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Orchideen für Anfänger und andere Fragen

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

Gast


Gast
Hallo Leute,

Ich bin ganz neu hier und leider auch recht neu was die Pflege von Orchideen angeht - daher hab ich ein paar Fragen.

1) Gibt es eigentlich Orchideenarten die von Anforderungen und Pflege her den Phalaenopsis ähneln? Und damit mein ich im herkömmlichen Gartencenter, ohne irgendwelche spezialisierten Züchter aufsuchen zu müssen.

2) Eigentlich kam es mir bisher so vor, als ob ich bei Phals und überhaupt Zimmerpflanzen allgemein ein gutes Händchen hätte. Letztes Jahr hab ich eine Phal bekommen, deren Wurzeln komplett abgefault waren, und ich hab sie wieder so hingekriegt, dass sie schon wieder sehr viele neue Wurzeln, 4 neue Blätter und irgendwas das aussieht wie ein beginnender Blütentrieb gebildet hat. Allerdings passiert es mir hin und wieder dass mir scheinbar völlig ohne Grund Wurzeln wegfaulen. Gegenwärtig hab ich das Problem bei einer prächtigen Phal, die ich schon über 2 Jahre habe und die gerade eine große Rispe mit Blüten trägt und auch die Blätter sind zahlreich und machen einen gesunden Eindruck, sind überhaupt nicht gelb oder gefurcht oder eingerollt. Zu meinem Entsetzen hab ich kürzlich einen weißen schimmelähnlichen Bewuchs am Substrat feststellen können, und soweit ich sehen konnte, scheinen auch ein paar Wurzeln betroffen zu sein. Ich sprühe jetzt nur noch 1 mal wöchentlich wenig Wasser auf die gesund aussehenden Wurzeln und halte das Substrat sonst trocken - seitdem hab ich den Schimmel (vorläufig!) nicht mehr wieder gesehen. Momentan treibt sie 3 dicke neue Wurzeln mitten in der Pflanze.

Meine 7 Phalaenopsis stehen alle auf der selben Fensterbank, wo sie im Sommer zwar viel Licht, aber keine direkte Sonne bekommen, und im Winter scheint zu Mittag ein paar Stunden lang die Sonne hin. Üblicherweise bekommen sie 1 mal wöchentlich Wasser, je nachdem wie feucht das Substrat dann aussieht sprühe ich nur oder wende die Tauchmethode an, achte jedoch sehr drauf, dass niemals Wasser in den Untersetzern zurückbleibt. Bis auf eine sind sie auch alle in durchsichtigen Orchideentöpfen.

Dünger hab ich bis jetzt kaum benutzt, da es immer heißt, weniger sei bei Phals mehr.


3) Kann mir jemand mal erklären, warum die Leute, die sich am übelsten um ihre Phals kümmern, immer die besten Ergebnisse haben?
Meine Mutter vergisst mal zu gießen, mal stehen ne Woche lang 10 cm Wasser im Übertopf und sie kann sich vor Blüten kaum erwehren.
Bei mir im Büro hat eine Kollegin ebenfalls eine Phal im Übertopf stehen, wo fast permanent Wasser drin steht, weil sie immer nur gießt und nie ausleert (ich entferne das Wasser hin und wieder aus dem Übertopf, weil ich es einfach nicht mit ansehen kann) und das Mistding blüht und blüht und treibt neue Blätter und hat sogar ein Kindel gebildet (momentan blühen sogar die "Hauptpflanze" UND das Kindel). Eigentlich müssten auch hier die Wurzeln längst vergammelt sein, aber sie sehen recht gut aus, soweit ich das beurteilen kann - saftig grün, wie frisch gegossen eben.

Das waren mal meine anfänglichen Fragen, danke jetzt schon für (hoffentlich) hilfreiche Antworten :-)

Pooferatze

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Orchideenfreund
Hallo Wubbelwabbel,

schön, dass Du den Weg hier her gefunden hast.

Zu deinen Fragen:

1) Viele Hybriden aus dem Baumarkt sind pflegeleicht. Mit höherem Lichtanspruch wären da z.B. Vanda Hybriden oder Cattleya Hybriden. Wobei erstere täglich Wasser braucht aber natürlich auch schnell wieder abtrocknen muss. Viele kultivieren sie sehr erfolgreich in den hohen Glasgefäßen. Bei Cattleyen ist die Gefahr des Übergießen noch etwas höher, als bei den Phaleanopsis. Vor allem der Neutrieb kann dann schnell abfaulen.
Diverse "Cambria" sind auch pflegeleicht. Abraten würde ich dir von Miltonia Hybriden. Die können zickig sein.

2) Was genau ist deine Frage?

3) Da kann man eigentlich nur raten: Entweder haben die Phaleanopsis schon Wasserwurzeln gebildet oder sie blühen aus schierer Verzweiflung. Das wird immer mal gerne kurz vorm Ableben beobachtet, weil die Pflanze unbedingt durch Vermehrung überleben will.



Zuletzt von Pooferatze am 19.05.14 15:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : "L" vergessen)


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Viele Grüße

Eva

3 das ging ja schnell! am 19.05.14 13:24

Gast


Gast
Danke erstmal für die Anwort.

Meine Frage zu 2) war, ob ich hier in dem beschriebenen Fall richtig gehandelt habe, und ob evtl jemand Tipps für solche Fälle hat.
Mir ist schon klar, dass Ferndiagnosen schwierig sind, ich werd mal versuchen ein brauchbares Foto hinzukriegen.



Was darf ich unter "Wasserwurzeln" verstehen?

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Valentina,

wenn ich deinen Text so lese, fällt mir auf, dass Du noch nicht von umtopfen gesprochen hast. Alle in Töpfen gehaltene Orchideen müssen mit der Zeit in neues Substrat getopft werden, da das alte sich zersetzt und dann verrottet. Daher würde ich nach spätestens 1,5 Jahren Phalaenopsis neu topfen. Das Substrat sollte nicht zu torfhaltig sein oder sonstige Bestandteile die lange Wasser halten haben.


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Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

5 Umtopfen am 19.05.14 13:31

Gast


Gast
Hallo Franz,

Ups, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Meine in 2) erwähnte Problemorchidee hab ich vor ca einem halben Jahr umgetopft, in CompoSana Orchideensubstrat. Hab allerdings wirklich nur die Rindenteile benutzt, alle torfähnlichen Fasern hab ich entfernt. Damals hatte sie noch ca 6-8 dicke, gesund aussehende Wurzeln.

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Valentina,

der von dir angesprochene Schimmel könnten Pilzfäden gewesen sein. Material was feucht ist begünstigt so etwas. Wenn sie bei mir Überhand nahmen, habe ich neu getopft.

Wasserwurzeln werden gerne solche Wurzeln genannt, die dann und wann im Wasser stehen. Stehen sie zu lange im Wasser, fängt Fäulnis an.

Je mehr man sich um einzelne Orchideenpflanzen kümmert, um so mehr ist man geneigt, mal hier was abzutrennen, da was grade zu rücken. Das alles sind Störungen. Beobachten solltest Du sie immer und das genau. Es könnten sich Schädlinge einstellen und die müssen so früh wie möglich bekämpft werden.
Ansonsten bitte ich dich, mal alle Punkte unter Wichtig bei Kulturmethoden zu lesen.


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Gruß Franz
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Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

Gast


Gast
Werd ich mir durchlesen, danke vielmals.

Nochmal in Bezug zu meinem Punkt 1)

Kann mir jemand mehr über die ominöse Orchidee sagen, die einem im Baumarkt sowohl als "Cambria Hybride" als auch unter dem Namen "Nelly isler" angeboten wird?

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:A_and_B_Larsen_orchids_-_Burrageara_Nelly_Isler_1044-2.jpg

Pooferatze

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Orchideenfreund
Wubbelwabbel schrieb:Werd ich mir durchlesen, danke vielmals.

Nochmal in Bezug zu meinem Punkt 1)

Kann mir jemand mehr über die ominöse Orchidee sagen, die einem im Baumarkt sowohl als "Cambria Hybride" als auch unter dem Namen "Nelly isler" angeboten wird?

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Eine wunderbare leicht zu kultivierende Anfängerorchidee. Beim Kauf solltest Du weniger nach den schönen Blüten als nach gesunden Wurzeln und prallen Bulben schauen.
Wenn Du den Namen bei Google eingibst findest Du alles möglich an Info über Burrageara Nelly Isler (was die korrekte Bezeichnung ist). Aber wie gesagt, unter Cambria findest Du sie auch


_________________
Viele Grüße

Eva

Robert

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Orchideenfreund
Hey Wubbelwabbel,

Wie ich dein Text so gelesen habe, kam mir die gleiche Frage auf, die Franz dir schon gestellt hat, zwecks umtopfen.
So wie ich es verstanden habe, hast du die Pflanzen in Übertöpfen stehen. Dazu fällt mir ein, das die meisten den Topf zu klein wählen. Wichtig ist dabei,
das der Topf rundherum 1cm größer ist als der Pflanztopf. Und wenn du keinen Orchideentopf hast, steht dieser auf den Boden des Umtopfes. Dann würde ich einen kleinen Stein etc. reinlegen, so das der Topf nicht direkt auf den Boden des Umtopfes steht.
Das ist wichtig, denn dadurch entsteht eine Luftzirkulation imTopf und das Substrat trocknet besser ab und du bekommst auch nicht den Schimmel.

Was den Namen Cambria betrifft, findest du diese Bezeichnung auf fast alle Orchideen die du im Baumarkt etc. bekommst.
Das ist kein Name einer Orchidee, sondern nur eine Bezeichnung.
Ich habe diese Bezeichnung auch schon an Cattleyen Phalaenopsis usw. in de Baumärkten gesehen.

http://spellmeier.no-ip.org

Gast


Gast
Hallo,

Übertöpfe hab ich keine, nur Untersetzer damit meine Fensterbank nicht schmutzig wird. Auf Übertöpfe verzichte ich aus genau dem Grund, den ich schon bei unserer armen Büro-Orchidee beschrieben hab, deren gesundes Aussehen ich mir einfach nicht erklären kann.

Außerdem hab ich schon wiederholt gehört, dass Orchideen gerne Licht auf den Wurzeln haben - daher auch die meist durchsichtigen Töpfe - stimmt das oder bin ich da einem Ammenmärchen zum Opfer gefallen?

Im Internet zirkulieren ja sowieso die abstrusesten Pflegetipps - von Eiswürfeln, die man aufs Substrat legen soll statt zu gießen bis zu Süßstoff, den man ins Gießwasser tun soll - wtf?!  scratch denk ich mir da oft.

Pooferatze

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Orchideenfreund

Dass mit dem Licht stimmt, zumindest bei Epiphyten (Baumaufsitzer) und Lithophyten (Steinwachsenden). Bei den terrestrischen (Erdwachsenden), wie z.B. Frauenschuhe oder auch den heimischen Orchideen stimmt das natürlich nicht. Trotzdem sind Übertöpfe nicht des Teufels. Sie sollten nur nicht zu eng sein, damit die Luft auch zirkulieren kann. Ein Übertopf erhöht auch die Luftfeuchtigkeit um den Wurzelbereich und allein deswegen ist er schon nicht schlecht. Vor allem, bei Pflanzen, die über der Heizung stehen.
Viele getopfte Phaleanopsen bilden auch Luftwurzeln aus, die wirst du beim Umtopfen nicht wirklich ins Substrat bekommen, bzw. wenn du es machst, werden sie da nicht glücklich.  Very Happy 

Achja, und Wasserwurzeln sind Wurzeln, die sich bilden, wenn sie ständig in Wasser stehen, wie z.B. bei Hydrokultur, nicht nur dann und wann. Letztere werden nämlich ganz schnell tote Wurzeln -> Fäulnis. Wenn man eine Pflanze auf Hydro umstellt, verliert sie ihre alten Wurzeln und bildet neue sog. Wasserwurzeln aus. Angeblich sollen sich Wasserwurzeln wieder in Erdwurzeln umbilden können, umgekehrt aber nicht. Selbst habe ich das noch nicht ausprobiert. Also, wenn deine Büroorchis ständig in Wasser stehen, könnte sie sowas ausgebildet haben. Aber diese Antwort war natürlich mit einem Augenzwinkern.


_________________
Viele Grüße

Eva

Gast


Gast
Ist ja kompliziert mit den Wurzeln. Für mich sehen die Luftwurzeln gleich aus wie die in der Erde, aber ich hab auch schon gelesen dass man die nicht eintopfen soll. Ich besprüh die immer nur. Und hoffe dass ich sie richtig erkenne scratch .

Bei meiner Problemorchidee siehts momentan so aus als ob die "Erdwurzeln" am kaputt gehen wären und sie an intakten nur ihre neuen "Luftwurzeln" hätte. Aber seltsamerweise gedeiht sie prächtig und trägt nicht nur schöne Blüten, sondern bildet auch schon wieder ein Blatt (das vierte innerhalb eines halben Jahres).
Was mir bei ihr auch aufgefallen ist, ist dass sie noch nie Blätter verloren hat. Sie hat seit ich sie gekauft hab nur neue gebildet und alle unteren auch behalten.

Jill

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Orchideenfreund
Hallo Valentina,

1) keine Ahnung, ich habe nur Phalaenopsen.
2) Wurzelfäule: hatte ich nur einmal bisher - bei mir war das Substrat zu nass, ich komme mit Rinde nicht zurecht. Wenn sie oben und seitlich trocken ist, denk ich, ich muß gießen. Meist ist sie aber mittig noch sehr feucht. Daher bin ich nach kurzer Zeit hier im Forum mit fliegenden Fahnen zu Blähton und Semihydro übergelaufen  Very Happy Jetzt komm ich prima klar, mit Hydro habe ich Erfahrung, meine anderen Pflanzen sitzen schon viele Jahre in anorganischem Substrat.

3) Meiner Beobachtung nach ist Multihybride längst nicht Multihybride. Ich habe eine Phal, die könnt ich vermutlich auch in Sand, Erde oder einem alten Socken kultivieren, der ist alles wurscht, die explodiert so vor sich hin und blüht dazu noch andauernd. Andere sind empfindlicher, ich schätze, die Mischung machts, sprich, die Genetik.

Stell doch mal ein Foto ein von Deiner "Problempflanze"?

Lieben Gruß! Jill

Gast


Gast
Hallo Jill,

Ich hab bisher auch nur (7) Phals, möchte aber unbedingt mal auch was anderes.

Ein Foto meiner Problemorchidee werd ich sicher mal reinstellen!

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