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Sämlinge wann/wie belüften ?

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 Sämlinge wann/wie belüften ? am 22.10.13 23:54

Gast


Gast
Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass ich nicht gerade zum 25. mal die gleiche Frage stelle. (Falls doch, bitte sagen, wo ich die Beiträge finden kann). Ich habe Phalaenopsis-Hybriden gekreuzt und aus 3 Samenkapseln nur recht wenige Protokorme steril auf das Nährmedium übertragen können. Nun wachsen seit Februar einige Sämlinge in meinen Hipp-Gläschen mit Deckel vor sich hin. Auf eine Belüftung habe ich bisher verzichtet, da die meisten Sämlinge gut wuchsen und auch Wurzeln bilden. Einige Sämlinge beginnen jedoch jetzt, bleich bzw. gelblich zu werden. Ich habe daher diese Sämlinge von dem bisherigen Medium (Rezept aus dem Internet mit Ananassaft) auf ein identisches Medium mit zusätzlich 10 % Bananenmark umgesetzt. Das scheint etwas zu helfen, kann ich aber noch nicht abschließnd beurteilen.
Hat vielleicht jemand damit Erfahrung und weiß, ob es Sinn macht, die Kulturen zu belüften Question  Am besten wächst bisher übrigens eine Gruppe von Sämlingen, die dicht beieinander sitzen. Die sind als einzige noch schön dunkelgrün, wurden bisher aber auch noch nicht belüftet.

Vielen Dank,

Ben

Fabi

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Orchideenfreund
Wenn die Sämlinge noch im Nährmedium sitzen, solltest du sie auf keinen Fall belüften, da es ja steril bleiben muss. Wenn du das Glas öffnest, würde das Medium wohl sehr schnell anfangen zu schimmeln und deine Sämlinge könnten dadurch eingehen.

Gast


Gast
Hallo Fabian,

Du hast recht, beim Öffnen der Gläser besteht immer die Gefahr der Verkeimung. Allerdings kann man über Wasserdampf recht gut "keimarm" arbeiten. Eine gute Anleitung dazu gibt es auf der Internetseite "Lotte und Thomas Orchideenseite".
Ein paar Gläser habe ich aber auch schon mit interessanten Pilzkulturen drauf wegschmeissen müssen....
Ich habe aber Sorge um meine noch recht gut aussehenden Sämlinge, zumal in einem Glas schon eine Pflanze an einem Blatt den Gilb zeigt. Es heißt, daß die Protokorme noch keine Luftzufuhr brauchen, die Sämlinge aber schon. Einige Züchter empfehlen, von Anfang an mit einem gebogenen Glasrohr im Deckel oder mit Watte oder einem Gummistopfen mit Öffnung für Luftzufuhr zu sorgen. Andererseits sieht man häufig Sämlinge kurz vor dem Auspflanzen, die offenbar überhaupt keine Luftzufuhr von aussen haben.
Hat vielleicht jemand dazu eine Idee bzw. Erfahrungen ?
Ansonsten ist mein Plan, sterilisierte Watte in die Glasöffnung einzusetzen und dann Alufolie darüber zu spannen. Prinzip Hoffnung.

LG, Ben

Fabi

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Orchideenfreund
Wie groß sind denn die Sämlinge überhaupt? Vielleicht können sie ja schon auspikiert werden?

Aber dass Sämlinge in steriler Umgebung Frischluft brauchen wäre mir neu. Ich denke nicht, dass das notwendig ist.
Die Homepage kenne ich übrigens schon, aber trotzdem danke.Wink

Gast


Gast
Hallo,

kann leider erst jetzt antworten, da ich es jetzt erst mit dem Hochladen und hierher Verschicken der Fotos hingekriegt habe. Die Bilder zeigen ein Glas mit Phalaenopsis-Sämlingen.
Ich denke, daß die Sämlinge noch zu klein zum Auspflanzen sind.

Gruß, Ben


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Wodka

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Orchideenfreund
die Phalaenopsis Sämlinge sehen aus, als wären sie gerade aus einer Mutterflasche lieblos vereinzelt worden.

Möglicherweise kann man Gläser bei der Keimung eine zeitlang wirklich dicht geschlossen halten, aber mit zunehmender Keimung bedarf es eines Luftaustausches. Ich habe es mal probiert es nicht zu tun, dann werden die Protokorme oder Pflänzchen glasig und wenn man dann den Deckel öffnet entweicht ein Gas von innen nach außen. Jedes in vitro Kulturgefäß für Orchideen besitzt eine Möglichkeit zum Luftaustausch oder sogar einen eingebauten Filter.

Fabi

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Orchideenfreund
Da muss ich Wodka schon irgendwie recht geben. Ich hatte mir das Kulturgefäß und den Inhalt schon etwas anders vorgestellt.
Es scheint so, als ob die Sämlinge aus einem üblichen in vitro Kulturgefäß mit mehreren Sämlingen noch einmal einzeln oder zu wenigen umgesetzt wurden. Zum auspikieren dürften sie wirklich noch etwas klein sein.
Ich würde es aber dennoch nicht riskieren das Glas zu öffnen.

Gast


Gast
Wodka schrieb:die Phalaenopsis Sämlinge sehen aus, als wären sie gerade aus einer Mutterflasche lieblos vereinzelt worden.

Möglicherweise kann man Gläser bei der Keimung eine zeitlang wirklich dicht geschlossen halten, aber mit zunehmender Keimung bedarf es eines Luftaustausches. Ich habe es mal probiert es nicht zu tun, dann werden die Protokorme oder Pflänzchen glasig und wenn man dann den Deckel öffnet entweicht ein Gas von innen nach außen. Jedes in vitro Kulturgefäß für Orchideen besitzt eine Möglichkeit zum Luftaustausch oder sogar einen eingebauten Filter.
Hallo Wodka,
die Sämlinge sind nicht aus einer Kulturflasche entnommen worden, das Glas auf dem Bild ist die Kulturflasche. Daß sie seit längerem in dem Glas sind, erkennt man auch am Kondenswasser. Daß sie so verstreut im Glas wachsen, liegt an meiner Umlegetechnik der Protokorme- die aber natürlich höchst liebevoll geschah Very Happy. Allerdings konnte ich von meinen 3 Samenkapseln jeweils nur wenige Protokorme steril über Wasserdampf in die Gläser bringen, eine gleichmässige Verteilung mit dem Spatel wäre zeitraubend gewesen und hätte die Kontaminationsgefahr weiter erhöht. Daß das Ganze nicht so schön aussieht wie eine vom Profibetrieb erhaltene Flasche zum Auspflanzen liegt in der Natur der Sache, ich habe halt alle Schritte selbst durchgeführt und mit dem, was ich hatte, improvisiert. Die Bilder zeigen 1.) die Reagenzgläser mit Samen und
2.) das oben gezeigte Glas Mitte August 2013.

Zur Frage der Belüftung denke ich inzwischen, daß es Züchter gibt, die direkt eine Vorrichtung zur Belüftung in den Kulturbehältern anbringen und solche, die das nicht tun. Ist aber wohl kein Widerspruch, weil offenbar immer mehrere Substratwechsel erfolgen, bei denen es ja zwangsläufig zu einem Luftaustausch kommt. Das dann aber unter sterilen Bedingungen in einer Sterilluftwerkbank.

Schöne Grüße, Ben


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Gast


Gast
Wodka schrieb:die Phalaenopsis Sämlinge sehen aus, als wären sie gerade aus einer Mutterflasche lieblos vereinzelt worden.

Möglicherweise kann man Gläser bei der Keimung eine zeitlang wirklich dicht geschlossen halten, aber mit zunehmender Keimung bedarf es eines Luftaustausches. Ich habe es mal probiert es nicht zu tun, dann werden die Protokorme oder Pflänzchen glasig und wenn man dann den Deckel öffnet entweicht ein Gas von innen nach außen. Jedes in vitro Kulturgefäß für Orchideen besitzt eine Möglichkeit zum Luftaustausch oder sogar einen eingebauten Filter.
Hallo,

ich habe einen Hinweis im Internet unter "Lotte & Thomas Orchideen" gefunden, link "diverse Berichte" und "Filterscheiben für Gasaustausch." Dort heisst es, dass die Sämlinge einiger Orchideenarten ohne Belüftung nach ein paar Monaten glasig werden und absterben, wie Du auch beschrieben hast. Daher verwenden sie Filterscheiben, die nach Perforation des Deckels aufgeklebt und dann sterilisiert werden. Das habe ich jetzt auch vor, zumal immer mehr meiner Sämlinge glasig und gelb werden. Eine Bezugsquelle wird in dem link auch genannt. Meine Pflänzchen habe ich inzwischen alle in ein neues Substrat gesetzt und dabei auch besser vereinzelt, siehe Foto. Sieht aber immer noch nicht schön aus, da die Nährlösung mit Bananenmark beim Sterilisieren im Herd kurz aufgekocht ist und das Glas von innen zum Teil benetzt hat.
Aber immerhin wachsen die noch grünen Sämlinge darin bisher ganz gut. Ich hoffe nur, keine Pilze o.ä. in die Kulturen gebracht zu haben....

Was ist eigentlich aus Deinen Versuchen mit der eigenen Sämlingsaufzucht geworden ? Hast Du einige Sämlinge auspflanzen und vielleicht sogar zum Blühen bringen können ?

Gruß,

Ben



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Gast


Gast
Hallo,
ab wann würdet ihr denn eigentlich das auspickieren aus dem Nährboden empfehlen?? Meine sind mittlerweile zwischen 2-4mm groß. Allerdings sind so viele in einem Glas, dass sie sich anscheinend schon selbst den Platz zum wachsen nehmen.

Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich  Laughing 

VLD, Tina

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Tina, nach deiner Größenangabe ist das noch viel zu früh.

Im Regelfall wird nach der Aussaat noch einmal im sterilen Bereich in mehrere neue Gefäße vereinzelt. Hast Du nicht die Möglichkeit, dann weiter die Entwicklung abwarten. Welche Gattung/Art beinhaltet die Flasche, da kommt es auch drauf an?


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

Gast


Gast
Hallo Tina,

in den meisten Angaben, die ich dazu kenne, heißt es sinngemäß: Die Protokorme vereinzeln, wenn sie sich gegenseitig im Wachstum behindern. Dazu kann man bei Lotte und Thomas Orchideen (http://www.orchideenvermehrung.at/deutsch.htm) lesen:

"Wann soll man die Protokorme umlegen ?
Grundsätzlich sollte man die Protokorme so lange auf dem Aussaatmedium lassen solange sie sich nicht gegenseitig im Wachstum behindern bzw. Wurzeln bilden. Je kräftiger die Protokorme zum Zeitpunkt des Umlegens sind desto leichter überstehen sie das Ganze. Wir säen pro Mutterglas relativ wenig Samen aus und können daher mit dem Umlegen länger warten bis die Protokorme etwas stärker sind."


Darf ich fragen, was Du wann auf welchem Medium ausgesät hast ?

Alles Gute,

Ben

Wodka

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Orchideenfreund
ww-orchid schrieb:Hallo Tina,

in den meisten Angaben, die ich dazu kenne, heißt es sinngemäß: Die Protokorme vereinzeln, wenn sie sich gegenseitig im Wachstum behindern. Dazu kann man bei Lotte und Thomas Orchideen (http://www.orchideenvermehrung.at/deutsch.htm) lesen:

"Wann soll man die Protokorme umlegen ?
Grundsätzlich sollte man die Protokorme so lange auf dem Aussaatmedium lassen solange sie sich nicht gegenseitig im Wachstum behindern bzw. Wurzeln bilden. Je kräftiger die Protokorme zum Zeitpunkt des Umlegens sind desto leichter überstehen sie das Ganze. Wir säen pro Mutterglas relativ wenig Samen aus und können daher mit dem Umlegen länger warten bis die Protokorme etwas stärker sind."


Darf ich fragen, was Du wann auf welchem Medium ausgesät hast ?

Alles Gute,

Ben

Die Protokorme haben bei den meisten Arten die unangenehme Eigenschaft, daß sie wie wild proliferieren wenn sie in engem Kontakt sind, d.h. wenn man wenige hat, kann man sie dicht kultivieren, aber wenn es Pflänzchen werden sollen, dann muss man sie vereinzeln. Dieses überschießende Proliferieren kann zum großen Problem werden und man muß oft die größeren einzeln umsetzen und die anhaftenden Protokorme wegschmeißen. Paphios haben dieses Problem so gut wie nicht, manche Dendros (cuthbertsonii !), Bulbos und Odontoglossum aber heftig.

Gast


Gast
Hallo zusammen!

Also erstmal vieeeelen Dank für eure Antworten.  Very Happy 

Grundsätzlich war das mein erster (und bis jetzt einziger) Aussaat-Versuch. Zum probieren habe ich zwei schlichte Baumarkt-Phalaenopsen genommen, da ich ja nicht wusste ob das funktioniert.
Den Nährboden habe ich durch einen Bekannten von Lotte&Thomas erhalten...zum probieren halt.

Da stellt sich mir gleich die nächste Frage: Wo könnte ich Nährboden-Rezepte herbekommen damit ich selbst einen für die Aussaat machen könnte?? Oder könnt ihr mir Fertige empfehlen??

Also werde ich mit dem Aufteilen der Pflänzchen noch warten.

VLG, Tina

Max Sch

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Orchideenfreund
Hallo zusammen,

da ich vor habe demnächst auch mal selbst auszusäen würde mich das Thema mit der Belüftung der Sämlinge in Flaschen auch interessieren.

Die Filterscheiben aus PTFE sind ja wirklich eine tolle Sache.
Ich habe sie aber bis jetzt nur für ca25€/10Stück gefunden.
Gibt es da noch andere oder kann mir jemand vielleicht noch eine Link schicke wo man diese Scheiben noch herbekommt.

Ich will C. walkeriana aussäen, hat jemand Erfahrung ob diese Art oder Cattleya überhaupt beim Wachstum in Flaschen eine Belüftung braucht.

Ich würde als Nährmedium Sigma 6668 verwenden.

MfG Max

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