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Spinnmilben, womit bekämpfen?

Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

1 Spinnmilben, womit bekämpfen? am 16.07.13 16:54

Tanja

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Orchideenfreund
Hallihallo!

Ich scheine einen massiven Befall von Spinnmilben zu haben.
An Fensterbänken ebenso wie in der Vitrine.
Misstrauisch wurde ich durch den eigenartigen Blattwuchs einer Phal.FantasyMusick, komischer Blattverfärbungen und -veränderungen und diverser Wurzelschäden an verschiedensten Gattungen.
Ich erkenne Woll- und Blattläuse, kann Pilzschäden recht gut von bakteriellen oder viralen Schäden unterscheiden, aber Milben hatte ich noch nie und erkenne sie auch höchstens wenn es zu spät ist.

Wenn ich es zeitlich begrenzen soll, so muss der Befall irgendwann letzten Herbst angefangen haben.
Ich hatte im vergangen Winter die verschiedensten Probleme und unerklärliche Verluste mit meinen Pflanzen, was ich aber auf Lichtmangel, zuviel/zuwenig Düger, zuwenig Luftbewegung oder auch gerne auf eigenes Unvermögen geschoben habe.
Technisches Aufrüsten an Licht/Ventilation usw. blieb natürlich erfolglos.

Eher zufällige Wischproben zeigten mir nun aber, dass ich einen Befall habe. 2 Gespinnste entdeckte ich anschließend auch noch, allerdings nur bei Coelogyne. Der Rest ist eher Gespinstfrei.

Meine Schädlings-Apotheke gibt Lizetan3in1, Careo, reines Neem und Spruzit her.
Letzteres allerdings auf Rapsölbasis und damit für Orchideen wohl eher ungeeignet oder bringt Einwirken und Abspülen etwas?

Die erste Behandlung habe ich mit Careo gestartet, es schien mir am Erfolgsversprechensten von meinem Schädlingstot her.

Was kann man am besten nehmen? Die Behandlung wird ja wohl einige Wochen bis Monate in Anspruch nehmen und Resistenzen sind wohl auch sehr wahrscheinlich.
Außerdem muss man scheinbar die Wirksamkeit gegen Ausgewachsene und gegen Eier und Larven beachten.
Wie ich mittlerweile nachgelesen habe sind hochwirksame Präperate für mich meist gar nicht zu bekommen, da sie nur an Gewerbliche abgegeben werden können oder stinkend bis giftig sind.
Grundsätzlich ist es mir jetzt egal, solange es hilft, aber an meiner Gesundheit hänge ich schon irgendwie mehr.
Wobei ich im Moment Behandlungen draußen vornehme, allein schon damit die "Nichtorchideen" draußen auch etwas abbekommen und nicht für Wiederansteckung sorgen könnten.

Welche freiverkäuflichen Mittel sind am wirksamsten?

Franz

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Fachmoderator Cattleya & Laelia
Hallo Tanja,

was Spinnmilben überhaupt nicht mögen ist feuchte Luft. Ich vermute, Deine befallenen Pflanzen haben zu lufttrocken gestanden. Ich kenne deine Möglichkeiten am Stellplatz nicht, würde aber mit Careo jetzt weiter behandeln. Hast Du die Möglichkeit eine große transparente Hülle über die befallenen Pflanzen zu setzen und von unten einen separaten Teller mit Wasser, der die Luftfeuchte erhöht?


_________________
Gruß Franz
.....................................................................................................................
Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht. (Konrad Adenauer)

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
http://www.bordercollie.ranch.de

Tanja

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Orchideenfreund
Huhu Franz!

Du vermutest leider falsch, ich habe Sommers wie Winters mindestens 60% LF um die Pflanzen, meist eher mehr (70%), weniger aber nie.
In der Vitrine sind es durchgängig 80% und nachts etwas mehr.
An der Luftfeuchtigkeit kann es nicht liegen, Milben sind es aber sicher.
Wenn ich wüsste womit ich mir die eingeschleppt habe, wäre es besser einzugrenzen was für Viecher das sind.
Meine Vermutung geht in Richtung Weichhautmilbe oder etwas in der Art, weil es warm und feucht ist und viele Pflanzen Schäden zeigen, aber außer 2 Spinnennetzen keinerlei Gespinste zu finden sind.
Die 2 Netze gehörten vielleicht sogar einer normalen kleinen Spinne.
Nebenan ist gleich der Wald, ich habe hier schon die interessantesten Insekten gesehen.

An der Chemiekeule komme ich m.E. nicht vorbei.

Aber Danke erstmal, Franz

Daz

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Orchideenfreund
Hallo Tanja,

Du schreibst selbst, dass Du noch nie Milben hattest. Vielleicht solltest Du uns hier dann doch einfach mal die Gelegenheit geben, Dein Problem auch im Bild zu sehen? Was wenn Du daneben liegst?

Akarizide sind alle ziemlich giftig, daher würde ich das tunlichst sehr genau vorher abklären, bevor ich diese Keule auspacke. Wink

Ansonsten gibt es mittlerweile einige recht gut wirkende Präparate gegen achtbeiniges Zeugs.

Tanja

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Orchideenfreund
Hallihallo!

Ich bekomme den Silberschein z.T. nur ungenügend aufs Bild, aber ich denke man kann es gut sehen.
Phal.celebensis x micholitzii
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und Phal.FantasieMusick, beide Vitrine
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verschiedene Blätter ausgesaugt oder komisch gewachsen, Fensterbänke
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zum Schluss noch die Stanhopea oculata mit Blitz, daher sieht es etwas daneben aus.
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Es gäbe noch so einiges mehr, aber die Bilder dürften schon aussagekräftig sein,oder?

Ach und einmal offtopic: Wenn die Stanhopea neues Substrat bekommt, welches kann ich dafür nehmen? Ich möchte bei ihr vom Moos weg.

Oben an der Stan. sieht man den "Staub", der zum Wischtest führte.

Daz

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Orchideenfreund
Hallo Tanja,

es sieht nach einem leichteren Befall mit den fiesen unechten Spinnmilben aus. Diese kleineren Verwandten produzieren keine Gespinste und sind so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Bild #4 könnte allerdings auch ein Jungtier oder ein Gelege von "normalen" Spinnmilben (Tetranychus urticae) sein. Ich bin aufgrund Deiner Kulturbedingungen jedoch sehr skeptisch, dass es sich um Tetranychus urticae oder Panonychus ulmi handelt. Letztere sind bei Orchideen kaum von Bedeutung und Tetranychus urticae vermehrt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht mehr und stirbt dadurch von alleine aus.

Ich darf wegen der Forenregeln hier keine Werbung machen, daher suche doch einfach selbst nach Mitteln mit dem Wirkstoff Acequinocyl. Damit sollte das Problem bald weg sein. Aber halte unbedingt ganz konsequent die Anwendungshinweise ein, wenn Du keine resistenten Milben züchten willst. Exclamation

Tanja

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Orchideenfreund
Hallöle Oliver!

Danke dir, klingt schön, wenn man von leichtem Befall liest. Ich bin da allerdings ganz anderer Meinung, für mich ist das mindestens eine mittlere Katastrophe.
Ich werde nun wirklich nicht wegen jeden Blattfleckchen hysterisch, aber bisher war ich schon stolz auf meine geputzt wirkenden Blätter in gesundem Grün.

Auf dem Weg zu mir sind Mittelchen mit Methiocarb + Thiacloprid und Mittelchen mit Pyrethrine + Abamectin.
Bei Ersterem habe ich dann knapp daneben gegriffen, hätte statt des Sprays das zum Anrühren nehmen sollen.

Das andere 150 g/l Acequinocyl hatte ich auf der Liste, dann aber doch gestrichen, weil ich dachte, 2 verschiedene Wirkstoffgruppen sollten ausreichen um Resistenzen zu vermeiden.
Leider bekommt man hier vor Ort nur genau das, was meine Schädlingsapothete  hergibt.

lachen  so gehts auch, ganz ohne Markennamen und völlig werbefrei lachen

Nebenbei fange ich jetzt wieder mit den homöopathischen Stärkungsmitteln an. Eine Zeit lang habe ich das schon gemacht und meine Pflanzen sahen einfach besser aus.
Das mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, ich aber stehe dazu.
Die "Nichtorchideen" dieses Haushalts werden großzügig mit dem ölhaltigen Zeug behandelt, dann kann von daher auch nichts mehr kommen.

Ich hoffe das reicht dann.

Gitti

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Orchideenfreund
Hallo Tanja,

wenn Du die falsche Milbe hast, sollte man sowohl die adulten Tiere als auch die Nachbrut, welche im Substrat und auf den Wurzeln ist behandeln und zwar mit zwei verschiedenen Mitteln.

Warum man hier die Mittel nicht öffentlich nennen darf, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber Du bekommst eine PN.

viele Grüße
Gitti

Tanja

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Orchideenfreund
Hallöle Gitti!

Danke Dir, per PN geantwortet habe ich dir ja schon.

Hm, ich glaube man darf die Namen schon nennen. Für mich wars ein Spass zu umschreiben.

Andererseits, und damit wieder @all, habe ich im Vorfeld zu diesem Fred eine Menge gegooglt und festgestellt, das man sich generell schwertut Namen zu nennen.
Wenn ich auf Namen stieß, waren es oft Produkte die ich als Hobbytiot gar nicht bekommen kann, weil nur für gewerblich.
Ich wünsche mir einen solchen Threads informativer.
Z.B. 2 Mittel, weil kein Milbenex gegen sämtliche Entwicklungsstadien wirken kann.....oder
Warum sich Resistenzen bilden können......
oder oder oder.......

Ich habe nur einen derart informativen Thread gefunden...........in einem anderen Forum Suspect 
Markennamen wurden auch nicht genannt, wohl aber Wirkstoffe und wogegen sie sind. Eier, Larven/Nymphen...adulte Tierchen.
auch warum man sie nicht überdosieren darf und sich tunlichst an die Herstellerangaben halten soll.

Es gibt translaminar wirkende Wirkstoffe, die ins Gewebe einziehen. Das bedeutet, man muss die Pflanze nicht komplett nass machen, weil das Zeug auch da wirkt wo man nicht so einfach hinkommt.
Ich habe z.B. Wollläuse auch schonmal mit Zahnstocher und Wattestäbchen aus Blattachseln u.ä. gepult während ich sie in Schädlingsex badete, hätte ich sowas gehabt, hätte ich massig Zeit gespart.
Die Tatsache, das ich als Threadstarter sowas jetzt weiß, spielt dafür keine große Rolle. Das dürfte die Spitze eines Eisbergs sein.

Letztlich ist irgendjemand irgendwann auf der Suche nach Milbenvernichter und landet vielleicht hier und findet was er/sie sucht in einem Thread.
Das ist ja schließlich der Zweck eines Forums, oder?

Daz

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Orchideenfreund
Gitti schrieb:Warum man hier die Mittel nicht öffentlich nennen darf, kann ich zwar nicht nachvollziehen[...]

Hallo Gitti,

ich bin nicht sicher, ob wir das nicht dürfen aber da die Forenregeln Werbung verbieten, nenne ich auch keine Marken oder Händler im öffentlichen Thema. Und bei den Pestiziden tun's die Wirkstoffe als Suchgrundlage ja auch.

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