phalaenopsis, Fächerorchideen und einige andere Arten mögen das überhaupt nicht und bekommen dann schnell Fäulnisprobleme.
In meinem Gewächshaus werden daher nach dem Gießen zusätzlich zwei ständig rotierende Ventilatoren eingesetzt, damit die Orchideen möglichst schnell abtrocknen.


Zu Beginn meiner Orchideenzeit hat man die „Fäulnis“ gezielt eingesetzt um sich organischen Dünger als Brennesseljauche etc. selber herzustellen…  ja1


Theorien sind gut und wichtig - aber die Praxis wird im Einzelfall entscheiden, ob die Orchidee unser Kultursystem "überlebt" scratch

52 Re: SGK-Kultur am 20.07.16 13:16

Pooferatze

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Moderator
Hallo Hauzi, hallo Uwe,

Ich verfolge eure Diskussion mit großem Interesse, obwohl für mich persönlich keine Form der Hydro oder SGK Kultur in Frage kommt. Fachlich kann und will ich mich daher nicht weiter einmischen, aber trotzdem habe ich ein paar Fragen und Anmerkungen.


Hauzi schrieb:
UweM. schrieb:
Prof. Burgeff hat schon in den 60er (?) Jahren Phalaenopsis nur in Wasser kultiviert....


Das ist aber interessant, danke dafür. Leider habe ich dazu noch keine Quelle/Referenz dazu gefunden. Von wo hast du das?
...

Das findest du in besagtem Buch von Gerhard Bomba Orchideen: Herkunft und Pflege. Auf Seite 125 wird direkt Bezug genommen auf dieses Experiment von Prof. Burgeff.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] findest du sogar auf die Schnelle im WWW .  Very Happy



Hauzi schrieb:
Ich würde immer noch gerne von dir wissen wie du dir den Vorgang der Fäulnis vorstellst. Könntest du uns oder zumindest mir das erklären?

Kannst du mir erklären, was du von Uwe dazu hören bzw. lesen möchtest? Der Vorgang der Fäulnis an sich ist ein klar definierter biologischer Vorgang der Zersetzung von biolobischem Material durch Bakterien unter Ausschlusss von Sauerstoff. Was sollte oder könnte Uwe denn anders verstanden haben oder sich anders vorstellen? scratch



Hauzi schrieb:
UweM. schrieb:SGK ist ähnlich wie die SemiHydro-Kultur eine Variante der Hydroponic.
Da bin ich anderer Meinung, allein schon wegen der Definition von Hydroponic.
Jetzt etwas frech mal direkt aus dem Englischen Wiki übernommen: ...may be grown with their roots in the mineral solution only,... Hydroponic ist aber ein schönes Beispiel für in Wasser kultivierten Pflanzen.
Eigentlich sollten die Wurzeln bei SGK nicht ständig im Wasser liegen. Ist wohl eher ein Nebeneffekt. Es geht eigentlich lediglich darum die Luftfeuchtigkeit im System zu erhöhen. Mit meinem Text wollte ich lediglich ein "Warum", das sich womöglich einige stellen, erklären.


Nur so am Rande und inhaltlich der Diskussion nicht wirklich zuträglich, aber dieses Zitat ist nicht frech sondern irreführend und aus dem Zusammenhang gerissen. Dem von dir fett geschriebenen "only" folgt nämlich gleich ein "or". Außerdem ist es aus einem Wikipedia Artikel, dem vorne ansteht, dass die beinhalteten Zitate ungenügend sind. Laughing

Für Hydrokultur Laien ist an diesem Artikel weiterhin irritierend, dass zwar von mineralischer Lösung gesprochen wird, der Dünger aber eindeutig organischen Ursprungs sein soll. Also muss man sich das ganze durchlesen samt Referenzen um die Aussage zu verstehen.

An der Tatsache ansich, dass "...Hydroponic eine Form oder Unterart der Hydrokultur ist und eine Kultur von Pflanzen entweder ausschließlich in mineralischer Lösung oder in einem inerten* Substrat ist...."** ändert das natürlich nichts.

Es gibt allerdings durchaus hydroponische Systeme, die mit einem Fluten und Ablaufen lassen des Flüssigkeit arbeiten. Insofern finde ich den Vergleich von SGK mit Hydrokultur nicht ganz so weit hergeholt.

Eventuell könnte man es auch mit einer weiteren Form von Hodroponic nämlich der Aeroponic oder Fogponic vergleichen, oder schlappe ich da grade den Holzweg entlang?

* inert = wenig reaktionfreudig/ träge (soll Pinienrinde ja auch sein....  nachdenken )
**a.d.A.: freie Übersetzung des gesamten Zitats aus dem erwähnten Wikipedia Artikel  Very Happy



Zuletzt von Pooferatze am 20.07.16 16:13 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


_________________
Viele Grüße

Eva

53 Re: SGK-Kultur am 20.07.16 15:19

Hauzi

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Orchideenfreund
Hallo, Eva!
Danke für die Teilnahme an der Diskussion. Du kannst dich gerne weiterhin beteiligen.

Pooferatze schrieb:
Das findest du in besagtem Buch von Gerhard Bomba Orchideen: Herkunft und Pflege. Auf Seite 125 wird direkt Bezug genommen auf dieses Experiment von Prof. Burgeff.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] findest du sogar auf die Schnelle im WWW .  Very Happy

Danke für den Link. Ich war eigentlich auf der Suche (und das nicht lange) nach einer Veröffentlichung von Prof. Burgeff. Für gewöhnlich werden in den Büchern aber auch entsprechende Quellen angegeben, da er sich ja darauf beruft. Es ist leider nicht immer alles zugänglich. Sad

Pooferatze schrieb:
Kannst du mir erklären, was du von Uwe dazu hören bzw. lesen möchtest? Der Vorgang der Fäulnis an sich ist ein klar definierter biologischer Vorgang der Zersetzung von biolobischem Material durch Bakterien unter Ausschlusss von Sauerstoff. Was sollte oder könnte Uwe denn anders verstanden haben oder sich anders vorstellen? scratch

Ich wollte  wissen, ob er/jemand den Vorgang detaillierter kennt. Deshalb habe ich dies erklären wollen und gewartet ob jemand darüber genaueres bezogen auf Orchideen weiß (Hat ja auch funktioniert, allein schon deshalb um den Begriff der Epidermis zu diskutieren). Was in einer Pflanzenzelle bei Sauerstoffmangel von statten geht im Bezug auf Wurzeln in Wasser. Es soll ja Pflanzen geben, welche Ethanol besser abgeben als andere, etc. Darum ging es mir eigentlich von Anfang an dieser Diskussion. Warum zersetzt sich das Material, warum faulen die Wurzeln einmal und ein anderes Mal nicht, usw. Warum werden die Wurzeln nicht auch in feuchtem Milieu angegriffen, sondern nur in nassem Medium und das oft erst nach einer gewissen Zeit.

Ich will hier übrigens nichts wegdiskutieren.  Question Mir reicht schlichtweg eine Erklärung wie
Pooferatze schrieb: Der Vorgang der Fäulnis an sich ist ein klar definierter biologischer Vorgang der Zersetzung von biolobischem Material durch Bakterien unter Ausschlusss von Sauerstoff."
 nicht.

Pooferatze schrieb:
Nur so am Rande und inhaltlich der Diskussion nicht wirklich zuträglich, aber dieses Zitat ist nicht frech sondern irreführend und aus dem Zusammenhang gerissen. Dem von dir fett geschriebenen "only" folgt nämlich gleich ein "or". Außerdem ist es aus einem Wikipedia Artikel, dem vorne ansteht, dass die beinhalteten Zitate ungenügend sind. Laughing

Da hast du Recht und dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich hab das or gedanklich gestrichen, denn für mich ist SGK bzw. dessen Substrat definitiv kein inertes Substrat und habe das somit komplett gedanklich ausgeblendet. Für mich ist auch Pinienrinde kein inertes Substrat, aber dabei gibt es wohl unterschiedliche Meinungen. Verzeihung für die Verwirrung.

Pooferatze schrieb:
Für Hydrokultur Laien ist an diesem Artikel weiterhin irritierend, dass zwar von mineralischer Lösung gesprochen wird, der Dünger aber eindeutig organischen Ursprungs sein soll. Also muss man sich das ganze durchlesen samt Referenzen um die Aussage zu verstehen.
Da hast du schon einen Laien erwischt. Das wusste ich nicht. Smile

Pooferatze schrieb:
Es gibt allerdings durchaus hydroponische Systeme, die mit einem Fluten und Ablaufen lassen des Flüssigkeit arbeiten. Insofern finde ich den Vergleich von SGK mit Hydrokultur nicht ganz so weit hergeholt.
Eventuell könnte man es auch mit einer weiteren Form von Hodroponic nämlich der Aeroponic oder Fogponic vergleichen, oder schlappe ich da grade den Holzweg entlang?
So recht kann ich der Einteilung dennoch nicht folgen, aber vermutlich liegt es daran, dass ich solchen Zuordnungen nichts abgewinnen kann. Letztendlich muss man sich jedes System im Detail anschauen.

Pooferatze schrieb:
inert = wenig (physikalisch) reaktionfreudig/ träge
Meinst du nicht chemisch?

gez. Hauzi

54 Re: SGK-Kultur am 20.07.16 16:39

Pooferatze

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Moderator
Jupp - vertan.  Very Happy
Ich werde es gleich korrigieren.

Was die Veröffentlichung von den Versuchen Prof. Bugreffs angeht: da es sich um eine Veröffentlichung seiner Fakultät um 1950 handelt, wirst du wohl auf klassische Recherche gehen müssen. Ich wage zu bezweifeln, dass sie in digitaler Form vorliegt, dazu sind die Veröffentlichungen zu alt und sein Fachgebiet zu speziell. Erwähnt wird im WWW für diesen Zeitraum nur seine Schrift von über "Samenkeimung und Kultur europäischer Erdorchideen" von 1954. Und auch das muss man sich so richtig echt aus einer Unibibiliothek leihen. Ich denke nicht, dass er dort über den Hydrokultur Versuch mit Phalaenopsen schreibt.

Vielleicht befindet sich in Bombas Buch eine Quellenangabe.

Was versprichst du dir vom Originaltext?


_________________
Viele Grüße

Eva

55 Re: SGK-Kultur am 20.07.16 23:16

Hauzi

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Orchideenfreund
@Pooferatze: Das war der Grund warum ich gefragt habe, da ich mitunter vermutet habe, dass darüber nicht so einfach etwas zu finden sein wird (aufgrund der Jahreszahl) und vielleicht hat ja jemand einen Auszug oder ähnliches vorliegen, was weitergegeben werden kann. Fragen kostet ja nichts. Möglicherweise erspart man sich ja auch die Suche.

Was ich mir daraus verspreche? Vielleicht andere Ansichten, Meinungen, Details die nicht erwähnt wurden, welche für andere vielleicht wichtig sein können etc. .

@Uwe:


UweM. schrieb:

Oftmals fehlen in der Orchideenkunde wissenschaftliche Begründungen zu den einzelnen Themen, aber wer soll solche Forschungen beauftragen und letztendlich bezahlen?

Stimmt.

UweM. schrieb:
Regenwasser soll man möglichst erst auffangen nachdem es eine Weile geregnet hat. Der Sinn besteht darin, dass die Dachflächen in dieser Zeit von Pollen und sonstigen Verunreinigungen befreit worden sind. Trotz dieser Schutzmaßnahme wird sich immer wieder „Dreck“ am Boden der Regentonne ansammeln. Oftmals reichen diese Verunreinigungen und das Wasser kippt um, die organischen Bestandteile im Wasser lösen die Fäulnis aus.

Um das Wasser in einer Regentonne kippen zu lassen benötigt es meiner Meinung nach aber schon sehr heftige Umstände und hängt stark davon ab, was da rein geschwemmt wird und worin das Regenwasser aufgefangen wird. Da braucht es schon einiges. Absolute Zahlen kann ich hierbei aber nicht nennen, vielleicht lässt sich darüber ja mal was finden.

UweM. schrieb:
Aus diesem Grund wird empfohlen, das Regenwasser mit einem Lüfter für Aquarien zu belüften um die „Faulgase“ auszutreiben oder man greift zur Chemie.

Um eine Verkeimung des Gießwassers zu vermeiden, verwenden die Profis oftmals Wasserstoffperoxid, Chlorgas, UV oder vereinzelt auch Sandfilter.

Ein Orchideefreund hat sich vor 3 Jahren ein neues Gewächshaus gebaut und dafür eine Regenwasserzisterne im Erdbereich angelegt. Da er viele aufgebundene Orchideen kultiviert, werden seine Orchideen regelmäßig zusätzlich von einer Nebelanlage befeuchtet.
Da seine Ehefrau im Gesundheitsbereich tätig ist, kam die Frage auf: ist dieser Nebel ggfs. Gesundheitsschädlich?
Das Regenwasser aus der Zisterne wurde in einem entsprechenden Labor untersucht und das Ergebnis war erschreckend: eine hochgradige Belastung mit Coli- und ähnliche Bakterien

Dieses Regenwasser wird jetzt über eine spezielle UV-Anlage „gereinigt“ und sofort verwendet – danach ist kaum noch eine Belastung feststellbar.  

Bei kommerziellen Nutzen der Pflanzen oder bei gesundheitlichen Fragen nachvollziehbar, aber auch nur UV-Bestrahlung und Sandfilter. Ansonsten finde ich das übertrieben, aber das ist meine Meinung.

gez. Hauzi

56 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 7:42

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hauzi schrieb:

Um das Wasser in einer Regentonne kippen zu lassen benötigt es meiner Meinung nach aber schon sehr heftige Umstände und hängt stark davon ab, was da rein geschwemmt wird und worin das Regenwasser aufgefangen wird. Da braucht es schon einiges. Absolute Zahlen kann ich hierbei aber nicht nennen, vielleicht lässt sich darüber ja mal was finden.

gez. Hauzi


Question Question Question  

Dafür brauche ich keine theoretischen Abhandlungen, sondern nur zwei gesunde Augen. Laughing

Und wie gesagt - meine Regentonnen müssten dringend wieder gereinigt werden foto

Es ist Regen angesagt und ich bin "auf der Arbeit" - also habe ich zwei Alternativen: kein Regenwasser auffangen oder leicht verschmutztes Regenwasser auffangen ja1

Ich habe mich für die 2. Alternative entschieden Mad

57 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 8:22

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
...und hier noch ein Beitrag zum Thema Wurzeln - Wasser - Fäulnis:

Ich habe einen Kopfsteckling von einem Drachenbaum in ein Glas mit Leitungswasser gestellt. Nach 2 Tagen wurde das Wasser leicht "trüb/milchig" - durch den Stamm und die unteren Blätter hatten sich Bakterien gebildet und das Wasser getrübt.

Ich habe den Stamm und die unteren Blätter abgewaschen und neues Wasser ins Glas gefüllt und den Vorgang alle 2 Tage wiederholt.

Schon nach 7 Tagen hat der Drachenbaum neue Wurzeln im Wasser gebildet.

Nach 14 Tagen habe ich die Pflanze aus dem Wasser genommen und in Blähton getopft und werde die weitere Entwicklung der Wurzeln in SH beobachten und foto


hier die ersten Snappschüsse mit dem Handy (frisch eingetopft):

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58 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 8:32

Hauzi

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Orchideenfreund
Stimmt schon, man muss die Regentonne regelmäßig waschen um den sich ansammelnden Dreck zu entfernen. (Ich hab mich nur selbst gefragt, wie lange es wohl dauert bis das Wasser darin kippt). Da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ist dir das schon einmal passiert?

gez. Hauzi

59 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 13:58

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Die Beiträge von Martin=Radickson sind jetzt hier zu finden:

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60 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 19:30

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
...kurz vor dem aufziehenden Gewitter schnell ein Blick in die Regenwassertonne - die dunklen Flecken sind alles Dreck, der sich in den letzen 3 Monaten angesammelt hat.

Gestern hatte ich das Regenwasser noch in die Regentonnen ins Gewächshaus umgepumpt.


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und zur allgemeinen Erheiterung - die Regentonne wird gereinigt:


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Die Wassertonne sammelt das Regenwasser vom Hausdach und steht auf der Ostseite des Hauses im Schatten.

Früher hatte ich mal eine Regentonne auf der Südseite - da ist mir das Wasser durch die intensive Sonneneinstrahlung mit starker Erwärmung des Wassers mehrfach umgekippt - es fing an zu faulen und hat gestunken. Dieses Wasser kann man nicht mehr verwenden.



Zuletzt von UweM. am 21.07.16 19:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

61 Re: SGK-Kultur am 21.07.16 19:45

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Doch zurück zur SGK - eine Phal. equestris blüht bei mir - wenn auch nicht so üppig wie in normalen Substrat.


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Ein Blick in das Glas: die erste Wurzel hat den Wasservorrat erreicht... Allerdings sieht das gespeicherte Wasser nicht mehr gut aus. Ich habe es abgegossen und die Wasserwerte gemessen: Salzgehalt 500 µS - der pH-Wert betrug allerdings 7,5 - ob das durch die Kohle kommt?


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Und hier die andere Pflanze in SGK: auch hier hat die erste Wurzel den Wasservorrat erreicht. Allerdings ist die Wurzelspitze beschädigt - Fäulnis?

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Zum Vergleich hier zwei Bilder von Phalaenopsis in SH, die in etwa zur gleichen Zeit wie die Phals. in SGK gepflanzt worden sind:

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Irgendwie sieht alles sauberer aus und die Wurzeln haben auch funktionierende Wurzelspitze Shocked




Und zum Abschluss noch eine interessante Beobachtung. Der etwa 2 Meter vom Fenster stehende Topf mit dem Drachenbaum in SH bekommt etwas Sonnenlicht. Die der Sonne zugewandten Seite wird dadurch ein wenig erwärmt und schon kondensiert das Wasser im Topf - aber nur auf dieser Seite:

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Sorry, die Bilder sind mit dem Handy gemacht worden und nicht ganz optimal  foto



Zuletzt von UweM. am 02.12.16 8:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

62 Re: SGK-Kultur am 22.07.16 13:56

Hauzi

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Orchideenfreund
Danke! Da kommt schon eine ganze Menge Dreck zusammen. Hätte ich nicht vermutet.

Toll, danke für die Fotos und dem direkten Vergleich mit SH.
Der pH-Wert scheint sehr hoch und das Wasser irritiert mich mit so vielen Algen.

gez. Hauzi

63 Re: SGK-Kultur am 23.07.16 11:56

Eli1

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Admin
Geht das?

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Wurde auf Wunsch von Hauzi geschlossen!


_________________
Liebe Grüße Eli
Admin
http://www.orchideen-wien.at

64 Re: SGK-Kultur am 01.12.16 20:41

Hauzi

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Orchideenfreund
Hallo, an alle die sich für SGK interessieren oder interessiert haben.

Die hier angeführte Seite zur Beschreibung von SGK ist ab heute nicht mehr verfügbar.
Ich habe die Seite vom Netz genommen, da sich im Laufe der Zeit gezeigt hat, dass es mit SGK immer wieder zu Problemen verschiedener Art bei mehreren Personen kommt (selbst bei Phal. Hybriden). Vermutlich weil es einfach zu ungenau definiert ist. Dies würde ich gerne ändern, nur leider fehlt mir dafür die Zeit und mehr (detailreiche) negative Erfahrungsberichte um daraus Schlüsse ziehen zu können.  

Mir war von Anfang an bewusst, dass SGK zu beschreiben eine relativ heikle Angelegenheit sein würde  da entsprechendes System von vielen Faktoren abhängt und somit sehr genau definiert werden muss. Der Fortschritt (mit Hilfe von euch) dahingehend zeigte sich aber eher schleppend, da von meiner Seite auch nur mehr wenig Zeit vorhanden war/ist um mich mit Orchideen intensiv auseinander zu setzen. Um weitere Fehler/Verluste für andere vermeiden zu wollen, habe ich die Seite präventiv entfernt.

Ich danke all jene die sich dafür interessiert haben oder noch immer interessieren und vor allem denen die uns/mich mit Berichterstattung versorgt haben und auch weiterhin machen. Mir persönlich hat das sehr geholfen Probleme zu beheben, so auf Probleme aufmerksam machen zu können und verschiedene Situationen besser verstehen zu lernen. Ich bin natürlich immer noch für alle Fragen dazu verfügbar und ich bin weiterhin sehr von Berichterstattung diesbezüglich brennend interessiert. Vor allem in der Hoffnung, dass sich in gegebener Zeit von mir Diverses besser beschreiben lässt und sich die Seite sinngemäß mit einem besseren Erfolg/Misserfolg Verhältnis für Anwender veröffentlichen lässt.

Viel Erfolg weiterhin!

gez. Hauzi

ps.: bei Anfrage weiterhin zugänglich

65 Re: SGK-Kultur am 02.12.16 7:48

UweM.

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Fachmoderator Paphiopedilum
Hallo Hauzi,

schade, dass du so wenig Zeit für die Weiterverfolgung der SGK-Kultur hast oder findest.

Ich finde diese Kulturform sehr dekorativ, aber auch hier gilt es ein ausgewogenes Gieß- und Pflegeverhalten für die zu kultivierenden Orchideen zu finden. Insoweit unterscheidet sich SGK kaum von den anderen Kulturformen für unsere Orchideen.

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