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meine Masdevallia bicolor

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 meine Masdevallia bicolor am 15.08.14 20:01

Gast


Gast
Hallo Ihr Lieben,

im Juni diesen Jahres zog eine Masdevallia bicolor bei mir ein. Sie hat damals so schön geblüht.  Smile 



OK, ich habe sie nicht gleich (wie sonst üblich) umgetopft, sondern zwei/ drei Wochen später, die Wurzeln sahen damals super aus. Leider habe ich dafür das aus dem Baumarkt übliche "Marken"-Substrat S.... verwendet. Dies war defenitiv das erste und letzte Mal.

Ausser, dass das Substrat Ewigkeiten brauchte um ansatzweise zu trocknen (Staunässe!?) und ich mir auch schon überlegt habe, sie nochmal umzutopfen (hätte ich nur), entdeckte ich letzte Woche zuerst zwischen den Blattstengeln einen kleinen Pilz, kein Schimmel oder sonstiges, einen richtigen Pilz. Den entfernte ich natürlich und dachte noch spaßig: Jetzt gehste unter die Champignon-Züchter (Es war natürlich kein Champignon). Eigentlich hätten mir da schon sämtliche Alarmglocken schrillen sollen, denn wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war es ein Pilzchen der Gattung wie man sie auf feuchten und verrotendem Holz findet. Aber das ist mir da echt nicht in den Sinn gekommen.

Jetzt entdeckte ich, dass das Substrat innerhalb kürzester Zeit komplett verschimmelt war, trotzdem sah ich lauter kleine Neutriebe. Meine Hoffnung stieg wieder.





Also, Umtopfen. Und jetzt das ... viele Wurzeln (insbesondere im Kern) waren matschig und die Wurzelhülle lies sich einfach abziehen. Es war sogar noch schlimmer wie es hier aussieht.



Viele lange Wurzeln sind nicht übrig geblieben. Mittlerweile sitzt sie nach einem Tag trocknen wieder in frischem Substrat. Die Schnittflächen mit Kohlepulver desinfiziert. Die nächste Zeit werde ich das Substrat vorsichtig mit Regenwasser besprühen und erstmal nicht gießen, auch wenn sie es immer etwas feucht mag. Ich hoffe, dass ich sie erhalten kann.

Hat sonst noch jemand einen Tipp für mich? Ich würde sie sehr ungern verlieren.

Im übrigen habe ich gerade mal in den Substratbeutel geschaut ... das noch schimmligere Zeug ist bereits entsorgt!

2 Re: meine Masdevallia bicolor am 15.08.14 23:18

Leni

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Orchideenfreund
Hallo Jasmin
Ich kann dich beruhigen. Es ist noch nicht viel passiert. Bicolor ist hart im nehmen. Deine Pflanze hat noch alle Blätter und zeigt zudem sehr viele Neutriebe im Ansatz. Das ist sehr gut. Smile
An deiner Stelle würde ich sie in einen Topf mit Spaghnum packen und da mal bis ins nächste Frühjahr kultivieren. Ab da kann sie dann in dein neues Substrat.
Rinde schimmelt und fault bei zu viel Feuchtigkeit. Dann ersetze in Zukunft bei der Gießfrequenz die Rinde durch Lava, die kann nicht schimmeln.

LG

Leni

3 Re: meine Masdevallia bicolor am 15.08.14 23:32

Gast


Gast
Danke, Leni. Also, wird das meine erste Orchidee in reinem Spaghnummoos fürs erste.

Wie mach ich das dann? Ich kontrolliere natürlich erstmal alle Orchideentöpfe, ob wirklich getaucht werden muss, aber i.d.R. wird einmal die Woche getaucht.
Wie ist das dann mit dem Spaghnummoos? Oder sprühe (nur das Moos) ich das dann täglich?

Jour

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Orchideenfreund
Es könnte sich bei dem Pilz auch um (Endo-)Mykorrhiza gehandelt haben.

Sieht den Wurzeln und den Neutrieben nach zu urteilen für mich so aus ... bin aber auch kein Experte für Mykorrhiza, den Beitrag also bitte nur als 'Denkanstoß' ansehen.


Jochen

Leni

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Orchideenfreund
Hallo Jasmin
Nimm das getrocknete Spaghum und lass es in einem Eimer Regenwasser ein paar Minuten quellen. Danach Presst du soviel Wasser wie möglich aus dem Spaghnum und topfst dann deine Masdevallia damit.
Das Moss sollte Bügelfeucht bleiben.
Es kann auch mal direkt nach dem Wässern nass sein, dann lass es wieder abtrocknen.
Am besten stellst du es in einen Untersetzer und bewässerst über den Untersetzer.
Wie Jochen schon schrieb, soltte dir dieser Vorfall ein gutes Beispiel darüber geben, das zuviel giessen immer gefährlich ist.

LG


Leni

6 Re: meine Masdevallia bicolor am 16.08.14 10:18

Gast


Gast
Hallo Leni und Jochen,

@ Jochen: Jetzt musste ich erstmal Onkel Google und Tante Wikipedia fragen. Aber eigentlich ein sehr interessantes Thema, Dein Denkanstoß.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist Mykorrhiza ein Bodenpilz, der sich mit der Wurzel der Pflanze verbindet, also eine Symbiose eingeht. Die Pflanze gibt dem Pilz Photosyntheseprodukte und der Pilz hilft bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden.

Ich denke Deinen Denkanstoß jetzt mal allgemein weiter, ja?
Das würde für die Orchideen bedeuten, dass dieser Pilz nicht schädlich für sie wäre, im Gegenteil vielleicht sogar nützlich?
Heißt das dann auch, dass eigentlich wir, die Pfleger, die "Schädlinge" sind, da durch die bessere Nährstoffaufnahme wir zuviele Nährstoffe an die Orchidee geben?

Au weia, das würde heißen, ICH WAR'S ....

@ Leni: Danke, Leni. Getrocknetes Spaghnum habe ich hier.

Ich war eigentlich immer der Meinung, dass ich nicht zu viel gieße. Aber jetzt ...  Ich schreib's mir hinter die Ohren!

Danke!

PS: Aber das Substrat im Beutel sah noch viel schlimmer und fauliger aus, das hab' ich nicht gegossen. confused

7 Re: meine Masdevallia bicolor am 16.08.14 11:00

Robert

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Orchideenfreund
Hallo Jasmin,

das Substrat was du dir aus dem Bauhaus geholt hast, würde ich an deiner Stelle entsorgen, oder mit einen bitter bösen Brief an den Hersteller zurück schicken.
Denn das Substrat war, als es auf dem Markt kam sehr gut. Wir in unseren Verein mit über 80 Mitgliedern haben es alle benutzt. Es wurde sogar Sammelbestellung bemacht. Sodas vom Hersteller das Substrat Säckeweise angeliefert wurde.
Mittlerweile will keiner mehr im Verein dieses Substrat haben, genau deswegen. Das Substrat hat sich sehr zum Nachteil verschlechtert.
Ich beziehe mein Substrat jetzt direkt vom Orchideenhändler. Denn da bist du auf der sicheren Seite.

http://spellmeier.no-ip.org

8 Re: meine Masdevallia bicolor am 16.08.14 11:23

Gast


Gast
Hallo Robert,

ich habe es bereits entsorgt. War zu eklig. Und kaufen werde ich dieses Substrat ganz bestimmt nicht mehr. In Zukunft gibt es wieder mein gewohntes Substrat vom Züchter (ist nur bei etwa 70 km eine ewige Fahrerei und es bleibt ja nie bei nur schnell Substrat kaufen, ich hab' da dann immer noch was im Einkaufswagen, was unbedingt zu den anderen Orchis auf die Fensterbank will ... ). Ich muss den Züchter mal anschreiben, ob er mir bei Bedarf auch einen größeren Sack Substrat zuschicken kann. Mit 'nem 2 l Säckchen, den er im Online-Shop hat, komm ich nicht weit! Aber für Umtopf-Notfälle vielleicht besser wie nix.

Aber nachdem was Leni und Jochen schon schrieben, will ich jetzt nicht mehr nur die Schuld auf das Substrat schieben, auch wenn das nicht wirklich getrocknet ist und das Zeugs ev. auch schon im Substrat war. Ich denke, eine Teilschuld bezügl. Gießen trifft auch mich.

9 Re: meine Masdevallia bicolor am 16.08.14 14:31

Jour

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Orchideenfreund
Nihal76 schrieb:Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist Mykorrhiza ein Bodenpilz, der sich mit der Wurzel der Pflanze verbindet, also eine Symbiose eingeht. Die Pflanze gibt dem Pilz Photosyntheseprodukte und der Pilz hilft bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden.
Richtig. Die Pflanze liefert Kohlenhydrate (Zucker/Stärke) an den Pilz, und der Pilz erschließt mit seinem weitverbreiteten Myzel neue Wasser- und Nährstoffgebiete.

Nihal76 schrieb:Ich denke Deinen Denkanstoß jetzt mal allgemein weiter, ja?
Das würde für die Orchideen bedeuten, dass dieser Pilz nicht schädlich für sie wäre, im Gegenteil vielleicht sogar nützlich?
Genau. Es gibt Ekto- und Endomykorrhiza sogar zu kaufen, um damit das Substrat zu impfen. Ich habe das bei Orchideen noch nicht gesehen oder gelesen, aber zB. in der Bonsai-Szene wird das gerne gemacht. Dort sind die auftretenden Pilze unterm Baum ein gutes Zeichen ([Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können])!

Wie man allerdings Gut (Mykorrhiza) und Böse (Schimmel) auseinanderhält weiß ich nicht definitiv, aber ich vermute man kann es am Geruch erkennen. Müsste bei Mykorrhiza 'erdig' riechen, und eben mit der Zeit Pilze auf der Oberfläche erscheinen. Schimmel riecht unangenehmer, und ich bin mir auch nicht sicher ob er oberflächlich Fruchtkörper ausbilden würde.
Wie gesagt, habe nur Halbwissen auf dem Gebiet.

Nihal76 schrieb:Heißt das dann auch, dass eigentlich wir, die Pfleger, die "Schädlinge" sind, da durch die bessere Nährstoffaufnahme wir zuviele Nährstoffe an die Orchidee geben?
Nein, ich glaube nicht.


Jochen

10 Re: meine Masdevallia bicolor am 16.08.14 15:43

Gast


Gast
Hallo Jochen,

ich find das Thema immer interessanter und werd mal was anderes als Orchideen surfen gehen um mich schlau zu machen.

Jour schrieb:Genau. Es gibt Ekto- und Endomykorrhiza sogar zu kaufen, um damit das Substrat zu impfen. Ich habe das bei Orchideen noch nicht gesehen oder gelesen, aber zB. in der Bonsai-Szene wird das gerne gemacht. Dort sind die auftretenden Pilze unterm Baum ein gutes Zeichen (Beispiel mit Bildern)!

Ich habe mal da auf dei schnelle durchekuckt (muss gleich weg). Den auf der letzten Seite auf dem letzten Bild trifft den von mir in meinem Substrat gefundenen ganz gut. Meiner war nur hellbraun. Die Färbung kannst Du Dir ungefähr wie bei einem Pfifferling vorstellen.

Jour schrieb:Wie man allerdings Gut (Mykorrhiza) und Böse (Schimmel) auseinanderhält weiß ich nicht definitiv, aber ich vermute man kann es am Geruch erkennen. Müsste bei Mykorrhiza 'erdig' riechen, und eben mit der Zeit Pilze auf der Oberfläche erscheinen. Schimmel riecht unangenehmer, und ich bin mir auch nicht sicher ob er oberflächlich Fruchtkörper ausbilden würde.

Ok, die Nase habe ich jetzt nicht daran gehalten, hätte mit meiner Sommer-Erkältung eh nichts gebracht, aber ich werde das im Hinterkopf behalten.

Jour schrieb:Wie gesagt, habe nur Halbwissen auf dem Gebiet.

Hey, das ist aber schon 'ne ganze Menge. Ich hatte davon vorher noch nie gehört!!

Jour schrieb:
Nihal76 schrieb:Heißt das dann auch, dass eigentlich wir, die Pfleger, die "Schädlinge" sind, da durch die bessere Nährstoffaufnahme wir zuviele Nährstoffe an die Orchidee geben?
Nein, ich glaube nicht.

Das beruhigt dann doch ein bisserl. Also, müsste ich theoretisch, wenn ich die Mykorriza feststellen sollte, nichts an meiner Pflege ändern (ausser vielleicht darüber nachzudenken, ob ich sie nicht zu feucht halte), denn laut Wikipedia: "Zumindest bei Orchideen ist diese Form der Endomykorrhiza obligatorisch für ihre Entwicklung." [Zitat Ende] Ob das jetzt allerdings auch auf unsere durchkultivierten Orchideen trifft?

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